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Eschweiler: Dekontaminationsübung der Feuerwehr

Eschweiler: Dekontaminationsübung der Feuerwehr

Gegen 20 Uhr betätigte am gestrigen Abend ein Mitarbeiter der Spedition Hinzen, in der Herman-Hollerith-Straße, einen Druckknopfmelder zur Auslösung des Feueralarms.

Bei der Meldung durch die automatische Brandmeldeanlage des Spedition, wurden lediglich die Einsatzkräfte der Löschzüge Dürwiss und Weisweiler alarmiert, da die Einheiten der Feuer- und Rettungswache sowie die Drehleiter maßgeblich in Einsatzwaren.

Was sich hier nach einem realistischen Szenario anhört, ist jedoch eine ausgeklügelte Übung der genannten Einheiten.

Bei dem Eintreffen der Einsatzkräfte, wurde diesen durch einen Mitarbeiter der Spedition mitgeteilt, dass aus einem 1000l IBC (Intermediate Bulk Container) ca. 200 Liter eines ihm unbekannten Produktes ausgetreten sind und ein Mitarbeiter verletzt sei.

Umgehend ging ein Trupp unter schwerem Atemschutz zur Erkundung und Personenrettung vor. Ein weiterer Trupp, ebenfalls unter schwerem Atemschutz, versuchte die Daten des austretenden Produktes zu identifizieren.

Bei der Erkundung konnte der Austritt des Stoffes bestätigt werden. Die gewonnenen Daten wurden mit dem Messzug abgeglichen, welcher die Vorgehensweise zur Verhinderung der Ausbreitung mit festlegte. Da es sich zum einen um eine Übung handelte und die Außentemperaturen trotz der frühen Abendstunden noch immer sehr hoch waren, wurde auf den Einsatz von CSA (Chemikalienschutzanzug) schwerem Atemschutz verzichtet. Hier wurden dann Filtermasken und Einweganzüge eingesetzt, um die Arbeit etwas zu erleichtern.

Vor der Speditionshalle wurde parallel zum dargestellten Vorgehen ein Not-Dekon Platz aufgebaut um die Einsatzkräfte bis zum fertigen Aufbau des Dekontaminationsplatzes dekontaminieren zu können.

Im Vordergrund standen bei der Übung das Vorgehen nach Laufkarten sowie der Umgang mit Objektplänen, die Anwendung der GAMS – Regel, die Festigung der Zusammenarbeit der Einheiten sowie in dem Aufbau eines Not-Dekon Platzes. Im Anschluss an die Übung, wurde umgehend die Einsatzbereitschaft aller Fahrzeuge wieder hergestellt.

Gemeinsam fuhren alle Einsatzkräfte das Feuerwehr-Gerätehaus in Dürwiss an, da hier der Übungsabend im Rahmen der Nachbesprechung und Manöverkritik  bei Gegrilltem und kühlen alkoholfreien Getränken zum Ausklingen gebracht wurde.

Insgesamt waren knapp 35 Einsatzkräfte mit neun Fahrzeugen an der Übung beteiligt.

Quelle: David Brieger – Feuerwehrpresse.biz

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