Lexikon

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A

ABC – Einsatz
Unter dem Begriff ABC-Einsatz werden alle Einsätze zusammengefasst, bei denen atomare (radioaktive), biologische und chemische Gefahren das Leben von Menschen oder Tieren oder die Umwelt bedrohen. Nach dem 11. September 2001 wurde das ABC-Schutzkonzept wieder in den Vordergrund geschoben (nachdem man nach dem Ende des Ost-West-Konfliktes in der BRD dem ABC-Schutz in den 90er Jahren kaum Beachtung geschenkt hatte).
Aus Sicht der Feuerwehr handelt es sich bei den meisten dieser Einsätze um die sogenannten GSG-Einsätze (GSG = Gefährliche Stoffe und Güter). Einsatztaktisch unterscheiden sich GSG-Einsätze auch kaum von den modernen ABC-Einsätzen, trotzdem ist es sinnvoll, die Regelungen die man bisher auf verschiedene Einsatzgebiete verteilte zu bündeln und für ein gemeinsames taktisches Vorgehen nutzbar zu machen. Am deutlichsten wurde das durch die Entscheidung gemacht, dass die ehemaligen Dienstvorschriften der Feuerwehr (FwDV) 9/1, 9/2 (Strahlenschutz) und 14 (Gefährliche Stoffe) zur DV 500 zusammengefasst und taktisch aneinander angeglichen wurden.
ABC-Pulver
Löschpulver für die Brandklassen A, B und C (siehe Brandklassen).
Abrollbehälter Betreuung (AB Betreuung)

Einige Feuerwehren aber auch andere Hilfsorganisationen verwenden einen Abrollbehälter Betreuung um ihren Einsatzkräften bei längeren Einsätzen oder Großveranstaltungen einen Sozialraum für Pausen zur Verfügung stellen zu können. Diese Container sind meist mit Sitzgelegenheiten, kleinen Küchen und Kaffeemaschinen ausgestattet. Die Abrollbehälter Betreuung (AB Betreuung) werden auch für kleinere betreuungsdienstliche Aufgaben, zur kurzfristigen Unterbringung von Betroffenen verwendet.

Abrollbehälter Einsatzleitung (AB-EL)
Der Abrollbehälter Einsatzleitung (AB-EL) wird von der Führungsgruppe zur Koordination mittlerer und größerer Einsätze der Feuerwehr und des Katastrophenschutzes genutzt. Es wird häufig anstelle eines ELW 2 genutzt; mehrere Abrollbehälter können auch die Leistungsfähigkeit eines ELW 3 ergeben.
Abrollbehälter Rüst (AB Rüst)
Auf einem Abrollbehälter Rüst (AB Rüst) sind Gerätschaften zur Technischen Hilfe verladen. Dieser wird unter anderem bei Verkehrsunfällen eingesetzt. Mit schweren hydraulischen Rettungsgeräten können eingeklemmte Personen aus den Fahrzeugen befreit werden. Der Abrollbehälter Rüst ( AB Rüst) ist beladungstechnisch mit einem Rüstwagen vergleichbar.
Abrollbehälter Sand (AB Sand)
Für den Abtransport von verschmutzten oder kontaminierten Gerätschaften und Stoffen halten einige Feuerwehren auch Mulden in Form von Abrollcontainern vor. Der Abrollbehälter Sand (AB Sand) ist jedoch mit Sandsäcken gefüllt um bei Unwetterlagen und Überschwemmungsgefahr schnell einsetzbar zu sein.
Abrollbehälter Schlauch (AB Schlauch)
Der Abrollbehälter Schlauch (AB Schlauch) wird bei Großbrandeinsätzen verwendet, um längere Schlauchleitungen zu verlegen; z. B. um einen Waldbrand zu löschen, der weit von einer Stadt oder einem Gewässer entfernt ist, oder wenn die vor Ort vorhandenen Wasserreserven aufgebraucht sind. Oftmals dient als Orientierung die Beladung eines Schlauchwagen 2000.
Abrollbehältern Mulde (AB Mulde)

Für den Abtransport von verschmutzten oder kontaminierten Gerätschaften und Stoffen halten einige Feuerwehren auch Mulden in Form von Abrollbehältern Mulde (AB Mulde) vor.

Absturzsicherung / AbStuSi
Absturzsicherung ist das Sichern von Einsatzkräften bei Arbeiten mit Absturzgefahr. Die Absturzsicherung bedarf einer speziellen Ausbildung und Ausrüstung der Einsatzkräfte.
Abwehrender Brandschutz
Der abwehrende Brandschutz ist eine Aufgabe der Feuerwehr und bildet das Gegenstück zum vorbeugenden Brandschutz. Abwehrender Brandschutz ist alles, was die Feuerwehr unternimmt, wenn ''das Kind in den Brunnen gefallen ist'', es also schon brennt. Es ist die Tätigkeit, die man primär mit Feuerwehr in Verbindung bringt.
AFFF
AFFF ist ein Löschmittel und die Abkürzung für Wasserfilmbildendes Schaummittel (engl.: aqueous film forming foam) auch A3F.
AFFF gehört zur Gruppe der Filmbildenden Schaummittel. Diese werden unterteilt in alkoholbeständige und nicht alkoholbeständige Schaummittel. Gemeint ist hiermit die Fähigkeit Flüssigkeitsbrände zu löschen, bei denen der Brennstoff löslich (Alkohol, polare Flüssigkeiten) oder unlöslich (Mineralöl, unpolare Flüssigkeiten) in Wasser ist.
Agt
Atemschutzgeräteträger
Alarmierungssysteme der Feuerwehr
Die Alarmierung der Feuerwehren durch die Leitstelle kann über verschiedene Methoden erfolgen.

Funkalarmierungssystem
Eine Methode ist die stille Alarmierung von Einsatzkräften über tragbare Funkmeldeempfänger (FME, auch Piepser oder Pieper). Im Einsatzfall werden diese FME durch die Leitstelle ausgelöst. Das System ist innerhalb des BOS-Funk, also auch bei der Feuerwehr, Deutschlandweit standardisiert, wobei gerade ein Generationenwechsel von alten analogen Funknetz hin zur digitalen Übertragung stattfindet.

Analoges System
Die analogen Funkmeldeempfänger sind seit 1975 innerhalb der BRD bundeseinheitlich geregelt und empfangen auf der normalen Funkfrequenz einer Stadt bzw. eines Landkreises. Die Alarmierung erfolgt über das Senden einer speziellen Fünftonfolge, bei der nacheinander 5 kurze Töne unterschiedlicher Freuenz (zwischen 1060 Hz und 2400 Hz) gesendet werden. Die Tonhöhe (also Frequenz) steht hierbei für eine Ziffer von 0 - 9, bzw. ein Wiederholzeichen (damit nicht aufeinanderfolgend zweimal derselbe Ton gesendet wird).

Jede Feuerwehr hat für ihre Funkmeldeempfänger und Sirenen ein, oder auch mehrere, dieser Nummern zugeteilt bekommen. Die erste Ziffer steht hierbei für das Bundesland (5=Hessen, 8=Rheinland-Pfalz etc.), die vier weiteren Ziffern wurden durch das Bundesland vergeben.

Zur Alarmierung wird diese Fünftonfolge der zu alarmierenden Feuerwehr von der Leitstelle über Funk (4m-Band) gesendet, gefolgt von einer Durchsage, meist über die Art des Einsatzes. Über entsprechende Alarmierungspläne ist es den Feuerwehren möglich, je nach Art des Einsatzes zu bestimmen, welche Fünftonfolgen gesendet werden, um somit die die Alarmierung der Einsatzkräfte an die Sachlage anzupassen. Von manchen Leitstellen wird nach der Fünftonfolge vor der Durchsage erst noch ein so genannter Weckton gesendet. Um eine Sirene auszulösen folgt üblicher weise anstelle der Durchsage ein Steuerton. Dieser charakteristische Brummton wird auch Sirenenton genannt.

Digitales System
Die digitale Alarmierung wird im 70cm-BOS-Band realisiert. Somit wird der normale BOS-Sprechfunkverkehr im 4m-Band nicht belastet. Digitale Alarmierungen werden durch einen digitalen Alarmgeber, welche über einen digitalen Alarmsetzter ausgesetzt werden, duchgeführt. Zum Empfang benötigt man einen digitalen Meldeempfänger. Der Alarm wird in Form von Textnachrichten (Einsatzort, Einsatzstichwort usw.) übertragen. Weiterhin bietet die digitale Alarmierung eine bessere Übertragungs- und Empfangsbereitschaft, zum Beispiel in Gebäuden.

Sirenenalarmierung
Eine zweite Methode ist die laute Alarmierung über eine oder mehrere im Ort installierte Sirenen. Bei Feuerwehren mit hoher Einsatzfrequenz wird diese Methode in den meisten Fällen nicht angewendet, um eine Lärmbelästigung der Bevölkerung aus dem Weg zu gehen. Allerdings gehen auch Feuerwehren den entgegengesetzten Weg und lassen die Sirene bewusst auslösen, um der Bevölkerung zu zeigen, dass sie wieder unterwegs sind. Die Sirenen können ebenfalls von der Leitstelle über Funk ausgelöst, aber auch vom Feuerwehrhaus selbst, wo oft auch auf der Außenseite des Hauses ein Druckknopfmelder angebracht ist.

SMS-Alarmierung
Eine relativ neue Methode alamiert die Feuerwehrangehörigen durch eine SMS auf ihr Mobiltelefon. Vorteil ist das es sich um eine vergleichsweise billige Methode handelt, da die Infrastruktur und die Endgeräte meist vorhanden sind. Nachteil ist das SMS ein best effort Service ist, das heißt es kann mehrere Stunden dauern bis eine Alarm- Nachricht ankommt, oder sie kann sogar ganz verloren gehen. Ein weiterer Nachteil, dass bei Stromausfall die Mobilfunksender auch nur eine beschränkte Zeit eine Notstromversorgung haben und dann ein Handynetz nicht mehr zur Verfügung steht. Dies hat sich vor allem im Katastropheneinsatz wie Hochwasser als nachteilig herausgestellt. Deshalb wird diese Methode, wenn es finanziell für die einzelne Feuerwehr möglich ist nur als Zusatzalarmierung oder als Benachrichtigung verwendet.
Alarmzentrale
Eine Alarmzentrale, häufig auch Rettungsleitstelle, Leitstelle oder Einsatzzentrale, Zentrale genannt, ist ein Kommunikationszentrum, wo Notrufe bei Ereignissen, bei denen Hilfe notwendig ist, angerufen werden kann.

In der Alarmzentrale werden dann weitere Hilfsorganisationen über Funk, Telefon oder auf andere Art verständigt werden, bei dem Ereignis tätig zu werden.

Es kann auch die Bevölkerung zum Beispiel durch Radiodurchsagen oder durch Sirenen gewarnt oder alarmiert werden. Es werden auch Versuche und Überlegungen angestellt, die Bevölkerung mittels SMS oder über Funkuhren zu warnen.

Auch während des weiteren Verlaufs des Einsatzes können die Hilfskräfte unterstützt und koordiniert werden. So kann die Alarmzentrale während eines Ereignisses zu einer Stabsstelle erweitert werden.

Eine Alarmzentrale ist normalerweise rund um die Uhr besetzt, anderenfalls müssen Anforderungen automatisch zu einer anderen besetzten Stelle weitergeleitet werden.

Eine Alarmzentrale kann entweder nur für eine Organisation oder aber übergeordnet für mehrere Organisationen tätig sein.

Die Besatzung einer Alarmzentrale muss gute Kenntnisse über die Hilfsmöglichkeiten der jeweiligen Organisation, gute Ortskenntnisse und Koordinationsfähigkeiten haben und muss gruppen- und stressfähig sein. Es müssen auch genügend Hilfsmaterialien vorhanden sein, wie Alarmpläne, Kartenmaterial, Telefonanschlüsse, Funk, EDV-Unterstützung oder Tonaufzeichnungsgeräte, etc.

Die häufigsten Alarmzentralen sind jene von:
* Polizei * Rettungsdienst * Feuerwehr

(zum Teil in so genannten integrierten Leitstellen, d.h. Feuerwehr und Rettungsdienst sind in einer Leitstelle untergebracht)

Aber auch andere Organisationen haben solche Einrichtungen:

* Elektrizätswerke * Gaswerke * Wasserwerke * Automobilclubs
Angriffstrupp
Der Angriffstrupp ist eine taktische Untereinheit der Gruppe innerhalb der Feuerwehr. Er besteht mindestens aus zwei Einsatzkräften (Truppführer, Truppmann).

Aufgaben
Seine Hauptaufgabe ist laut den geltenden Feuerwehrdienstvorschriften (FwDV) die Rettung von Menschen und Tieren. Als Rettung gilt die unmittelbare Befreiung von Personen und Tieren und die Durchführung von lebensrettenden Sofortmaßnahmen.

Löscheinsatz
Der Angrifftstrupp nimmt bei einem Brandeinsatz (Brandbekämpfung) i.d.R. das erste Rohr (in Angriffsrichtung linker Abgang des Verteilers) vor. Bei allen Einsätzen, bei denen eine Gefahr durch Einwirkung von Atemgiften droht, rüstet sich der A-Trupp mit entsprechendem Atemschutz aus (siehe Atemschutz). Die anderen Trupps einer Löschgruppe sind der Wassertrupp und der Schlauchtrupp. Nach Erfüllung ihrer spezifischen Aufgaben (siehe FwDV 3 und 4) werden Wasser- und Schlauchtrupp 2. und 3. Angriffstrupp.

