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Hamburg: Gasaustritt durch beschädigte Erdgasleitung

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Hamburg: Gasaustritt durch beschädigte Erdgasleitung

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Hamburg wurden am späten Vormittag von Mitarbeitern einer Erdbau-Firma über den Notruf 112 zu einem Gasaustritt auf einem Baufeld in unmittelbarer Nähe zur Bundesstraße B 4/ B75 gerufen. Dort war bei Sondierungsarbeiten nach Kampfmittel-Altlasten aus dem letzten Weltkrieg eine 300 Millimeter Mitteldruck-Erdgasleitung mit 700 mbar Betriebsdruck beschädigt worden, sodass Erdgas in die Umgebung ausströmte und mit der Umgebungsluft rund um die Austrittstelle ein explosionsfähiges Erdgas-Luft-Gemisch bildete. Das Bohrgestänge verblieb in der Leitung.

Die alarmierten Einsatzkräfte sperrten den Gefahrenbereich in einem Radius von 250 Metern ab, führten mit mehreren Messtrupps und dem Spezial-Messgerät SIGIS fortlaufend Messungen an der Austrittsstelle und in der Umgebung durch und sicherten den Brandschutz durch zwei Trupps unter umluftunabhängigem Atemschutz mit je einem C-Rohr. Im Bereich um die Austrittsstelle wurden 18 Vol. % Gaskonzentration gemessen. Da die Erdgasleitung nicht abgesperrt werden konnte und es sich um eine Hauptversorgungsleitung u. a. für das Krankenhaus Groß Sand handelte, musste in Absprache mit dem Energieversorger Gasnetz Hamburg durch eine Fachfirma unter permanent abströmendem Gas eine Bypass-Leitung um die Schadenstelle erstellt werden. Während dieser zeitintensiven Maßnahme kam es im betroffenen Bereich zu erheblichen Verkehrsbehinderungen im Straßen- und Busverkehr. Die Hafenbahn musste ein Gleis sperren. Die Versorgung des Krankenhauses wurde nicht beeinträchtigt. Die Einsatzkräfte wurden aufgrund der Einsatzdauer vor Ort durch die Freiwillige Feuerwehr Ottensen mit Getränken versorgt und zwischendurch ausgetauscht. Nach Fertigstellung der Bypass-Leitung gegen 18.00 Uhr konnte die defekte Erdgasleitung entleert und belüftet werden. Die Sicherungsmaßnahmen der Feuerwehr wurden daraufhin zurückgenommen und die Einsatzstelle an Gasnetz Hamburg übergeben.

Insgesamt war die Feuerwehr Hamburg mit 25 Einsatzkräften, einem Löschzug, einem Führungsdienst (B-Dienst), dem Umweltdienst, einem Fahrzeug der Analytischen Task Force, einem Versorgungsfahrzeug und dem diensthabenden Pressesprecher vor Ort im Einsatz.

Quelle Feuerwehr Hamburg / Feuerwehrpresse.biz

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