Hydrant

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Mittels Hydranten kann Wasser aus den Rohrleitungsnetzen der Wasserwerke entnommen werden. Hydranten müssen regelmäßig von dem Wasserwerk kontrolliert werden und stets zugänglich sein.

Überflurhydrant 
Der Überflurhydrant (auch Oberflurhydrant) ist oberirdisch fest installiert und hat mehrere Abgänge mit genormten Kupplungen, üblicherweise in der Nenngröße B oder C und seltener auch A. Dies ist auch abhängig vom Durchmesser der Zuleitung. Oberflurhydranten finden sich meist in Städten oder nahe größerer öffentlicher Einrichtungen.

Fallmantelhydrant 
Der Fallmantelhydrant ist eine Unterart der Überflurhydranten. Die Abgänge die jeweils ein eigenes Absperrorgan haben werden mit einem Fallmantel verdeckt, der sie vor Verschmutzung und Beschädigung schützt. Da diese meistens Abgänge mit der Nenngröße A haben, werden diese meist bei besonders gefährdeten Objekten, wie Industrieanlagen verwendet. Beide Hydrantenarten haben den Nachteil, dass sie z. Bsp. durch Kraftfahrzeuge beschädigt werden können.

Unterflurhydrant 
Der Unterflurhydrant ermöglicht den Anschluss eines Standrohres. Unterflurhydranten haben den Nachteil, dass sie von Kraftfahrzeugen zugeparkt werden können oder auch durch Schnee oder Eis verfroren sind und somit oft nicht benutzbar sind. Für Unterflurhydranten ist eine genaue Bezeichnung durch Hinweisschilder sehr wichtig.

Aufsetzen des Standrohres
Das Standrohr wird mittels Bajonettverschluss auf den Unterflurhydranten aufgesetzt und verriegelt. Es besitzt meist zwei genormte Kupplungen, üblicherweise in der Nenngröße B und kann mit Handrädern geöffnet werden. Allerdings muss der Hydrant selbst mit einem Schieberschlüssel, umgangssprachlich auch Standrohrschlüssel, geöffnet werden.

Alle Hydrantentypen haben ein Fußventil, das auch gleichzeitig als Entleerung wirkt. Dieses Ventil wird über ein Gestänge von oben her mit einem Hydrantenschlüssel oder mit einem Schieberschlüssel beim Unterflurhydranten bewegt. Im Normalfall ist der Hydrant wasserfrei und kann daher auch nicht einfrieren. Die Entleerung erfolgt entweder über ein Schotterbett oder die Regenwasserkanalisation.

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