In Deutschland wurden die Aufgaben des Angriffstrupps beim Löscheinsatz in den FwDV 3 und 4, Die Staffel im Löscheinsatz und Die Gruppe im Löscheinsatz, für die Technische Hilfeleistung in der FwDV 13/1, Die Gruppe im Technischen Hilfeleistungseinsatz, Teil1: Grundregeln festgelegt. Zukünftigt regelt die neue FwDV 3 (Einheiten im Löscheinsatz) ausgehend von der Löschstaffel bis hin zum Löschzug die Tätigkeiten im Löscheinsatz.
Arbeitsleine
Arbeitsleinen sind rot gefärbte, im Leinenbeutel aufbewahrte Leinen mit einer Länge von 20 m, die nicht zur Menschenrettung verwendet werden dürfen. Sie finden, wie der Name schon sagt, nur bei „Arbeiten“ Verwendung.
Armaturen
Als wasserführende Armaturen werden Geräte bezeichnet, die von Wasser durchflossen werden. Sie schaffen die Verbindung zwischen Pumpen und Schläuchen.
Atemgift
Atemgifte sind Stoffe, die sich beim Einatmen schädigend auf die Atemwege oder den Körper des Menschen auswirken

Die Wirkung der Atemgifte ist sehr unterschiedlich, aber prinzipiell abhängig von der Konzentration und der Einwirkungsdauer. Die schädigende Wirkung kann zum sofortigen Tod oder einer chronischen Schädigung (z.B. bei Asbest) führen.

Als Faustregel für den Schutz vor Atemgiften gilt (3-A Regel):
Abstand, Abschirmung, Aufenthaltsdauer:

- Abstand: Je größer der Sicherheitsabstand, umso geringer ist die Konzentration des Stoffes. - Abschirmung: Die Atemgifte gar nicht erst an den Körper heran kommen lassen, z.B. mittels Atemschutz. - Aufenthaltsdauer: Nur so kurz wie möglich in den Kontakt mit Atemgiften kommen. Einteilung der Atemgifte
Atemgifte kann man anhand der schädigenden Wirkung einteilen in: - Atemgifte mit erstickender Wirkung - Atemgifte mit Reiz- und Ätzwirkung - Atemgifte mit Wirkung auf Blut, Nerven und Zellen

Atemgifte mit erstickender Wirkung
Diese sind nicht im eigentlichen Sinne giftig, sondern sorgen in hoher Konzentration als Stickgase für die Verdrängung des zur Atmung notwendigen Sauerstoffs. Die Anwesenheit dieser Stickgase, beziehungsweise das Fehlen des notwendigen Sauerstoffes ist nicht mit den menschlichen Sinnesorganen wahrnehmbar.

Beispiele sind Stickstoff oder Flüssiggas

Einziger Schutz ist das Tragen von umluftunabhängigen Atemschutzgeräten, beispielsweise Pressluftatmern.

Atemgifte mit Reiz- und Ätzwirkung
Diese reizen oder zerstören das Gewebe der Atmungsorgane, und sorgen für eine oft lange dauernde Schädigung.

Beispiele sind: Säuredämpfe, Ammoniak oder nitrose Gase

Atemgifte mit Wirkung auf Blut, Nerven und Zellen
Diese Atemgifte werden über die Atmungsorgane in das Blut aufgenommen, wo sie in anderen Körperorganen eine direkte Schädigung herforrufen, oder die Steuerung der Funktion von Organen beeinflussen.

Beispiele sind: Kohlenmonoxid, Blausäure, Dioxine und die chemischen Kampfstoffe Tabun, Soman, Sarin, VX, Kohlendioxid
Atemschutz
Unter Atemschutz versteht man jede Handlung, die darauf zielt, schädliche Einflüsse über die Atmung von bestimmten Personen fernzuhalten.

Dies kann z.B. bei Angehörigen der Feuerwehr der Fall sein, oder bei Personen, die beruflich Gefahrstoffen ausgesetzt sind, die über die Atemwege wirken.

Man unterscheidet zwischen - umluftabhängigen und - umluftunabhängigen Atemschutz.

Umluftabhängiger Atemschutz
Das Atemschutzgerät, früher als Gasmaske bezeichnet, ist ein Filtergerät und besteht aus - Atemschutzmaske (auch als Atemanschluß bezeichnet) und einem - Filtereinsatz in den Ausführungen - Partikelfilter für Schwebstoffe, z. B. Asbest - Gasfilter als Absorptionsfilter (meist Aktivkohle) oder katalytischer Filter für Kohlenmonoxid oder - Kombifilter (nomen_est_omen)

Beim Einsatz von Filtergeräten muss gewährleistet sein, dass mindestens 15% Sauerstoff in der Atemluft vorhanden sind. Die Einsatzgrenzen der Filtergeräte werden meist nicht von der Leistungsfähigkeit der Filter sondern von der Dichtigkeitsgrenze der Maske bestimmt. Da beim Einatmen in der Maske ein Unterdruck entsteht, kann über unvermeidliche Leckagen der Maske der Schadstoff in die Atemwege gelangen.

Umluftunabhängiger Atemschutz
Enthält die Umgebungsluft zuwenig Sauerstoff, oder sind giftige Gase vorhanden, die durch einen Partikelfilter nicht absorbiert werden können, dann muss umluftunabhängiger Atemschutz verwendet werden, so genannte Isoliergeräte.

Meist werden als Isoliergeräte Pressluftatmer verwendet, bei denen die Atemluft in Druckluftflaschen gespeichert ist. Aufgrund der begrenzten Luftmenge ist jedoch die Einsatzzeit meist (je nach Anstrengung) auf 15 - 45 Minuten begrenzt. Wird eine längere Einsatzdauer von mitunter mehreren Stunden erforderlich (z.B. im Bergbau oder im Tunneleinsatz), kommen so genannte Regenerationsgeräte oder Kreislaufgeräte zum Einsatz, bei denen aus der ausgeatmeten Luft das Kohlendioxyd herausgefiltert wird, und die vorhandene Restluft wieder mit reinem Sauerstoff angereichert der Einatemluft zugeführt werden kann.

Da im Einsatz bei der Feuerwehr schwer feststellbar ist, ob wirklich genug Sauerstoff vorhanden ist, muss man fast immer vom schlechteren Fall ausgehen. Deshalb wird hauptsächlich der umluftunabhängige Atemschutz eingesetzt.


Atemschutzkompressor
Als Atemschutzkompressor bezeichnet man einen Verdichter mit dem man die Atemschutzflaschen für Atemschutzgeräte oder Tauchgeräte mit Pressluft befüllen kann.

Es handelt sich dabei meist um einen mehrstufigen Kolbenkomressor, da er Drücke von mindestens 200 bar, meist aber auch 300 bar erreichen muss. Angetrieben werden die Kompressoren meist mit einem Elektromotor.

An der sogenannten Füllleiste, werden die Pressluftflaschen mit ihren Ventilen angeschraubt. Nach dem Befüllen muss jeweils die Leitung zwischen Flaschenventil und Kompressorventil entlüftet werden, da die Verschraubung unter Druck nicht lösbar wäre.

Es gibt je nach Einsatzzweck stationäre oder transportable Kompressoren.

Bei den Feuerwehren werden in den Atemschutzfahrzeugen transportable Kompressoren mitgeführt. Aus Kostengründen werden stationäre Kompressoren nur bei größeren Wehren stationiert, die dann auch die Flaschen der kleineren Wehren befüllen.

Wichtig ist immer der Aufstellungsort des Kompressors, bzw. die Ansaugstelle der Füllluft, damit die Flaschen nur mit reiner Luft befüllt werden. Speziell bei Einsatz des Kompressors bei Einsätzen vor Ort ist es wichtig, dass man die Windrichtung beachtet, so dass keine Brandgase angesaugt werden.

Beim Befüllen von Atemschutzflaschen ist Sicherheit das oberstes Gebot. deshalb sind regelmäßige Wartungen und Überprüfungen notwendig. Darüber ist genau Buch zu führen. Das selbe gilt für das Befüllen selbst. Vor dem Befüllen muss die Flasche genau kontrolliert auf sichtbare Schäden werden. Auch das letzte Prüfdatum darf nicht länger als fünf Jahre zurückliegen.
Atemschutzsammelplatz
Ein Atemschutzsammelplatz wird bei Feuerwehreinsätzen notwendig, wenn mehrere Atemschutztrupps eingesetzt werden.

Um eine genaue Übersicht zu haben, welche Feuerwehrangehörigen mit einem Atemschutzgerät in Einsatz ist, muss genau Protokoll geführt werden. Dabei wird von einem Ablaufposten mitgeschrieben, wann jemand den Atemschutz anlegt und wann er wieder aus dem Bereich herauskommt. Außerdem hat der Leiter des AS die Übersicht, wieviele Atemschutzträger er immer zur Verfügung hat.

Wichtig ist, wie bei jedem Atemschutzeinsatz, dass auch ein Reservetrupp vorhanden ist, der bei Gefahr in Verzug nur die Lungenautomaten an die Maske anschließen muss und dem gefährdeten Trupp zu Hilfe kommen kann.

Außerdem werden bei einem AS leere Flaschen der Pressluftatmer durch voll ersetzt. An diesem Platz werden auch die Geräte durch die Trupps aufgenommen und abgelegt. Dazu gibt es jeweils gekennzeichnete Plätze.

Der AS muss immer außerhalb des Gefahrenbereichs liegen, damit keine Gefährdung der Kameraden eintritt.

Auch mobile Atemschutzkompressoren oder grosse Füllflaschen können hier plaziert werden, um die leeren Flaschen wieder aufzufüllen.

Durch die zunehmende Bedeutung der Verunreinigung durch Brandgase kann auch eine Kombination von Atemschutz- und Dekontaminationsplatz günstig sein.

B

Backdraft
Backdraft bedeutet im Feuerwehrjargon eine gefährliche Unterart der Rauchdurchzündung.

Es kommt in einem geschlossenen Raum zu einem Brand, der jedoch mangels Sauerstoff bald wieder, eventuell über die Zwischenstation Schwelbrand, verlischt. Im Raum befinden sich durch die vorhergegangene Pyrolyse jedoch noch brennbare Gase und Dämpfe. Der Raum kühlt nun langsam ab, die Gase verlieren dadurch an Volumen, es entsteht ein Unterdruck. Wird nun z.B. eine Tür geöffnet, wird durch den Unterdruck frische Luft von ausserhalb angesaugt, das Gemisch ist zündfähig. Wenn nun noch eine Zündquelle vorhanden ist (Glutnester etc.), explodiert das Gemisch mit u.U. verheerenden Auswirkungen.

Der entstehende Unterdruck, das (annährende) Verlöschen des eigentlichen Brandes und die stärkere Explosion sind deutliche Unterscheidungskriterien zur normalen Rauchdürchzündung, dem so genannten Flashover oder dem so genannten Rollover.
Berufsfeuerwehr
Eine Berufsfeuerwehr ist eine öffentliche Feuerwehr. Sie besteht aus hauptamtlich arbeitenden Einsatzkräften des feuerwehrtechnischen Dienstes (nach DIN 14011 Teil 9). Die Einrichtung einer Berufsfeuerwehr ist in deutschen Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern vorgeschrieben.

Gearbeitet wird meist in 24 Stunden Schichten, d.h. 24 Stunden arbeiten und dann 48 Stunden frei.

In einer Freiwilligen Feuerwehr können zur Unterstützung hauptamtliche Kräfte hinzugezogen werden.

Ausbildung
Um Berufsfeuerwehrmann zu werden ist eine abgeschlossene Berufsausbildung, vorzugsweise in einem handwerklichen Beruf, nachzuweisen. Die Ausbildung zum Feuerwehrmann dauert 2 Jahre.
Betriebsfeuerwehr
Eine Betriebsfeuerwehr ist ähnlich einer Werksfeuerwehr, jedoch fehlt ihr die staatliche Anerkennung. Sie ist aus versicherungstechnischen Gründen in Betrieben eingerichtet, die zwar noch keine Werksfeuerwehr aufstellen müssen, jedoch aufgrund der aus der Betriebsfeuerwehraufstellung folgenden Brandschutzversicherungsrabatte finanziell mit Feuerwehr besser dastehen als ohne.
BOS
Zu den Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) gehören in Deutschland alle Organisationen, die der inneren Gefahrenabwehr oder Nächstenhilfe dienen. Umgangssprachlich werden sie auch Blaulichtorganisationen genannt, da sie das Recht haben, ihre Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht und Folgetonhorn auszustatten.

Die BOS stellen die Abwehr von Gefahren aufgrund eines öffentlich-rechtlichen Auftrags oder ehrenamtlicher Initiative sicher.

Zu den BOS gehören neben öffentlichen Organisationen auch gemeinnützige Vereine und im Rettungsdienst auch private Unternehmen. BOS sind neben den Polizeien und den Feuerwehren auch die Organisationen des Rettungsdienstes und Katastrophenschutzes.

Nicht Teil der BOS sind private Sicherheitsdienste und die Bundeswehr an sich, da nur Einrichtungen berücksichtigt sind, die für die innere Sicherheit oder die Nächstenhilfe zuständig sind. Einige Einheiten der Bundeswehr die am Rettungsdienst beteiligt sind (SAR), können aber zu den BOS gehören.

Auch die Ordnungsämter werden nicht zu den BOS gezählt. Sind diese landesrechtlich (z.B. in Hessen) als Teil der Polizei anzusehen, so können sie als polizeiliche BOS gelten.

Die BOS in Deutschland verwenden ein eigenes Funknetz, den BOS-Funk, in Österreich das Funksystem der BOS, welcher Teil des nicht-öffentlichen mobilen Landfunks ist.

BOS-Funk
Der BOS-Funk in Deutschland ist Sprechfunk, der von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) verwendet wird, und ist in Deutschland in der 1984 verabschiedeten so genannten Meterwellen-Richtlinie von Bundesministerium für das Post- und Fernmeldewesen reglementiert.

Ziel der Reglementierung ist es, den sicheren und störungsfeien Funkbetrieb zu gewährleisten.

