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Sichtbare Hausnummern erleichtern die Rettung

Notfälle in der dunklen Jahreszeit

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Sichtbare Hausnummern erleichtern die Rettung

Wer eine gut sichtbare oder gar beleuchtete Hausnummer am Haus oder an der Wohnung angebracht hat, erleichtert dem Rettungsdienst im Notfall die Arbeit.  Darauf weist die Björn Steiger Stiftung zu Beginn der dunklen Jahreszeit hin. „Gut und von weitem sichtbare Hausnummern beschleunigen die Rettung“, sagt Ulrich Schreiner, Geschäftsführer im Bereich Rettungsdienst bei der Björn Steiger Stiftung. Der Grund: Ist der Notruf abgesetzt, rückt der Rettungsdienst aus. Bis er ankommt, vergeht aber Zeit – vor allem, wenn Straßen– und Sichtverhältnisse schlecht sind. „Wenn Fahrer, Notarzt oder Sanitäter noch lange in der Dunkelheit suchen, weil sie die Hausnummer nicht finden und sich erst orientieren müssen, kostet das Zeit“, so Schreiner – Zeit, die Notfallpatienten und Angehörige vielleicht nicht haben. Bei einer gut sichtbaren Hausnummer treffe das Gegenteil zu: Notarzt und Sanitäter seien schnell beim Patienten. Dies erhöhe die Überlebenschancen.

Oft sind Hausnummern noch nicht einmal im Hellen gut und schnell erkennbar, sodass für  Verwirrung gesorgt ist und die Rettung verzögert anläuft. „Häufig fehlt das Bewusstsein dafür, dass eine Hausnummer mehr ist als reine Ästhetik am Haus“, sagt Schreiner. Vielmehr erfülle sie eine sehr essenzielle Funktion: gute Erkennbarkeit des eigenen Wohnorts. Im Notfall entscheide dies über Leben und Tod.  „Außerdem ist es in den meisten Städten und Gemeinden eine baurechtliche Vorschrift“, ergänzt der Experte.

Die Björn Steiger Stiftung weist darauf hin, dass es noch mehr Möglichkeiten gibt,  für schnellen Zugang zur eigenen Wohnung zu sorgen – unabhängig von der Wetterlage. So sollte das Treppenhaus gut passierbar und beispielsweise frei von Schränken und großen Blumenkübeln sein. Denn wenn der Rettungsdienst mit einer Trage, einem Tragestuhl oder einem Bergetuch arbeitet und nicht vorbei kann, muss das Treppenhaus erst freigeräumt werden. Auch hier verstreichen im Notfall wertvolle Minuten.

Hilfreich ist auch, vor Ankunft des Rettungsdienstes dafür zu sorgen, dass Hund, Katze oder andere Haustiere nicht frei in der Wohnung herumlaufen. Stattdessen sollten sie für die Dauer des Rettungseinsatzes in ein separates Zimmer gebracht werden, aus dem sie nicht heraus können. Tiere, die eine angespannte Situation miterleben, werden häufig selbst nervös. Dies kann Notarzt und Rettungssanitäter ablenken und sie von der Arbeit abhalten. „Für Mensch und Tier ist es am besten, da vorzubeugen“, rät Schreiner. Ansonsten könne die Situation für beide kritisch werden – und damit ebenso zum Hindernis für eine erfolgreiche Rettung.

Steiger-Stiftung

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