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Technisches Hilfswerk: Unglücke kennen keine Feiertage

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Technisches Hilfswerk: Unglücke kennen keine Feiertage

Auch an den kommenden Feiertagen sind die Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerk (THW) rund um die Uhr in Bereitschaft um Menschen in Not Hilfe zu leisten. Hierzu arbeiten Sie vor Ort eng mit den Gemeinden und Städten, den Feuerwehren und der Polizei zusammen.

Sie sind bekannt, die Frauen und Männer des Technische Hilfswerk (THW). Mit ihren blauen Fahrzeugen und technischem Gerät leisten sie an 365 Tagen im Jahr und 24 Stunden am Tag Hilfe, um Menschen in Not zu retten.

So haben sie auch in diesem Jahr wieder bei vielen Unwettereinsätzen z.B. überflutete Keller ausgepumpt, entwurzelte Bäume auf Bahngleisen beseitigt oder Aufräum- und Sicherungsarbeiten durchgeführt. Auch bei vielen Unfällen unterstützten die Einsatzkräfte die zuständigen Stellen. Unbemannte Luftfahrtsysteme, Hochleistungspumpen, Notstromaggregate, Radlader, Ladekräne und Gerätekraftwagen sind nur ein kleiner Teil der Hilfsmittel, auf die dabei THW-Kräfte im Einsatz zurückgegriffen haben.

Auch im Ausland waren Einsatzkräfte des THW zum Beispiel als Krisenunterstützungsteam nach dem Hurrikan Irma in den USA eingesetzt. Für die Beobachtermission der Vereinten Nationen (VN) in Kolumbien errichteten Experten des THW ein Informations- und Kommunikationsnetz außerdem vernichteten sie mit Diamantkappsägen und Plasmaschneidgeräten die Waffen der ehemaligen FARC-Rebellen. Diese hatten die Gewehre, Pistolen und Granatwerfer aus 750 Verstecken zuvor den VN-Beobachtern übergeben. In der autonomen Region Kurdistan im Nordirak arbeitet das THW seit 2013 daran, syrischen Flüchtlingen und irakischen Binnenvertriebenen möglichst sichere Zufluchtsorte zu bieten. Die Maßnahmen des THW in den Flüchtlingscamps sollen nachhaltig wirken. Dafür bildet das THW dort Bewohnerinnen und Bewohner aus und fördert soziales Engagement. Weiterhin unterstützten Kommunikationsexperten des THW die Missionen der Europäischen Gemeinschaft in der Ukraine und Peru. Seit Oktober, bereiten Ehrenamtliche Ausbilderinnen und Ausbilder des THW, sowie ein hauptamtliches Projektteam den jordanische Zivil- und Katastrophenschutz in Amman erstmals auf mögliche Einsätze vor. Dabei wurden die Ausbildungsinhalte speziell an die Gegebenheiten des Landes angepasst. Auf dem Programm stehen etwa Einsatzkommunikation, Arbeitssicherheit, Brandschutz und Erste Hilfe.

Insgesamt leisteten die Ehrenamtlichen im Jahr 2017 bisher fast zwei Millionen Stunden freiwillige Arbeit für die Gemeinschaft. In “angestellte Vollzeitkräfte” umgerechnet, würde man hierfür ca. 1.150 Menschen beschäftigen müssen, so THW Landesbeauftragter Werner Vogt.

Anmerkung: Folgende Anteile entfallen hierbei auf die jeweiligen Bundesländer: Hessen: 930.000 Stunden = 547 angestellte Vollzeitkräfte Rheinland-Pfalz: 630.000 Stunden = 370 angestellte Vollzeitkräfte Saarland: 402.000 Stunden = 235 angestellte Vollzeitkräfte.

Allgemeiner Hinweis: Das THW ist die ehrenamtliche Einsatzorganisation des Bundes. Das Engagement der bundesweit rund 80.000 Freiwilligen, davon die Hälfte Einsatzkräfte, ist die Grundlage für die Arbeit des THW im Bevölkerungsschutz. Mit seinem Fachwissen und den vielfältigen Erfahrungen ist das THW gefragter Unterstützer für Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und andere. Das THW wird zudem im Auftrag der Bundesregierung weltweit eingesetzt. Dazu gehören unter anderem technische und logistische Hilfeleistungen im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der Europäischen Union sowie im Auftrag von UN-Organisationen.

Quelle: THW Landesverband Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland – Pressesprecher Michael Walsdorf

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