Mittlerweile wird der gute alte Analogfunk durch die neue Digitaltechnik TETRA abgelöst. Dieses bedeutet nicht nur einen enormen Kostenaufwand für die Anschaffung der Geräte sondern auch nachträgliche Kosten, da die Digitalfunkgeräte nach 6-7 Jahren bereits für neue Software-Updates nicht mehr geeignet sind. Hier müssen dann neue Geräte sowie Zubehör beschafft werden. Im Gegensatz zum Digitalfunk hielten die Analogen Funkgeräte problemlos 20-30 Jahre und waren meist sehr leicht zu reparieren.
Brand
Ein Brand ist ein sich unkontrolliert ausbreitendes Feuer, das in der Landschaft und in Siedlungen Schäden anrichtet.

Brände lassen sich nach ihrer Größe in drei Kategorien einteilen. Diese Einordnung hilft entsprechende Gegenmaßnahmen, wie die Alarmierung von Einsatzkräften der Feuerwehr, im Bereich des Brand- und Katastrophenschutz zu treffen.

Entstehungsbrand In der Anfangsphase eines Brandes ist das Feuer noch sehr klein und noch nicht so heiß. Je schneller ein Brand entdeckt wird, umso einfacher lässt er sich Löschen. Hierfür eignet sich insbesondere ein Feuerlöscher oder eine Kübelspritze.

Kleinbrand Beispiele für Brände kleinerer Ausdehnung sind Pkw-Brände, Rasenbrände oder brennende Mülltonnen.

Mittelbrand Beispiele für Brände mittlerer Ausdehnung sind Zimmerbrände, mehrere brennende KFZ, LKW-Brände, Brände auf Müllkippen, Gebäudebrände, Schienenfahrzeugbrände, kleinere Waldbrände

Großbrand Beispiele für Brände großer Ausdehnung sind Tankzugbrände, Tanklagerbrände, Brände von Großobjekten, Industriebetrieben und landwirtschaftlichen Anwesen, größere Waldbrände.
Brandbekämpfung
Die Brandbekämpfung, also das Löschen von Bränden ist die ursprünglichte Aufgabe der Feuerwehren. Das meist eingestzte Löschmittel ist Wasser, das früher hauptsächlich in Eimern getragen wurde, und später mit Handdruckspritzen gepumpt wurde.

Löschverfahren und Löschwirkungen
Alle Methoden der Brandbekämpfung dienen dem Zweck, einen Brand (also eine Verbrennung) zu löschen. Die unterschiedlichen Löschverfahren wirken, indem sie verhindern, dass alle Grundvoraussetzungen für eine Verbrennung gegeben sind.

Voraussetzungen für eine Verbrennung
- Brennbares Material in ausreichender Menge - Sauerstoff - Wärme, um die Zündtemperatur zu erreichen, oder die Mindestverbrennungstemeratur zu halten - Das richtige Mengenverhältnis des brennbaren Stoffes mit der Umgebungsluft - Ein Katalysator

Löschverfahren
Um eine Verbrennung zu unterbinden ist es ausreichend eine der Voraussetzungen nicht zu erfüllen. Der brennbare Stoff kann normalerweise nicht einfach entfernt werden (jedoch kann oft verhindert werden, dass zum Beispiel brennbare Gase oder Flüssigkeiten weiter auslaufen oder ausströmen).

Abkühlung
Der Entzug von Wärme wird durch Abkühlung erreicht, indem das Löschmittel durch Erwärmen oder Verdampfen der Brandstelle Wärme entzieht. Hierzu eignet sich Wasser sehr gut, da es fast überall in großen Mengen vorhanden ist, und ein hohes Wärmebindungsvermögen besitzt.

Ersticken
Der Entzug von Sauerstoff erfolgt hauptsächlich durch Ersticken, indem man den Sauerstoff vom brennbaren Stoff fernhält oder ihn verdrängt. Dies kann durch einfaches Abdecken mit einer Decke, oder Überziehen mit einer Luftundurchlässigen Schicht, beispielsweise von Schaum erfolgen. Stickgase wie Kohlendioxid oder Inergen verdrängen den Sauerstoff.

Antikatalytische Wirkung
Die antikatalytische Wirkung (auch Inhibition genannt) beruht darauf, dass die für die Verbrennung mit Flamme notwendigen Radikale durch Rekombination unwirksam gemacht werden.

Hauptlöschwirkung und Nebenlöschwirkungen
Die unterschiedlichen Löschmittel haben meist nicht nur eine, sondern auch mehrere Wirkungen beim Löschen. Die Hauptöschwirkung ist die, welche den größten Einfluss auf die Verbrennung hat. Bei Wasser ist es die abkühlende Wirkung, bei Schaum hingegen das Ersticken.

Nebenlöschwirkungen wirken zusätzlich zur Hauptlöschwirkung. So deckt das Wasser den brennbaren Stoff mit einem dünnen Film ab, wirkt also leicht erstickend. Der Schaum enthält Wasser, welches somit auch abkühlend wirkt.

Vorgehensweise
Um einen schnellen und sicheren Erfolg beim Löschen zu erzielen, soll die Brandbekämpfung möglichst stark und gleichzeitig erfolgen. Beim Einsatz von Feuerlöschern sollten diese daher gleichzeitig und nicht nacheinander eingesetzt werden.

Speziell bei Zimmerbränden oder Wohnhausbränden unterscheidet man zwei Vorgehensweisen:

Außenangriff
Beim Außenangriff erfolgt die Brandbekämpfung von außerhalb des Gebäudes, es wird also durch die Fenster gespritzt. Dies ist die für die Feuerwehrleute sicherere Methode, jedoch ist das Risiko eines Wasserschadens größer, da man bei starker Rauchentwicklung oft nicht erkennen kann, ob man überhaupt mit dem Wasserstrahl die Brandstelle trifft.

Innenangriff
Beim Innenangriff gehen Feuerwehrangehörige mit Atemschutzgeräten, üblicherweise mit Pressluftatmern, in das Gebäude vor, um gezielt den Brandherd zu finden und abzulöschen. Hier ist das Risiko für die Feuerwehrleute daher größer, jedoch kann das Löschmittel viel gezielter eingesetzt werden.
Brandherd
Der Brandherd ist jener Punkt, von dem ein Brand ausgeht. Er ist vor allem zur Brandursachenermittlung notwendig. Je heftiger ein Brand ist, umso schwieriger ist es den eigentlichen Brandherd zu erruieren.

Wenn ein Brandherd nicht gleich im Zuge der Brandbekämpfung eindeutig ermittelt werden kann, so müssen nachher eigene Brandermittler der Polizei diesen suchen, um dann weiter die Ursache zu finden. Nur so können auch Brandstifter ausgeforscht werden.
Brandklasse
Als Brandklassen bezeichnet man eine Klassifizierung der Brände nach ihrem brennbaren Stoff. Diese Klassifikation ist vorwiegend notwendig, um die richtige Auswahl entsprechender Löschmitteln zu treffen. Es gibt sechs Brandklassen:  
Brandklasse A
Brände fester Stoffe, die normalerweise unter Glutbildung brennen.

Beispiele: Holz, Kohle, Papier, Textilien

Löschmittel: Wasser, Schwerschaum, ABC-Pulver
Brandklasse A
Brandklasse B
Brände von Flüssigkeiten. Dazu zählen auch Stoffe, die durch die Temperaturerhöhung flüssig werden.

Beispiele: Benzin, Alkohol, Teer

Löschmittel: Schaum, ABC-Pulver, BC-Pulver, Kohlendioxid
       Brandklasse B
Brandklasse C
Brände von Gasen

Beispiele: Azetylen, Wasserstoff, Erdgas

Löschmittel: ABC-Pulver, BC-Pulver, Kohlendioxid
Brandklasse C
Brandklasse D
Brände von Metallen.

Beispiele: Aluminium, Magnesium, Natrium

Löschmittel: D-Pulver
Brandklasse D
Brandklasse E
Mittlerweise abgeschafft ist die Brandklasse E, die für Brände in elektrischen Niederspannungs-Anlagen (bis 1000 Volt) vorgesehen war. Mit Einführung der europaweiten Norm EN2 wurde diese jedoch gestrichen, da alle Feuerlöscher in Niederspannungs-Anlagen eingesetzt werden können, sofern der auf dem Feuerlöscher aufgedrucke Sicherheitsabstand eingehalten wird.
Brandklasse E
Brandklasse F
Brände von Fetten.


Beispiele:Frittierfett, 
Speisefett

Löschmittel: Neufrol M
Brandklasse F
Brandmeldeanlage
Eine Brandmeldeanlage (Abkürzung: BMA) ist ein elektronisches Bauteil, das in Verbindung mit verschiedenen Detektoren über eine direkte Standleitung oder eine Wählverbindung über einen Brand die Feuerwehr informieren soll.

Meistens werden Brandmeldeanlagen in Firmengebäuden, Fabrikhallen oder besonders gefährdeten Gebäuden wie Altenwohnheimen oder Krankenhäusern installiert.

Der Vorteil der Brandmeldeanlage besteht darin, dass auch in Abwesenheit von Personen ein Brand frühest möglich erkannt wird und die Feuerwehr diesen auch noch in der Entstehungsphase löschen kann. Leider gibt es auch immer wieder Fehlalarme durch diverse Fehlauswertungen des Rauch-, und Flammenmelder, sowie durch böswillige Betätigung der Druckknopfmelder.

Meist sind mehrere Brandmelder zu Gruppen oder Schleifen zusammengefasst, so dass man beim Auslösen, schon die Örtlichkeit ziemlich genau feststellen kann. Wenn Heißarbeit durchgeführt werden, wird eine ganze Schleife abgeschaltet. Somit bleibt der Rest des Objekts weiterhin überwacht. Fehlalarme entstehen oft auch deshalb weil diese Arbeiten nicht gemeldet werden und damit die Melder abgeschaltet werden.

Detektoren
Die Detektoren reagieren auf verschiedene Anzeichen. Die so genannte Rauchmelder erkennen durch Fotozellen die Lichtdurchlässigkeit der Raumluft und schlagen Alarm, wenn diese zu stark eingetrübt wird. Flammenmelder erkennen die markanten Lichtreflexe, die Flammen beim flackern abgeben und lösen ab einer gewissen Intensität ebenfalls aus. Ebenso kann die Brandmeldeanlage durch einen Druckknopfmelder ausgelöst werden. Auch eine Auslösung durch eine Sprinkleranlage ist möglich.
Brandpatsche
Die Brandpatsche, auch Brandklatsche oder Feuerpatsche genannt, ist ein sehr einfaches Gerät zur Bekämpfung von Flächenbränden. Es handelt sich dabei um einen Stab mit einem breiten, flachen Ende aus Federstahlblechen mit welchem Brände ausgeschlagen werden können. Foto: Dönges GmbH & Co. KG
Brandschutz
Brandschutz ist der Überbegriff für alle Maßnahmen, die im Voraus die Entstehung, Ausbreitung und Auswirkung von Bränden verhindern bzw. einschränken. Meist wird Brandschutz in Gebäuden betrieben, er beschränkt sich jedoch keinesfalls auf sie, sondern wird z.B. bei Veranstaltungen immer wichtiger.

Zum Brandschutz gehören:
- bauliche Maßnahmen, - Beschränkungen im Umgang mit Brandquellen - Beschränkungen im Umgang mit brennbaren Materialien - Aufenthaltsbeschränkungen für Personen - Unterweisungen und Schulungen für Brandfälle.

Die baulichen Maßnahmen zum B. in Gebäuden sind sehr vielfältig und erstrecken sich von den verwendeten Baustoffen und Bauteilen über die Fluchtwegplanung hin zu Löschanlagen in Gebäuden. Bauliche Maßnahmen müssen vor allem folgende Aspekte berücksichtigen:

- Feuerwiderstand der Baustoffe - Brandverhalten von Baustoffen - Aufteilung der Gebäude durch Brandwände und -schutztüren - Fluchtwegplanung - Notbeleuchtung - Feuerwehranfahrtzonen und Löschwassereinspeisung

Gerade die Aufteilung großer Gebäude durch Brandschutzmauern läuft der immer stärker werdenden Durchdringung mit Energieversorgungs-, Steuer- und Datenleitungen zu wider und wirft große Probleme auf, die zu hohem Arbeitsaufwand führen können.
Brandschutzerziehung
Meist ehrenamtlich erbrachter Unterricht zur Verhinderung und Ausbreitung von Bränden:

Kinderbrandschutz
Um die Gefahren eines Feuers besser einzuschätzen und die Angst zu überwinden wurde 1998 in Iserlohn Deutschlands erstes Kinderbrandschutzzentrum Floriansdorf auf dem Gelände der Berufsfeuerwehr Iserlohn gegründet. Hier wird den Kindern spielerisch beigebracht, wie sie sich im Falle eines Brandes zu verhalten haben oder wie sie bei sich bei Verletzungen und Unfällen verhalten sollten.
Brandsicherheitswache
Eine Brandsicherheitswache oder auch Brandsicherheitsdienst dient dazu einen möglichen Brand in seiner Entstehung zu bekämpfen.

Bei vielen Veranstaltungen oder in Theatern, kurz wo organisiert größere Menschenansammlungen stattfinden, kann eine Brandsicherheitswache vorgeschrieben werden.

Die Anzahl der Brandsicherheitswachen obliegt in Deutschland bei der für den Brandschutz verantwortlichen Abteilung oder Behörde der Stadt- oder Gemeindeverwaltung.

Damit eine Brandsicherheitswache effektiv ist, müssen ihr auch Kleinlöschgeräte, wie Feuerlöscher oder Wandhydranten zur Verfügung stehen. Bei größeren Ereignissen unterstützen auch ausreichend Feuerwehrfahrzeuge die Brandsicherheitswache.

Zu den Aufgaben des Brandsicherheitsdienste gehört es auch vor Beginn und während der Veranstaltung die Einhaltung allgemeiner Regeln des vorbeugenden Brandschutzes sowie auf eventuelle Auflagen zu achten.
Brandstiftung
Unter Brandstiftung versteht man das vorsätzliche oder fahrlässige Inbrandsetzen einer Sache. Brandstiftungen ziehen Schäden nach sich.

