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Bremen: Dank an den Rettungsdienst

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Bremen: Dank an den Rettungsdienst

Es ist Montagabend im November 2018. Dirk L. (50) raucht um 17:40 Uhr vor einer Sporthalle in der Sperberstraße seine letzte Zigarette. Dann betritt er das Sportstudio um sich richtig auszupowern. Wie so oft. Er möchte fit bleiben. Doch an diesem Montagabend kommt es anders!

Dirk L. stemmte Gewichte, machte seine Übungen und begann mit dem Ausdauertraining als er sich zunehmend unwohler fühlte. Seine Frau Uta war bereits in der Umkleide. Schließlich konnte er sich nicht mehr auf den Beinen halten. Eine Trainerin kümmerte sich um ihn, rief seine Frau und schließlich den Rettungsdienst.

Als der Rettungsdienst eintraf konnte Rettungsassistent Jan M. vom Deutschen Roten Kreuz noch kurz mit seinem Patienten sprechen. Dann trat plötzlich eine Verschlechterung des Zustands ein. Dirk erlitt im Beisein des Rettungsdienstes einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Faktisch war er tot. Das Rettungsdienstteam, nach wenigen Minuten auch durch den Notarzt Tobias W. aus dem Diako Bremen unterstützt, begann sofort mit der Reanimation des 50-Jährigen. Die Gabe von Medikamenten und eine Defibrillation zeigten nach wenigen Minuten Wirkung. Dirk L.’s Herz begann wieder zu schlagen. Die Eigenatmung setzte wieder ein. Er blieb aber bis zum Transport ins Krankenhaus weitgehend bewusstlos. Nur manchmal erwachte er, nuschelte vor sich hin.

Mit der Verdachtsdiagnose ‘Herzinfarkt’ und ‘erfolgreiche Reanimation’ im Klinikum Links der Weser angemeldet wurde der Transport mit dem Rettungswagen und Notarztbegleitung durchgeführt. Dort angekommen wurde Dirk L. sofort ins Herzkatheterlabor gebracht, untersucht und behandelt.

Nach einigen Tagen im Klinikum Links der Weser, in denen er sich schon relativ gut erholte, schloss sich bereits die Reha in Timmendorfer Strand an. Dort wurde er gesundheitlich wieder aufgebaut. Eine große Hilfe war dabei seine gute körperliche Konstitution und er konnte nach drei Wochen Reha nach Hause entlassen werden. Ein Urlaub und die Wiedereingliederungsphase im Beruf schlossen sich an.

Im Frühjahr ließ es Dirk L. keine Ruhe: das Bedürfnis sich bei seinen Rettern zu bedanken wurde immer größer. Also nahm er Kontakt zum Rettungsdienst Bremen auf. Nach einigen Terminschwierigkeiten fand nun am Samstag, 29. Juni 2019, das ersehnte Treffen statt. “Kuchen geht immer bei der Feuerwehr!”, so der Organisator des Treffens, Michael S., der als Fahrzeugführer des Notarztes am Einsatz beteiligt war. So brachten Uta und Dirk L. am Nachmittag leckeren selbstgebackenen Kuchen mit und öffneten bildlich ein riesiges Herz voll Dankbarkeit. “Im Garten sitzen zu können und die Vögel, Bienen und Pflanzen zu betrachten, macht mich heute unglaublich glücklich.”, sagte Dirk L. und musste Tränen verdrücken. “Das habe ich Euch zu verdanken! Ihr macht ‘nur’ Euren Job, aber ich bin glücklich das es Euch gibt. Das möchte ich Wertschätzen und das sollten viele andere auch tun!”, so Dirk L. weiter. Es schlossen sich zweieinhalb Stunden intensivem Gesprächs über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aller Beteiligten an.

Dirk L. würde gerne mehr für seine Retter tun, aber das musste er gar nicht. Für alle Beteiligten war es das erste Mal, dass sich ein Patient auf diesem Wege bedankte. Allein die Tatsache dass er es auf diese überaus freundliche Weise tun konnte ist für den Rettungsdienst Dank genug.

“Wir machen ‘nur’ unseren Job!”

Quelle: Feuerwehr Bremen / Feuerwehrpresse.biz

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