Brandstiftung nach deutschem Recht
Die Brandstiftung gehört zu den gemeingefährlichen Straftaten. Tathandlung ist das vorsätzliche oder fahrlässige Inbrandsetzen einer Sache. Damit kann die Brandstiftung als qualifiziertes Delikt der Sachbeschädigung verstanden werden.

Tatbestand
Die Brandstiftung ist in §§ 306, 306a-f StGB geregelt. In erster Linie werden durch die Brandstiftung Gebäude, Maschinen, Lager, Fahrzeuge, Wälder, Heiden und Moore sowie land- und forstwirtschaftliche Erzeugnisse geschützt. Zum Grunddelikt der Brandstiftung (§ 306 StGB), mit einer Strafandrohung von einem bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe, kommen die schwere Brandstiftung (§ 306a StGB), die besonders schwere Brandstiftung (§ 306b StGB), die Brandstiftung mit Todesfolge (§ 306c StGB), die fahrlässige Brandstiftung (§ 306d StGB) und die Herbeiführung einer Brandgefahr (§ 306f StGB). Um die mit hoher Strafandrohung versehenen Delikte der Brandstiftung zu mildern, hat der Gesetzgeber in § 306e StGB die tätige Reue vorgesehen, die dem Täter, sofern er freiwillig den Brand löscht, Milderung (bei Taten der §§ 306, 306a, 306b StGB) oder Straffreiheit (bei Taten des § 306d StGB) einräumt.

Die schwere Brandstiftung (§ 306a StGB) ist dann einschlägig, wenn das Tatobjekt ein Gebäude oder Schiff (auch jeweils das eigene) ist, das von Menschen bewohnt wird, eine Kirche (oder anderes Gotteshaus) ist oder ein andere Räumlichkeit in Brand setzt, in dem sich gewöhnlich Menschen aufhalten.

Die besonders schwere Brandstiftung (§ 306b StGB) ist einschlägig, sofern durch die in §§ 306, 306a StGB bezeichneten Brandstiftungen eine Gesundheitsschädigung mehrerer Menschen (mindestens 20) eintritt. Die Strafe ist dann eine Mindestfreiheitsstrafe von 2 Jahren. Insbesondere ist die besonders schwere Brandstiftung anzunehmen, wenn ein Mensch in Lebensgefahr dadurch gerät, die Brandstiftung aus der Absicht heraus unternommen wird, um eine Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken oder das Löschen des Brandes verhindert oder erschwert wird. In solchen Fällen ist auf eine Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahre zu erkennen.

Die Brandstiftung mit Todesfolge (§ 306c StGB) gehört zu den Tötungsdelikten im weiteren Sinne. Als erfolgsqualifiertes Delikt sieht es die Verwirklichung eines Tatbestandes der §§ 306, 306a, 306b StGB vor, zudem muss leichtfertig der Tod eines anderen Menschens verursacht worden sein. Die Strafe beträgt insofern mindestens 10 Jahre Freiheitsentzug oder lebenslange Freiheitsstrafe.

Bei der fahrlässigen Brandstiftung (§ 306d StGB) gelten die Brandstiftungsdelikte entsprechend. Dabei ist zu beachten, dass naturgemäß gefahrgeneigte Tätigkeiten, wie das Schweißen oder Löten sowie unsachgemäßer Umgang mit Zigaretten o.ä. in Betracht kommen können. Auch wenn neben dem eigentlich durch die vorsätzliche Brandstiftung anvisierten Objekt weitere Sachen zu brennen beginnen, kann daneben die fahrlässige Brandstiftung treten. Die Strafandrohung der fahrlässigen Brandstiftung ist Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren. Die Regelungssystematik ist hinsichtlich der fahrlässigen Brandstiftung besonders umstritten.

Die Herbeiführung einer Brandgefahr (§ 306f StGB) ist ein konkretes Gefährdungsdelikt. Hier genügt bereits der unvorsichtige Umgang wie Rauchen, offenes Feuer oder Licht, durch das die in § 306 genannten Objekte in die Gefahr eines Brandes geraten.

Vom Deliktstypus her sind die §§ 306, 306a, 306b, 306c StGB Verbrechen; die Delikte nach §§ 306d und 306f StGB sind Vergehen.

Ätiologie
Brandstiftung tritt in zwei verschiedenen Varianten häufig auf. Einerseits als Jugenddelikt (Jugendkriminalität), in der das Spiel mit dem Feuer zu unsachgemäßem Umgang führt, aber auch als typisches Rachedelikt gegenüber fremden Sachen sich auswirkt (bei Mülltonnen ist das einschlägige Delikt die Sachbeschädigung). Andererseits kann auch pathopsychologisches Verhalten im Bereich einer Pyromanie Auslöser für Brandstiftungsdelikte sein. Täter erleben sexuelle Befriedigung durch den Anblick von Flammen als Phallussymbol. Insofern ist vom Tatgericht her stets auf die Anwendung der §§ 20, 21 StGB zu prüfen.
Brandwache
Als Brandwache oder Nachlöscharbeiten bezeichnet man die Anwesenheit der Feuerwehr, nachdem der Brand schon gelöscht wurde. Die Brandwache soll ein Wiederaufflammen von verschiedenen Glutnestern verhindern, das unter Umständen durch Wetteränderungen, wie Aufkommen von Wind, ausgelöst wird.

Je nach Größe des vorherigen Brandes kann diese aus zwei Mann mit einem Feuerwehrfahrzeug bis zu mehreren Einheiten bestehen. Das ist auch abhängig, wie schnell weitere Kräfte wieder am Einsatzort sein können.

C

Chemiekalienschutzanzug (CSA)
Chemiekalienschutzanzüge (CSA) kommen bei Gefahrstoffunfällen zum Einsatz. Der Träger des CSA ist dabei komplett von seiner Umwelt isoliert und kann somit auch in verseuchten Gebieten arbeiten. Zur Sauerstoffversorgung, trägt der CSA-Träger einen Pressluftatmer auf dem Rücken. MSA ChemikalienschutzanzugQuelle: GfD
CTIF
Das CTIF - Comité Technique International de prévention et d''extinction du Feu (Internationales Technisches Komitee für vorbeugenden Brandschutz und Feuerlöschwesen) wurde am 16. August 1900 „Großer Internationaler Feuerwehrrat“ gegründet und ist eine politisch und wirtschaftlich unabhängige Vereinigung für alle Feuerwehrangehörigen weltweit.

Das CTIF fördert die Zusammenarbeit der Feuerwehren der einzelnen Länder sowohl in technischen Bereichen als auch auf kameradschaftlicher Ebene.

Es finden laufend Symposien zu den verschiedensten Themen des vorbeugenden Brandschutzes und der Brandbekämpfung statt.

So gibt es eine eigene Kommission Gefährliche Güter Außerdem organisiert das CTIF sei 1961 alle 4 Jahre internationale Feuerwehrwettkämpfe, die sogenannte Feurwehrolympiade und alle 2 Jahre Jugendfeuerwehrwettkämpfe. Die letzten Wettkämpfe waren in Kuopio in Finnland 2001, die Jugendbewerbe in Kapfenberg in der Steiermark 2003. Die nächsten werden in Varazdin in Kroatien 2005 durchgeführt.

Derzeit gibt es Mitgliedsverbände aus 37 Ländern und zahlreiche Firmen und Organisationen als assoziierte Mitglieder.

D

Dekontamination (Einsatzorganisation)
Unter Dekontamination oder kurz auch Dekon versteht man vereinfacht eine Reinigung von Menschen und Geräten, die im Zuge eines Einsatzes kontaminiert wurden.

Je nach Art der Kontamination müssen sich die Maßnahmen richten. Wichtig ist auf jeden Fall der Selbstschutz,das bedeutet die Mannschaft, die die Dekon-Arbeiten durchführt, darf sich nicht selbst verunreinigen und die Schadstoffe verschleppen.

Bereits bei einem Brand werden heute so viele Schadstoffe frei, die sich in der Brandschutzbekleidung festsetzen kann, so dass man schon nach einem Atemschutzeinsatz die betroffene Mannschaft dekontaminieren soll. Da man diese Brandgase nicht einfach nachweisen kann, muss man eigentlich unkontrolliert arbeiten.

Die einfachste Methode ist der Kleidungswechsel und das Sammeln der Ausrüstungsgegenstände um sie später fachgerecht reinigen zu können. Wichtig ist dabei, dass man dabei die Schadstoffe nicht direkt auf die Haut bringt. Deshalb soll man auch die Atemschutzmaske zum Schluss ablegen.

Eine weitere Möglichkeit besteht mit Wasser zu reinigen. Dabei ist das für eine spätere fachgerechte Entsorgung Wasser aufzufangen.

Schwieriger wird die Situation bei Chemie- oder Strahlenunfällen. In beiden Fällen sollte man die Mannschaft vorher und nachher mit Messgeräten messen um einen Erfolg der Dekon-Massnahmen feststellen zu können.
Detonation
Die Reaktionsgeschwindigkeiten der Explosivstoffe reichen von 1000 m/s bis 10000 m/s, unter Abgabe von Wärmeenergie und Entwicklung großer Gasmengen. Die Explosivstoffe werden bei der Detonation sehr schnell von einer schmalen Reaktionszone mit Überschallgeschwindigkeit durchlaufen, die bei hohem Druck und hoher Temperatur eine Stoßwelle ausbildet. Bei niedrigeren Reaktionsgeschwindigkeiten spricht man von einer Deflagration, wenn die Umsetzungsgeschwindigkeit unterhalb der Schallgeschwindigkeit des Materials liegt und sich demzufolge keine Stoßwelle aufbauen kann. Die Deflagration hat die Eigenschaften einer beschleunigten Verbrennung.
Dichtkissen
Ein Dichtkissen ist ein Kunststoff- oder Gummikissen, das bei Austreten von flüssigen Schadstoffen in Abflussschächten oder ähnlichen Ausbreitungswegen platziert werden kann und dort aufgepumpt wird. Dadurch wird eine Ausbreitung z.B. in die Kanalisation vermieden. Auch bei Leckagen von undichten Tanks kann man sie mit Zurrgurt befestigen und so das Auslaufen aus dem Tank verhindern.

Es wird oft bei Gefahrgutunfällen von der Feuerwehr eingesetzt. Dichtkissen sind ähnlich zu bedienen wie Hebekissen. Sie werden mit Pressluft aus den Pressluftflasche der Pressluftatmer oder mit der Druckluft aus der Druckluftbremse des Feuerwehrfahrzeuges gefüllt. Wichtig ist dabei aber, dass aber das Dichtikissen gegenüber dem Schadstoff beständig ist oder mit ihm nicht in Berührung kommt.

Rohrdichtkissen
Eine spezielle Form sind Rohrdichtkissen, die zylinderförmig sind und in Rohre geschoben und dann aufgeblasen werden. Allerdings kann man mit einem Dichtkissen jeweils nur in einem bestimmten Rohrdurchmesserbereich abdichten. Aus diesem Grund braucht man, um universell arbeiten zu können, Dichtkissen mit verschiedenen Durchmessern.

Dichtkissen im Ablauf
Quelle: Feuerwehrservice Nord-West GmbH
Doppelter Ankerstich
Der Ankerstich ist ein sich selbst zuziehender und öffnender Feuerwehrknoten. Er ist leicht herzustellen und eignet sich bestens um Geräte oder Schläuche zu sichern.

Da er sich unter Gewicht zuzieht, ist er als Knoten für die Menschenrettung nicht zulässig.

Doppelter Ankerstich
Quelle: Keil 2000
Dosisleistungsmessgerät
Ein Dosisleistungsmessgerät ist ein Messgerät, das im Strahlenschutz zur Messung der Dosisleistung verwendet wird.

Die Dosisleistungsmessgeräte gibt es in Ausführungen, wie sie im Labor verwendet werden oder robustere Ausführungen, wie sie Einsatzkräfte, z.B. Feuerwehr oder Polizei verwenden.

Einsatzgeräte sind meist Kombinationen aus Dosisleistungs- und Dosismessgerät. Außerdem haben sie einen Anschluss für verschiedene Messsonden, so dass man auch Kontaminationen messen kann.

Sie haben ein Geiger-Müller-Zählrohr, mit dem die einfallende Gammastrahlung in ein digitales Signal umgewandelt werden und der Messwert auf einer analogen oder einer digitalen Anzeige dargestellt wird.

Bei Erreichen einer eingestellten Warnschwelle ertönt ein Signal, um das Bedienpersonal, z.B. den Spürtrupp zu warnen, damit dieser den Gefahrenbereich verlassen kann oder diese Stelle markieren kann.

Einsatzgeräte stellen einige Anforderungen an das Gerät, wie sie beim Laborgerät nicht notwendig sind. Das sind z.B.:
sie müssen einstellbare Warnschwellen haben. sie müssen leicht bedienbar sein. sie müssen leicht und auch im Dunkeln ablesbar sein. sie müssen wasserdicht und stoßfest sein, sie müssen auch mit Arbeitshandschuhen oder dickeren Schutzhandschuhen zu bedienen sein.

Mögliche Zusatzsonden sind meist:
Dosisleistungssonden mit anderen Messbereichen Entfernungssonde, mit der das Personal den Wert in einer größeren Entfernung messen kann, z.B. mit einem Teleskoprohr. Endfensterzählrohre, um Kontaminationen zu messen.

Dosisleistungsmessgerät
Quelle: Loy GmbH
Drehleiter (DL)
Die Drehleiter (DL) ist das häufigste Hubrettungsfahrzeug der Feuerwehr. Sie ist ein markantes Feuerwehrfahrzeug und kommt häufiger vor als der Teleskopmast oder eine Hubrettungsbühne. Heute verfügt die Drehleiter meist über einen Korb, der am so genannten Leitersatz fest montiert ist oder in diesen eingehängt werden kann. Der Leiterpark besteht aus mehreren ineinanderliegenden Leitersegmenten, die motorisch ausgefahren werden. Er ist mit einem Drehkranz, der sich um 360° drehen lässt, auf dem Fahrzeugfahrgestell befestigt. Zur Bedienung des Leiterparks befindet sich auf dem Drehkranz neben der Leiter ein Steuerstand. Dieser wird meist vom Maschinisten bedient. Bei vielen Modellen gibt es zusätzlich die Möglichkeit, die Leiter vom Leiterkorb aus zu steuern. Um für den Betrieb der Leiter einen stabilen Stand zu schaffen und ein Umkippen zu verhindern, werden seitliche Abstützungen ausgefahren. Hier sind Waagerecht-Senkrecht-Abstützungen und Schräg-Abstützungen in Gebrauch. Seit Januar 2006 gelten für Drehleitern zwei neue Normen, die DIN EN 14043 für vollautomatische Drehleitern und die DIN EN 14044 für sequenzielle (halbautomatische) Drehleitern. Die sequenziellen Drehleitern (DLS) können nur eine Bewegung zur selben Zeit ausführen, vollautomatische Drehleitern (DLA) alle Bewegungen gleichzeitig. Die Bezeichnung für eine automatische Drehleiter der 30-Meter-Klasse nach neuer Norm ist somit DLA(K) 23/12. Nach alter Norm wäre die Drehleiter schlicht als DLK 23-12 bezeichnet worden. Um sowohl sequenzielle als auch vollautomatische Drehleitern einzuschließen, wird diese alte Kurzbezeichnung im Folgenden nach wie vor verwendet. Am häufigsten sind in Deutschland Drehleitern der Bauart DLA(K) 23/12 bei den Feuerwehren zu finden, da damit an allen Gebäuden unterhalb der Hochhausgrenze angeleitert werden kann. In der Regel kann mit einer DLA(K) 23/12 bei der Nennrettungshöhe das 7. OG erreicht werden. Bei Hochhäusern ist zur Menschenrettung ein zweiter baulicher Rettungsweg oder ein Sicherheitstreppenraum erforderlich.
Druckknopfmelder
Ein Druckknopfmelder ist ein händig bedienbarer Feuermelder. Er ist durch eine Glasscheibe geschützt, die bei Gebrauch eingeschlagen werden muss. Auch der Knopf bleibt gedrückt und kann wieder mit einem Schlüssel entsichert werden. Es soll so auch der Missbrauch verhindert werden. Ein Missbrauch einer solchen Einrichtung ist strafbar.

Druckknopfmelder
Er kann an öffentlichen Stellen an Gebäuden angebracht und direkt mit der Feuerwehr verbunden sein. Es kann auch direkt der Sirenenalarm ausgelöst werden. Aber auch in den Gebäuden, wie Kaufhäusern, in Fertigungen, Heimen oder Krankenhäusern können zusätzlich zu automatischen Brandmeldern angebracht sein, die dann an einer Brandmeldeanlage angeschlossen sind.

Früher gab es außerdem auch so genannte öffentliche Feuermelder. Diese waren ebenfalls Druckknopfmelder welche an Feuerwehrhäusern und auf öffentlichen Plätzen in massiven Gehäusen ähnlich einer Notrufsäule angebracht waren. Im Zeitalter von Mobiltelefonen sind sie jedoch nicht mehr notwendig.

Druckknopfmelder Quelle: ELEKTRO KRAHÉ GmbH
Druckschläuche
Druckschläuche haben die primäre Aufgabe der Wasserweiterleitung. Sie werden vorwiegend bei der Brandbekämpfung verwendet, bei der mit entsprechend gewählten Strahlrohren Löschmittel abgegeben werden kann. Sie können aber auch zum Ableiten etwa von Schmutzwasser im Hochwassereinsatz o.ä. genutzt werden. Daher gelten sie grundsätzlich als nicht für die Trinkwasser-Förderung - etwa zur Versorgung von Feldküchen, Behandlungsplätzen oder ganzen Orten, etc. - zulässig. Für die Trinkwasserförderung kommen besonders gekennzeichnete, ansonsten baugleiche Druckschläuche zum Einsatz, die auch rechtlich anderen Vorschriften unterliegen.

Feuerwehr-Druckschlauch
Quelle: OSW Eschbach

E

Ehrenabteilung
Wer mit erreichen der Altersgrenze von 60 Jahren aus dem aktiven Dienst ausscheiden muss, wird in die Ehrenabteilungen der Feuerwehren überstellt. Aber auch jüngere Aktive, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr aktiv sein können, werden in die Ehrenabteilung aufgenommen. Sinn ist es, die Kameraden, die den Einsatzdienst nicht mehr leisten können, weiterhin in die Feuerwehr zu integrieren.
Einsatz mit Bereitstellung
Bei einem Brandeinsatz mit Bereitstellung muss der Gruppenführer oder Einsatzleiter die Lage noch erkunden, bevor er genaue Weisungen geben kann.
Einsatz ohne Bereitstellung
Bei einem Brandeinsatz ohne Bereitstellung ist die Lage durch bereits am Einsatzort aktive Einheiten soweit erkundet, dass der Gruppenführer direkt exakte Anweisungen geben kann.
Einsatzfahrzeug
Einsatzfahrzeuge sind Kraftfahrzeuge, die einen Sonderstatus haben. Sie fallen sowohl im Kraftfahrzeuggesetz als auch in der Straßenverkehrsordnung nicht in die üblichen Kategorien.

Als Grundmerkmal müssen Einsatzfahrzeuge im deutschen Sprachraum mit einer blauen Rundumkennleuchte und einem Folgetonhorn (in Deutschland auch Martinshorn bezeichnet) ausgestattet sein, um als solche erkennbar sein. In anderen Ländern sind sie mit roten oder roten und blauen Rundumkennleuchten und einer Sirene ausgestattet.

Das Fahrzeug selbst ist je nach Verwendung in der jeweiligen Einsatzorganisation ausgerüstet und ausgestattet. Das kann ein normaler PKW oder LKW sein. Es kann aber ganz speziell für den Rettungsdienst oder die Feuerwehr oder die Polizei ausgerüstet sein. Diese Fahrzeuge erkennt man auch außen an Farbe oder Aufschriften.

Zivilstreifen fahren ebenfalls mit Einsatzfahrzeugen, die aber erst im Einsatz dazu erkenntlich gemacht werden.

Nach der Straßenverkehrsordnung haben Einsatzfahrzeuge im Einsatz auch gewisse Sonderrechte, die je nach Land variieren können. Überall muss jedoch ein anderer Straßenteilnehmer dafür sorgen, dass Einsatzfahrzeuge im Einsatz bevorzugt die Straße passieren können. Hat jedoch ein Einsatzfahrzeug weder Blaulicht noch Folgetonhorn eingeschaltet, so gilt es als normaler Verkehrsteilnehmer ohne Sonderrechte.

Einsatzleitfahrzeug
Bei einem Einsatzleitfahrzeug (auch ELW genannt) handelt es sich um ein Fahrzeug, welches dem Einsatzleiter der Feuerwehr (und je nach Größe - auch der Einsatzleitung) zur Verfügung steht, um seine Aufgabe an der Einsatzstelle bewältigen zu können. Unterschieden werden mehrere Größen (ELW 1, ELW 2...). Das Einsatzleitfahrzeug verfügt im Regelfall über mindestens ein oder mehrere Funkgeräte, ein Fax-Gerät sowie ein Mobiltelefon. Außerdem werden hier Karten und Dokumentationsmaterialien mitgeführt, die der Einsatzleitung bei der Führung im Einsatz dienlich sind.
Einsatzleitwagen 1 (ELW 1)
Der in der DIN 14507 Teil 2 genormte Einsatzleitwagen 1 (ELW 1) ist das Standard-Führungsfahrzeug vieler Feuerwehren. Bei Einsätzen bis zu mittlerem Umfang kann er eine Einsatzleitung beherbergen und unterstützen. Viele Berufsfeuerwehren und zahlreiche Freiwillige Feuerwehren haben den Einsatzleitwagen 1 in ihrer Alarm- und Ausrückeordnung als Führungsfahrzeug eines Löschzugs vorgesehen. In der Regel dienen Kleinbusse oder Kleintransporter als Fahrgestell für diese Fahrzeuge, da diese deutlich mehr Arbeits- und Sitzfläche ermöglichen als Pkw. Im Inneren des ELW 1 befinden sich dann in der Regel Sitzbänke mit einem Tisch sowie mehrere Funkgeräte, Telefon und Fax. Die Sonderbeladung dieses Fahrzeugs variiert stark mit den örtlichen Gegebenheiten. Das maximal zulässige Gesamtgewicht beträgt laut Norm 4 Tonnen.
Eiserner Vorhang
Ein eiserner Vorhang ist eine Brandschutzeinrichtung im Theater, die die Bühne brandtechnisch vom Zuschauerraum trennt. Eigentlich ist er kein Vorhang, sondern eine feste, feuerhemmende Trennwand, die rauchdicht schließen muss und zusätzlich durch eine Sprinkleranlage mit Wasser gekühlt wird.
In Österreich nach dem Brand des Ringtheaters in Wien seit 1882 gesetzlich vorgeschrieben, in Deutschland ist diese Vorrichtung nach vielen Theaterbränden seit 1889 auch Pflicht.

Der Vorhang, heute oft auch aus Glasfasergewebe und anderen Materialien, muss sich bei Bedarf in nur 30 Sekunden dicht schließen lassen.

Die Einführung vom eisernen Vorhang im Theater markierte eine Wende in dem Theaterbau, es veränderte maßgeblich die Anforderungen an die Theatertechnik, musste doch eine ganze große Wand an einem Stück noch oberhalb der Bühne Platz haben. Die großen und nicht gerade schönen Aufbauten über den Theaterdächern sind auch die äußeren Zeugen dieser Einrichtung. Der ganze Schnürboden erhielt dadurch eine neue Dimension, die Bühnenbildner bekamen neue Freiheit, die Autoren neue Möglichkeiten.

Der eiserne Vorhang in Opern- und Theaterhäusern war eine eindrucksvolle Einrichtung. Viele Häuser habe ihre mächtigen Trennvorhänge von namhaften Künstlern dekorieren lassen; meist wurde diese Bemalung für jede Theatersaison als Wettbewerb neu ausgeschrieben. Für den Gewinner war es eine große Ehre vor jeder Theatervorstellung ein Jahr lang von dem Publikum bewundert zu werden.

Das Sicherheitsbedürfnis des Publikums sollte damit auch noch visuell befriedigt werden. Denn die vielen Theaterbrände in der Zeit der Gasbeleuchtung brachten weltweite Schlagzeilen, da sie immer wieder zahlreiche Todesopfer forderten.

Doch nicht allein der eisernen Vorhang, auch die fortschreitende Elektrifizierung und eine Reihe von Sicherheitsmaßnahmen im Theater hat die Brandgefahr in Theatern verringert. Trotzdem blieb gerade der gut sichtbare eiserne Vorhang als ein vorzeigbarer Inbegriff der undurchlässigen Trennung im allgemeinem Gedächtnis und Sprachgebrauch.
Erdgas
Erdgas ist ein brennbares Gas, das in unterirdischen Lagerstätten vorkommt. Häufig tritt es zusammen mit Erdöl auf, da es auf ähnliche Weise entsteht.

Die chemische Zusammensetzung schwankt beträchtlich. Ein Hauptbestandteil ist immer Methan. Häufig enthält Erdgas auch größere Anteile höherer Kohlenwasserstoffe (man nennt es dann nasses Erdgas, dies hat nichts mit dem meist auch vorhandenen Wasserdampfanteil zu tun) sowie diverser anderer Gase.

Von großem Wert sind Erdgase, die bis zu sieben Prozent Helium enthalten. Diese sind die Hauptquelle der Heliumgewinnung.

Da das Erdgas in der Regel unter hohem Druck steht, fördert es sich sozusagen von selbst, sobald das Reservoir einmal geöffnet ist.

Die Normdichte liegt zwischen 0,7 g/dm³ (trocken) und 1,3 g/dm³ (nass). Der Heizwert des trockenen Erdgases, welches im Allgemeinen zur Feuerung benutzt wird, beträgt zwischen 16.000 und 32.000 kJ/m³.

In den 80er und 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde die Gasversorgung der meisten deutschen Städte von Stadtgas auf Erdgas umgestellt. Dies war ohne größere Umbauten möglich. Allerdings kann aufgrund der geringeren Dichte von Erdgas an Dichtungen von Gasleitungen das Austreten unbedenklich geringer Gasmengen beobachtet werden.

Da Erdgas von Natur aus geruchsneutral ist, werden werden oft Warngerüche hinzugefügt. Typischerweise riecht es dann nach faulen Eiern. Das Verfahren wird Odorierung genannt
ERI-Card
Die ERI-Cards oder Emergency Response Intervention Cards geben Hinweise für Erstmaßnahmen bei einem Unfall mit Gefahrgut.

Vor allem der Feuerwehr dienen sie als Informationspender, wie mit dem jeweiligen Stoff umgegangen werden muss und welche spezielle Ausrüstung benötigt wird. Vor allem sind die ERI-Cards wichtig, wenn man keine weiteren Informationen des Herstellers über das relevante Material hat.

Sie können entweder in Katalogform vorliegen oder in einer Datenbank abgerufen werden.

Sie haben folgende Informationen:
- UN-Nummer - Gefahrnummer - ADR-Klasse - Stoffeigenschaften - Gefahren - Persönliche Schutzausrüstung - Maßnahmen bei Stoffaustritt - Maßnahmen im Brandfall - Erste Hilfe - Vorsichtsmaßnahmen bei der Bergung - Maßnahmen nach dem Einsatz - Wie die Schutzbekleidung abgelegt werden muss - Reinigung der Ausrüstung

Sie wurden von der Europäischen Union gefördert und dürfen frei kopiert werden, die Kopien allerdings nicht verkauft werden.
Euronotruf
Der Euronotruf ist die EU-weite Notrufnummer 112.

Unter dieser Telefonnummer ist in jedem Land Hilfe zu erreichen, ganz egal ob Polizei, Rettungsdienst oder Feuerwehr. Regional unterschiedlich wird diese Nummer zu verschiedenen Alarmzentralen weitergeleitet, die ihrerseits die jeweilige angeforderte Organisation weiter informieren.

Der Euronotruf wurde bereits 1991 von der EU-Kommission ins Leben gerufen. Aber erst langsam wird er in den einzelnen Ländern in die Realität umgesetzt.
Neben dem Euronotruf haben in den einzelnen Länder die lokalen Notrufnummern weiterhin ihre Gültigkeit.
In vielen Ländern ist der Euronotruf auch mit einem Handy ohne eingelegter SIM-Karte oder bei Tastensperre oder ohne PIN-Code kostenlos erreichbar. (z.Bsp. in Österreich, Deutschland, ...)
Explosion
Eine Explosion ist eine plötzliche Volumenausdehnung (schneller als 330 m/s, der Schallgeschwindigkeit) von Gasen, verursacht durch Freisetzung großer Energiemengen, zum Beispiel durch chemische oder nukleare Reaktion. Begleiterscheinung sind eine hohe Druck- und Wärmeentwicklung.

Die Ausbreitungsgeschwindigkeit einer Explosion ist höher als bei einer Verpuffung, Deflagration aber kleiner als bei einer Detonation.

F

Fehlalarm
Ein Fehlalarm ist ein durch eine falsche Information erfolgte Alarmierung, die zu keinem oder keinen notwendigen Einsatz führt und kann durch einen Irrtum oder eine bewußte Irreführung erfolgen.

Diese irrtümliche Alarmierung kann beispielsweise durch schlecht eingestellte Sensoren einer Alarmanlage oder Brandmeldeanlage erfolgen, aber auch durch ungewollte Aktivierung, wenn z.B. Tiere einen Bewegungsmelder auslösen, oder ein Rauchmelder z.B. auf Zigarettenqualm anspricht. Der Fehlalarm kann alle Einsatzorganisationen, seien es die Polizei, Feuerwehren oder auch Sicherheitsdienste, betreffen.

Es kann aber auch eine Alarmierung durch eine Alarmzentrale erfolgen, die eigentlich für eine andere Organisation oder für einen anderen Ort bestimmt ist. Es können Fehler in Alarmplänen sein oder auch technische Fehler.

Je nach dem Grund der Auslösung eines Fehlalarms ist er strafbar, nur kostenpflichtig oder kostenlos für den Verursacher.

Festkupplung
Als Festkupplung bezeichnet man im Feuerwehrwesen eine Schlauchkupplung, die auf einer Seite fest mit einem Rohrgewinde auf einer Wasserführenden Armatur oder bei einem Hydranten aufgeschraubt ist. Auf der anderen Seite kann man die üblichen A - B - C - D Kupplung eines Druckschlauches oder eines Saugschlauches ankuppeln. Sie sind meist aus Aluminium, für HD (Hochdruck) aus Messing. Für den Einsatz im Gefahrgutbereich gibt es sie jedoch auch aus Edelstahl und nicht funken reißenden Messinglegierungen. Festkupplung Feuerwehrschlauch Quelle: ESSKA.de GmbH
Feuer
Der Begriff Feuer (v. althochdt.: fiur) bezeichnet
- eine Form der Verbrennung mit Flammenbildung, bei der Licht und Wärme entstehen.
- Der Begriff Feuer bezeichnet eine kontrolliert stattfindende Verbrennung. Eine unkontrollierte Verbrennung wird als Brand bezeichnet, eine Verbrennung ohne Flammenbildung wird als Glut bezeichnet.

- Die Kontrolle des Feuers war ein wichtiger Schritt in der Entstehung menschlicher Kulturen und Zivilisationen. Sein Gebrauch durch den Menschen ist für eine Zeit bis etwa vor 300.000 Jahren nachgewiesen. Nachdem jahrhundertelang nur die einfache offene Feuerstelle als Heizung und für Speisezubereitung diente, setzte sich im 19. Jahrhundert sowohl der Ofen als Heizung, wie auch der Herd als Kochstelle langsam durch. Heutzutage werden Feuer meist mit dem Feuerzeug oder mit Streichhölzern angezündet.
- Bei den Naturvölkern wurde Feuer
durch Schlagen von Stein oder Eisen gemacht: Feuerstahl, Schlagfeuerzeug - durch Reiben oder Bohren gemacht: Feuerbohrer, Bogenbohrer
- durch Zusammenpressen von Luft gemacht: Feuerpumpe (Hinterindien)

Feuerlöschpumpe
Feuerlöschpumpen sind speziell für die Brandbekämpfung konstruierte Pumpen. Naturgemäß werden sie hauptsächlich von der Feuerwehr verwendet. Natürlich gibt es auch Feuerlöschpumpen, die als vorbeugender Brandschutz bei besonders gefährdeten Objekten stationär verwendet werden.

Feuerlöschpumpen bei der Feuerwehr
Die modernen Feuerlöschpumpen sind Kreiselpumpen, weshalb auch der Name Feuerlöschkreiselpumpe verwendet wird. Sie sind entweder tragbar, oder fest auf dem Feuerwehrfahrzeug montiert.

Tragbare Pumpen
Die tragbaren Pumpen besitzen, einen eigenen Motor, meist einen Ottomotor in seltenen Fällen auch mit einen Dieselmotor. Die Leistungsgrenzen dieser Pumpen sind in engem Zusammenhang mit dem Gewicht, was vier Kameraden tragen können, und das nicht nur auf ebenem Grund sondern auch steileren Gebieten in den Bergen. Sie haben den Vorteil, dass sie auch entfernt vom Einsatzfahrzeug zur Wasserentnahme aus offenen Gewässern verwendet werden können.

In Deutschland und Österreich werden sie als Tragkraftspritze oder abgekürzt TS bezeichnet.
Die Leistungsobergrenze genormter Tragkraftspritzen in Deutschland liegt bei 800 Liter Wasser pro Minute. Schwerere tragbaren Pumpen haben eine Leistung bis ungefähr 1.200 Liter pro Minute und erreichen einen Druck von ungefähr 12 bar. Sie werden üblicherweise mit serienmäßigen VW oder BMW-Motoren angetrieben. Die neueren Modelle haben auch einen elektrischen Starter und einen Akku dabei, wobei auch das Gewicht nicht unwesentlich ansteigt. Die älteren Modelle haben nur einen Schnurstarter oder eine Kurbel, der oft einige Kraft erfordert, den Motor zu starten.

Als Anschlüsse haben sie einen A-Sauganschluss und üblicherweise zwei B-Druckausgänge. Für gebirgiges Gelände gibt es auch kleine Modelle, die nur bis 600 L/min fördern. Sie haben nur einen B-Ausgang. Sie sind auch manchmal ausgelegt, dass sie ein Hubschrauber zum Einsatzort fliegen kann.

Meistens sind sie als Grundausstattung eines Löschfahrzeuges oder Kleinlöschfahrzeuges. Auch auf Anhängern werden sie manchmal transportiert. Auch in den relativ neuen Modellen der Kleinlöschfahrzeuge mit einem 1.000 Liter Tank (KLFW) werden sie anstatt einer schwereren Einbaupumpe eingesetzt.

Es werden auch immer mehr elektrische Tauchpumpen eingesetzt, die eine hohe Förderleistung haben, aber einen nicht allzu hohen Druck erreichen. Sie haben nur den Vorteil, dass sie eine größere Saughöhe, die in diesem Fall ja eigentlich eine Druckhöhe ist, erreichen. Sie werden oft in Rüstfahrzeugen mitgeführt, die auch einen Notstromgenerator mit haben. So können auch diese Fahrzeuge im Brandeinsatz notwendig werden.

Einbaupumpen
Einbaupumpen sind meist heckseitig fest integriert in den Tanklöschfahrzeugen und werden mit dem Fahrzeugmotor über den Nebenantrieb angetrieben. Sie haben üblicherweise ein Leistungspektrum von 1.600 - 2.400 l/min.

Der Normaldruck reicht bis 12 - 15 bar. Der meist in Österreich verbreitete Hochdruckteil erreicht 40 - 45 bar. Je nach Leistung haben sie zwei bis vier Druckausgänge und sind eventuell fix mit einem am Fahrzeugdach montierten Monitor oder einer Schnellangriffseinrichtung verbunden. Saugseitig haben sie eine direkte Verbindung mit einem Wassertank und zusätzlich einen A-Sauganschluss. Ein Hochdruckteil ist dieser direkt mit der Schnellangriffseinrichtung und mit einem HD-Ausgang versehen.

Einbaupumpen haben eine zusätzliche Bypass-Leitung, über die eine kleine Menge Wasser auch immer in den Wassertank wieder retour gepumpt werden kann. Dies vermeidet ein Einfrieren des Tanks, sowie das Überhitzen der Pumpe, wenn für längere Zeit kein Wasser gefördert wird, da das im Kreis gepumpte Wasser leicht erwärmt wird.

Vorbaupumpen
Die nicht so verbreiteten Vorbaupumpen sind frontseitig montierte Pumpen, die mit dem Fahrzeugmotor angetrieben werden. Diese Pumpen werden nur in Löschfahrzeugen verwendet, die keinen eigenen Tank an Bord haben, weil beispielsweise eine Tragkraftspritze im Heck vorhanden ist. Deshalb muss immer von fremden Löschwasserversorgungen angesaugt werden.

Entlüftungseinrichtung
Alle Pumpen benötigen noch zusätzlich eine kleine Entlüftungseinrichtung zum Ansaugen, da die Kreiselpumpe nicht selbst ansaugend ist. Dies wird über separate Pumpe erreicht. Weit verbreitet sind Kolbenpumpen oder Membranpumpe, bei älteren Pumpen Gasstrahler (die Abgase des Motors werden in eine Injektor-Pumpe geleitet). Eher selten sind Flüssigkeitsring- oder Trockenring-Entlüftungseinrichtungen. Durch diese Saugpumpen erreicht man eine Saughöhe von maximal 7 m.

Allgemein
Wird eine Pumpe in einer Relaisleitung bei einer Löschwasserförderung über längere Entfernungen eingesetzt ist, so ist es wichtig, dass der Eingangsdruck nicht zu hoch wird. Um dies zu verhindern, verwendet man ein Schlauchschutzventil (Druckbegrenzungsventil) vor dem Eingang der Pumpe.

Diese Pumpen werden aber nicht nur zur Brandbekämpfung verwendet, sondern auch für Auspumparbeiten nach Hochwasser aus den überfluteten Kellern oder Schächten. Bei Einbaupumpen muss man hier bedenken, dass das verunreinigte Wasser nicht in den Wassertank kommt. Es ist dabei unbedingt die Bypass-Leitung geschlossen zu halten.

Feuermelder
Es gibt mehrere Arten von Feuermeldern, die allerdings alle gleich aussehen: ein roter Kasten, ca 10 x 10 cm, mit einer Einschlagscheibe und einem Druckknopf. Der Unterschied ist die Alarmierungsart. Nach dem Drücken des Knopfes wird bei Meldern in großen Gebäuden die Brandmeldezentrale des Gebäudes alarmiert, die dann von sich aus die Feuerwehr ruft. Bei sonstigen Meldern werden entweder Signale an die Leitstelle gesandt, die daraufhin die Alarmierung durchführt oder direkt eine Sirene kurzgeschlossen - Allerdings weiß dann die Leitstelle oder irgendjemand anderes nicht, welcher Melder aktiviert wurde. Es ist daher immer vorteilhafter, die Melder, die irgendwo (nicht in Gebäudekomplexen) hängen, zu ignorieren, und per Mobiltelefon Hilfe zu rufen - als Notnagel können sie aber immer noch etwas helfen. Auch in Gebäuden sollte sich immer jemand zu Brandmeldezentrale/Verwaltung/irgendein Büro begeben, um Nähere Angaben zu machen.

Feuermelder Quelle: BauNetz Media GmbH
Feuerwehr
Die Feuerwehr ist in ganz Deutschland über die Notrufnummer 112 erreichbar. Der Verantwortungsbereich der Feuerwehren wird in Deutschland in der Landesgesetzgebung geregelt. Daneben kann die Feuerwehr als öffentliche Einrichtung auch im Rahmen der Amtshilfe für andere Behörden tätig werden.

Die Tätigkeiten und die Aufgaben eines einzelnen Feuerwehrmannes mit anderen im Verbund (siehe Feuerwehreinheiten), sind länderübergreifend in den Feuerwehr-Dienstvorschriften (FwDV) festgelegt.

Geschichte
Die erste Berufsfeuerwehrwache in Deutschland wurde 1854 in der Großen Hamburger Straße 13/14, Berlin-Mitte, seiner Bestimmung übergeben. Anfänglich zogen Pferdegespanne Kutschen, die um die Jahrhundertwende (siehe Industrialisierung) auf Automobilbetrieb umgestellt wurden.

Im dritten Reich wurden 1933 alle preußischen Feuerwehren der Polizei unterstellt, hier hat sich dann die Bezeichnung Feuerlöschpolizei durchgesetzt (obwohl es diese Bezeichnung offiziell nicht gab). In einem Gesetz über das Feuerlöschwesen wurden dann 1938 alle Feuerwehren im Reich als eine Polizeitruppe direkt dem Reichsminister des Innern unterstellt. Berufsfeuerwehren wurden offiziell Feuerschutzpolizei genannt, die Freiwilligen Feuerwehren in die örtlichen Polizeitruppen integriert. Fortan waren die Feuerwehrfahrzeuge nicht mehr rot, sondern grün.

Ebenso wurde 1938 mit diesem Gesetz die heute verwendete Storz-Kupplung für Schläuche und Armaturen reichsweit eingeführt und die Normierung vereinheitlicht. Bis dahin verwendeten die Feuerwehren der einzelnen Länder unterschiedliche Normen, was eine Zusammenarbeit erschwerte.

Feuerwehr-Dienstvorschrift
Feuerwehr-Dienstvorschriften (FwDV) regeln die Arbeiten der Feuerwehr in Deutschland.

Sie dienen zum einem, einen einheitlichen Standard der Hilfeleistung zu definieren und helfen zum anderen die Zusammenarbeit verschiedener Feuerwehren in einem Einsatz.

Die Feuerwehr darf nur im Rahmen der entsprechenden Dienstvorschriften tätig werden. Einzig zur Menschenrettung darf von den Dienstvorschriften abgewichen werden.

Die Dienstvorschriften werden von der Projekt-Gruppe Feuerwehr-Dienstvorschriften des (AFKzV) erstellt und von den Bundesländern auf Grundlage der entsprechenden Feuerwehr-Gesetze eingeführt.

Übersicht der FwDV

FwDV 1/1 - Grundtätigkeit - Löscheinsatz und Rettung
FwDV 1/2 - Grundtätigkeit - Technische Hilfeleistung und Rettung
FwDV 2/1 - Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehr - Rahmenvorschriften
FwDV 2/2 - Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehr - Muster-Ausbildungspläne
FwDV 3 - Die Staffel im Löscheinsatz
FwDV 4 - Die Gruppe im Löscheinsatz
FwDV 5 - Der Zug im Löscheinsatz
FwDV 6 - Taktische Einheiten und Verbände
FwDV 7 - Atemschutz
FwDV 8 - Tauchen
FwDV 9/1 - Strahlenschutz - Rahmenpläne
FwDV 9/2 - Strahlenschutz - Einsatzgrundsätze
FwDV 10 - Die tragbaren Leitern
FwDV 11 - Einsätze auf dem Wasser
FwDV 12/1 - (wurde durch FwDV 100 ersetzt)
FwDV 13/1 - Technische Hilfeleistung
FwDV 14 - Gefährliche Stoffe
FwDV 100 - Führung und Leitung im Einsatz
FwDV 500 - Einheiten im ABC-Einsatz
PDV/DV 810 - Sprechfunkdienst

Feuerwehranhänger Boot (FWA Boot)

Der Feuerwehranhänger Boot (FWA Boot) ist ein Bootstrailer (genormt nach DIN 14962), der meist ein Mehrzweck- oder Rettungsboote befördert. Gemäß Norm besitzt er einen Staukasten zur Lagerung von zwei Unterlegkeilen und einigen Spanngurten. Des Weiteren können als ungenormte Ladung eine Seilwinde und zwei Alu-Gerätekasten am Chassis mitgeführt werden. Nach DIN 14961 sind die entsprechenden Mehrzweckboote und Rettungsboote genormt.

Feuerwehranhänger mit Schaum-Wasserwerfer (FwA-SWW)

Der Feuerwehranhänger mit Schaum-Wasserwerfer (FwA-SWW) ist in DIN 14521 genormt. Er führt 500 Liter Netzmittel und eine Lutte für Leichtschaum mit sich. Außerdem enthält der Anhänger 240 Liter Schaummittel (Schaumbilder), ein Mittelschaumrohr, ein Schwerschaumrohr, einen Zumischer „Z4“, einen Zumischer „Z2“ und den namensgebenden Schaum- und Wasserwerfer.

Feuerwehrausrüstung
Zur Feuerwehrausrüstung gehören die mitgeführten Geräte auf Feuerwehrfahrzeugen, insbesondere wasserführende Armaturen, Schläuche, tragbare Leitern und Feuerlöschpumpen, und die persönlichen Ausrüstungsgegenstände eines Feuerwehrmanns.
Feuerwehrfahrzeug
Ein Feuerwehrfahrzeug ist ein Kraftfahrzeug, das von der Feuerwehr zur Bekämpfung von Bränden, zur Durchführung von technischer Hilfeleistung und/ oder für Rettungseinsätze genutzt wird (nach EN 1846-1).

Ein Feuerwehrfahrzeug muss also besonders gestaltet und eingerichtet sein
- zur Aufnahme einer Besatzung,
- zur Aufnahme einer feuerwehrtechnischen Beladung,
- zur Aufnahme von Lösch- und sonstigen Einsatzmitteln.

Weiterhin richtet sich die Auswahl eines Feuerwehrfahrzeuges nach verschiedenen Gesichtspunkten:
- nach der Größe des Ortes,
- nach der Topographie, wo das Einsatzgebiet liegt,
- nach den hauptsächlichen Gefahrenquellen.

Feuerwehrfahrzeuge nehmen als Einsatzfahrzeuge innerhalb der Nutzfahrzeuge seit jeher eine Sonderstellung ein. Die Bürger verknüpfen mit ihnen hohe Erwartungen. Dementsprechend hoch sind die Anforderungen, die bezüglich Bau und Ausrüstung gestellt werden.

Varianten
Löschfahrzeuge und Tanklöschfahrzeuge haben eine Pumpe und führen überwiegend Geräte für Löscheinsätze mit. Tanklöschfahrzeuge besitzen einen Wassertank. Rüstwagen oder Gerätewagen sind überwiegend für technische Hilfeleistungen ausgerüstet. Hier gibt es die größten nationalen Unterschiede. Hubrettungsfahrzeuge haben oft Drehleitern aber auch Teleskopmaste oder Gelenkmaste sind möglich.

In kleineren Wehren wird oft ein Löschfahrzeug oder Tanklöschfahrzeug mit einem Rüstfahrzeug kombiniert, die Bezeichnungen und die Ausstattung variiert dabei national sehr stark, so spricht man in Österreich zum Beispiel von Rüstlöschfahrzeugen und in Deutschland von Hilfeleistungslöschfahrzeugen.

Feuerwehrfahrzeuge in Deutschland
Feuerwehrfahrzeuge in Deutschland sind Einsatzfahrzeuge von Feuerwehren, welche an die vielfältigen deutschen Landschaften, geprägt durch Flachlandschaften, Küsten, Wälder und Großstädte, angepasst sind.

Einteilung nach Besatzung:

Truppfahrzeug
3 Personen, Beispiel: TLF 16/24-Tr

Staffelfahrzeug
6 Personen, Beispiel: TLF 16/25

Gruppenfahrzeug
9 Personen, Beispiel: LF 16/12

Einteilung nach taktischen Einsatzwert und Charakteristik
Im folgenden wird sich nur auf genormte (nach DIN oder EN) Feuerwehrfahrzeuge bezogen.

Löschfahrzeuge
Eine Löschfahrzeug ist mit einer Feuerlöschpumpe und im Regelfall mit einem Wasserbehälter und anderen zusätzlichen Geräten für die Brandbekämpfung ausgerüstet.

Tanklöschfahrzeuge
Tanklöschfahrzeuge (TLF) verfügen über einen großen Wassertank und einer fest eingebauten Pumpe um sofort mit dem Löschangriff beginnen zu können, ohne erst eine Wasserversorgung herstellen zu müssen. Je nach Fahrzeugtyp besetzt eine Staffel oder ein Trupp das Fahrzeug. Es gibt drei genormte Typen, das TLF 8/18, TLF 16/25 und TLF 24/50. Die erste Zahl steht dabei für die Förderleistung der Pumpe in 100 l/min bei 8 bar Augangsdruck, die zweite für den mitgeführten Wasservorrat in 100 Liter.

Löschgruppenfahrzeuge
Das Löschgruppenfahrzeug (LF) kann einen Wassertank (Beispiel LF 8/6: 600 Liter) besitzen. Es ist ein Standardfahrzeug auf dem die Einsatztaktik aller Feuerwehren aufbaut. Eine spezielle Version, des LF-16-TS, ist als Mittel des Deutschen Katastrophenschutzes in der Feuerwehren und beim THW vertreten. Wie der Name schon sagt, wird das Fahrzeug durch eine Gruppe besetzt.

Tragkraftspritzenfahrzeug
Das Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) ist ein bei kleineren Freiwilligen Feuerwehren verbreitetes Fahrzeug, welches mit einer Pumpe ausgerüstet ist. Neuere Fahrzeuge haben auch einen kleinen Wassertank (Beispiel TSF-W: 500 Liter). Das Fahrzeug ist weiterhin aufgrund seines zulässigen Gesamtgewichtes, dass unter 3,5 Tonnen liegt, auch von Personen mit der Führerscheinklasse B fahrbar. Es ist kein so genannter LKW-Führerschein (Klasse C/C1/CE) notwendig. Je nach Fahrzeugtyp besetzt eine Staffel oder eine Gruppe das Fahrzeug.

Hubrettungsfahrzeuge
Es gibt folgende Arten von Hubrettungsfahrzeugen: Drehleitern (DL) ohne oder mit Korb (DLK), Teleskopmast und Teleskopgelenkmast. Besonders in Städten sind bei der Höhenrettung aus hohen Häusern und Hochhäusern die Hubrettungsfahrzeuge unverzichtbar, da die auf den anderen Fahrzeugen untergebrachten tragbaren Leitern nur eine sehr begrenzte Rettungshöhe besitzen. Hubrettungsfahrzeuge haben eine Truppbesatzung bzw. in seltenen Fällen auch eine Staffelbesatzung. Der Standardtyp ist heute die DLK 23-12, d. h. Drehleiter mit Korb und 23 m Nennhöhe bei 12 m Ausladung (die maximale Rettungshöhe beträgt ca. 30 m). Sie verfügt über zwei Bedienstände; einen am Fuß der Leiter für den Maschinisten, und einen weiteren im Korb.

Rüst- und Gerätewagen
Rüstwagen (RW) führen umfangreiches Gerät zur technischen Hilfeleistung mit. Sie sind mit Allradantrieb und einer Seilwinde ausgerüßtet. Die Einteilung in 3 Größen (RW1, RW2, RW3) ist aus der Norm genommen worden so das nur noch den erweiterten RW2 schlicht als RW in der Norm enthalten ist. RW1 wurden typischerweise auf Unimogfahrgestell aufgebaut. Gerätewagen (GW) dienen dem Transport von Gerät für spezielle Aufgaben welches nicht, oder nur in geringem Umfang auf anderen Fahrzeugen mitgeführt wird. Der GW-G (Gerätewagen Gefahrgut, auch GW-Umwelt genannt) dient zur Begrenzung von Schäden für die Umwelt, zum Beispiel bei Gefahr einer Umweltverschmutzung, chemischer Gefahr, Gefahr durch radioaktive Stoffe oder bei biologischer Gefahr. Häufig ist auch der GW-Nachschub (GW-N) bei dem es sich um ein einfaches Pritsche/ Plane Fahrzeug handelt das im Bedarfsfall beladen wird. Weitere nicht mehr genormte Beispiele für Gerätewagen sind der GW-Öl zur Schadensbegrenzung bei Ölunfällen, der GW-W zur Wasserrettung oder der GW-Licht zur Stromversorgung und Ausleuchtung einer Unfallstelle. Die Rüst- und Gerätewagen haben eine Truppbesatzung.

Einsatzleitfahrzeuge
Ein Einsatzleitfahrzeug (ELW) ist mit Kommunikationsmitteln und anderer Ausrüstung zur Führung ausgestattet. Sie dienen der Einsatzleitung und Erkundung von Einsatzstellen.

Sonstige Fahrzeuge
Darunter fallen alle übrigen Fahrzeuge wie zum Beispiel Wechselladerfahrzeuge, Mannschaftstransportfahrzeuge (MTF), Anhänger, etc. .

Feuerwehrfahrzeuge die nicht genormt sind sind zum Beispiel:
- Flugfeldlöschfahrzeuge
- Sonderfahrzeuge der Industrie (Werkfeuerwehren)
- Hilfeleistungslöschfahrzeuge und
- Rüstlöschfahrzeuge wie sie in manchen EU Ländern gebräuchlich sind

Hersteller von deutschen Feuerwehrfahrzeugen
Magirus 
Schlingmann
Ziegler 
Rosenbauer
Feuerwehrschlauch
Die Schläuche der Feuerwehr sind essentielle Ausrüstungsgegenstände der Feuerwehr und haben die Aufgabe das Löschmittel Wasser oder Wasser/ Schaum-Gemische über Wegstrecken zu fördern. Die Schläuche lassen sich grob in zwei Typen unterscheiden. Es gibt Schläuche die zum Saugen geeignet sind und Schläuche die unter Druck Wasser weiterleiten.

Druckschläuche
Druckschläuche haben die Aufgabe der Wasserweiterleitung. Sie werden vorwiegend bei der Brandbekämpfung verwendet in dem mit entsprechend kombinierten Strahlrohren Löschmittel abgeben werden kann. Sie bestehen daher auch aus schwer brennbaren Faserstoffen. Druckschläuche haben eine flexible Form.

Druckschläuche der Nenngröße A sind eher selten und werden eigentlich nur als Abwasserschlauch einer Wasserstrahlpumpe eingesetzt.

Früher waren Druckschläuche aus Naturfasern wie Hanf oder Flachs gefertigt. Die Dichtheit des Gewebes wurde durch das Aufquellen der nassen Fasern erreicht. Die Naturfasern hatten jedoch nur eine begrenzte Haltbarkeit, da sie beispielsweise schimmeln konnten, und nach Gebrauch immer sofort z.B. im Schlauchturm getrocknet werden mussten. Moderne Schläuche sind aus strapazierfähigerem Kunstfasergewebe gewebt, das seine Dichtigkeit durch eine zusätzliche innere Gummierung erhält.

Druckschläuche HD sind Hochdruckschläuche die einen Druck bis 40 bar aushalten. Sie sind meist als formbeständig ausgeführt auf einer Schnellangriffsvorrichtung aufgerollt. Zusätzlich werden noch faltbare Schläuche mit 15 m Länge mitgeführt. Hochdruckschläuche werden vorwiegend in Österreich eingesetzt.

Druckschlauch-S
Der Druckschlauch-S ist ein formbeständiger Druckschlauch der Nenngröße D für Schnellangriffseinrichtungen auf Feuerwehrfahrzeugen. Es ist auf einer speziellen, fest montierten Haspel aufgewickelt, die fest mit der Pumpe des Fahrzeugs verbunden ist. Durch die Formbeständigkeit kann auch durch den noch aufgerollten Schlauch Wasser gefördert werden.

Druckschlauch-W
Der Druckschlauch-W ist ebenso wie der Druckschlauch-S ein formbeständiger Druckschlauch, jedoch wird er bei Wandhydranten verwendet und ist etwas leichter und weniger strapazierfähig.

Saugschläuche
Saugschläuche sind im Gegensatz zu Druckschläuchen formstabil, damit sie sich nicht durch den beim Saugvorgang auftretenen Unterdruck zusammenziehen. Sie werden als Saugleitung an den Saugeingang einer Feuerlöschkreiselpumpe angeschlossen.

Saugschlauch der Nenngröße D
Der D-Ansaugschlauch, wird zum Ansaugen des Schaummittels vom Kanister in den Zumischer verwendet.

Feuerwehrschlauch Typ C gelb
Quelle: Ohrdrufer SchlauchWeberei Eschbach GmbH
Feuerwehrschule
Eine Feuerwehrschule dient der Ausbildung von Feuerwehrangehörigen überregional.

Während die Grundausbildung meist in der Feuerwehr selbst durchgeführt wird, werden Weiterbildung und Spezialausbildungen zusammengefasst in Schulen durchgeführt, da hier auch die Infrastruktur einfacher und kostengünstiger herzustellen ist. Man kann auch mit Geräten arbeiten und üben, die in der eigenen Wehr nicht vorhanden sind. Außerdem wird die Kameradschaft mit anderen Feuerwehrkameraden gepflegt.

Finimeter
Als Finimeter wird ein Manometer bezeichnet, welches dem Gerätetaucher oder dem Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr den Druck in seiner Pressluftflasche anzeigt.

Es wird am Hochdruckausgang seiner ersten Stufe angeschlossen. Der Druck wird in eine spiralförmig nach innen aufgewickelte Burdonröhre geleitet, die sich dadurch ausdehnt. Am Ende befindet sich an einer Achse ein Zeiger. An der Spitze des Zeigers kann der der Druck auf einer Skala abgelesen werden. Bei einigen Finimetern setzt man zur Verstärkung/Übersetzung zwei Zahnräder ein.

Das Funktionsprinzip kann man sich an einem Gartenschlauch verdeutlichen: Der Schlauch liegt aufgerollt im Gras und das Ende ist verschlossen. Wenn man den Hahn aufdreht streckt sich der Schlauch durch dem Druck.

Flammpunkt
Als Flammpunkt einer Flüssigkeit wird die Temperatur bezeichnet, bei der der Dampfdruck so hoch ist, dass sich das entstehende Gas/Luft-Gemisch mit einer Zündquelle entflammen lässt, die Verbrennung jedoch wieder stoppt, sobald die Zündquelle entfernt wird.

Hat die brennbare Flüssigkeit eine Temperatur, die niedriger ist als der Flammpunkt, lässt sich die Flüssigkeit nicht mit einer Zündquelle entzünden. Erst wenn die Temperatur des Flammpunktes erreicht ist, bildet die Flüssigkeit in ausreichender Menge brennbare Dämpfe, welche sich dann entflammen lassen. Die nachströmende Dampfmenge ist jedoch nicht groß genug, um eine dauerhafte Verbrennung zu ermöglichen, wenn die Zündquelle wieder entfernt wird.

Dies lässt sich beispielsweise mit Dieselkraftstoff oder Heizöl ausprobieren, das einen Flammpunkt von etwa 55 °C besitzt. Es lässt sich bei Zimmertemperatur mit einen Streichholz nicht entflammen. Vorsicht: Wird das Streichholz lange genug an die Flüssigkeit gehalten, steigt dadurch die Temperatur, was zum erreichen des Flammpunktes, und somit zur Entzündung führen kann.

Der Flammpunkt liegt meist nur weinige Grad unterhalb des Brennpunktes; ab dieser Temperatur ist eine dauerhafte Verbrennung, auch nach Entfernen der Zündquelle möglich. Wird die Flüssigkeit weiter erhitzt, entzündet sie sich bei Erreichen der Zündtemperatur von selbt, das heißt ohne eine externe Zündquelle.

Es gibt verschiedene Prozeduren den Flammpunkt einer Flüssigkeit zu bestimmen:
- Methode nach Abel-Pensky
- Methode nach Pensky-Martens
- Methode nach Marcusson (Schmieröle)
- Methode nach Cleveland

Florentine
Florentine (lateinisch die Hochangesehene, die Blühende) ist ein weiblicher Vorname. Das männliche Pendant hierzu ist Florentin (Florens, Florian).Außerdem war Florentine die Göttin der Blüte und Natur bei den Römern bevor sie die griechischen Götter übernahmen. Variationen sind Florence, Florentina und Florentyna.

Florentine wird außerdem von den deutschen Feuerwehren als BOS-Funkrufname im 2-Meter-Band verwendet.
Florian
Florian (lat. der Blühende) ist ein männlicher Vorname.

Bekannte Namensträger:
Florian, (lat. Florianus) römischer Kaiser im Jahr 276, Nachfolger seines Bruders Tacitus, der zuvor Rom als vom Senat gewählter Kaiser regierte.

St.Florian gilt als Schutzpatron der Feuerwehr daher auch die Bezeichnung Florianijünger oder Floriansjünger für Feuerwehrleute sowie der für Feuerwehr-Fahrzeuge übliche Funkrufname "Florian" in Kombination mit der individuellen Fahrzeugkennung im 4 Meterband.

Heiliger Florian
Quelle: Jäger Graf GbR  
Fluchtweg
Der Fluchtweg ist ein in einem Objekt besonders gekennzeichneter Weg, der am schnellsten zum nächsten Notausgang führt.

Dieser Weg ist entlang des Verlaufs mit Piktogrammen gekennzeichnet. Die Kennzeichnung ist oft mit der Notbeleuchtung gekoppelt. Diese Wege müssen so bemessen sein, dass die Personen, die sich zum Zeitpunkt einer besonderen Gefahr, wie einem Brand, in einem Gebäude oder einem anderen Objekt aufhalten, dieses möglichst schnell verlassen können. Fluchtwege dürfen nicht dauernd, aber auch nicht vorübergehend verstellt werden.

Ein Fluchtweg kann zu einem normalen Ausgang aber auch zu einem Notausgang führen.

Der Fluchtweg muss so ausgeführt sein, dass sich Personen auch bei einer Verrauchung des Weges nicht verletzen oder verirren können. Schwierig sind die Anlagen oft in Einkaufszentren, da sich dort viele ortsunkundige Personen aufhalten.

Ein bedeutendes Thema ist der Fluchtweg bei Tunnelanlagen oder auf Autobahnen innerhalb von Lärmschutzwänden. Fehlende Fluchtwege können bei Bränden Katastrophen auslösen.

Fluchtweg
Quelle: WDN BrandSchutzTechnik GmbH

Flughafenfeuerwehr
Eine Flughafenfeuerwehr ist eine Betriebsfeuerwehr, die speziell auf die verschiedensten Unfallarten, die auf einem Flughafen oder in der näheren Umgebung aufteten können, ausgerichtet ist.

Aufgaben und Fähigkeiten
Die Flughafenfeuerwehr muss vielen unterschiedlichen Szenarien auf Flughäfen gewachsen sein:
- der am häufigsten vorkommende Zwischenfall ist, dass ein Flugzeug von einer Roll- oder Startbahn abkommt und in die Wiese rutscht. Dabei handelt es sich um einen reinen technischen Einsatz. Es muss nur sehr schnell gehen um die Bahn wieder frei zu bekommen. Andererseits handelt es sich um wesentlich größere Gewichte als bei einem normalen Verkehrsunfall.
- sie muss für vorbeugenden Brandschutz sorgen, wenn ein Flugzeug aus welchem Grund auch immer eine Notlandung oder eine Bauchlandung durchführen muss. Dabei kann z.B ein Schaumteppich aufgetragen werden, um die Reibungswärme beim Landen auf dem Flugzeugrumpf abzuleiten, um einen Brand (siehe Brandbekämpfung) im Flugzeug und speziell das Entzünden des Treibstoffes zu verhindern.
- der schwierigste Fall eines tatsächlichen Flugunfalles auf dem Gelände des Flughafens.
- sie muss aber auch bei Flugunfällen außerhalb des Flughafengeländes zum Einsatz fahren. Je nach Entfernung kann sie natürlich meist nur in einer späteren Phase nach den örtlichen Feuerwehren in Einsatz kommen. Hier ist vor allem die Erfahrung gefragt, die die Standardfeuerwehr mit Flugunfällen nicht haben kann.
- aber auch der normale Feuerwehreinsatz innerhalb des Geländes gehört ebenfalls dazu, wenn man bedenkt, dass sich auf einem größeren Flughafen immer bis 100.000 Menschen, also so viele wie in einer mittleren Stadt leben, aufhalten.
- nebenbei gehört auch der standardmäßige Brandschutz z.B. bei Schweißarbeiten oder die Feuerlöscherüberprüfung des gesamten Areals.

Eine Vorschrift der IATA verlangt, dass der entfernteste Punkt des Flughafen-Areals in höchstens drei Minuten ab dem Alarmierungzeitpunkt erreicht werden muss. Um das zu erreichen müssen oft mehrere einzelne Brandwachen eingerichtet werden. Aber auch an die Fahrzeuge stellt das extreme Anforderungen.

Personal So vielseitig, wie die Aufgaben, muss dementsprechend auch die Ausrüstung und die Ausbildung der Feuerwehrangehörigen sein. Die Mindestanzahl an hauptberuflichen Feuerwehrangehörigen wird von der Behörde vorgeschrieben, dazu kommen üblicherweise noch eine größere Anzahl von freiwilligen Feuerwehrangehörigen, die sich aus den vielen Flughafenbediensteten rekrutieren.

Fahrzeuge So hat ein großes Flugfeldlöschfahrzeug eine Fahrleistung bis zu 800 kW und erreicht trotz der 40 t Gesamtgewicht eine Geschwindigkeit von 150 km/h in 40 sek. Gegenüber einem normalen Tanklöschfahrzeug hat es wesentlich mehr Wasser (bis 12.000 l und Schaummittel an Bord, da es im Einsatz nicht möglich ist, eine Zubringleitung zur Wasserversorgung zu errichten. Eine Feuerlöschpumpe hat üblicherweise eine Leistung von 6.000 l/min und benötigt dazu einen eigenen Motor mit 250 kW, so dass der Tank mit dem Monitor in zwei Minuten leer ist. Solche Fahrzeuge haben üblicherweise eine Besatzung von ein bis zwei Mann.

Natürlich sind als Ergänzung noch einige fast normale Feuerwehrfahrzeuge, wie Rüstlöschfahrzeuge und Einsatzleitfahrzeuge, die in ihrer Ausrüstung den Anforderungen angepasst sind.

Einer der weltweit größten Hersteller von Flugfeldfeuerwehrfahrzeugen ist die österreichische Firma Rosenbauer.

Freiwillige Feuerwehr
Eine Freiwillige Feuerwehr (offizielle Abkürzung FF, aber auch FFw) ist eine öffentliche Feuerwehr die sich aus ehrenamtlichen Mitgliedern zusammensetzt. In Städten, Gemeinden und Ortschaften mit weniger als 100.000 Einwohnern sind in der Regel Freiwillige Feuerwehren für den Brandschutz zuständig.

Alarmierung von Freiwilligen Mitgliedern
Am Anfang eines jeden Einsatzes der Feuerwehr steht die Alarmierung. Besonders bei Freiwilligen Feuerwehren stellt diese Alarmierung ein nicht zu unterschätzendes Problem dar. Da die Mitglieder größtenteils nicht zentral erreichbar sind, sondern sich in der Regel an Plätzen befinden, die der Leitstelle nicht direkt bekannt sind, z.B. zu Hause, auf der Arbeit oder unterwegs sind.

Nachdem der Alarm bei einer mehr oder weniger großen Anzahl von Empfängern angekommen ist, begeben sich die Einsatzkräfte schnellstmöglichst zum Gerätehaus. Nach dem Anlegen der Einsatzkleidung folgt das Besetzen der relevanten Feuerwehrfahrzeuge und die Fahrt zum Einsatzort.
Hauptamtliche Kräfte
Diese Unterform ist in einigen Städten mit weniger als 100.000 Einwohnern möglich und auch gebräuchlich. Hier arbeiten so genannte hauptamtliche Kräfte Hand in Hand mit einer Freiwilligen Feuerwehr zusammen. Zudem gibt es einige Städte mit über 100.000 Einwohner, in denen durch Sondergenehmigung keine Berufsfeuerwehr eingerichtet werden musste.
Funkmeldeempfänger
Ein Funkmeldeempfänger (kurz FME, weitere Bezeichnungen: Pager, Pieper, Piepser) ist ein kleiner tragbarer Funk-Empfänger, der üblicherweise zur Alarmierungszwecken eingesetzt wird. Entsprechend der Bauart des Senders gibt es digitale und analoge Empfänger.

Funktionsweise
Ein FME empfängt dauernd auf einer bestimmten Funkfrequenz, und wird beim Empfang eines in jedem Gerät festgelegten Code aktiviert. Je nach Bauart gibt er einen Alarmton ab (daher auch der Name Piepser), vibriert, zeigt eine empfangene Meldung an, oder schaltet den Lautsprecher ein, um eine empfangene Durchsage wiederzugeben.

Nutzung
Weit verbreitet sind Funkmeldeempfänger bei Hilfsorganisationen wie beispielsweise der Feuerwehr, um die Mitglieder über einen Einsatz zu informieren. Sie dienen also der Alarmierung.

Pager hingegen werden eher in Firmen eingesetzt, um wichtige Personen beispielsweise zum telefonischen Rückruf unter der übermittelten Telefonnummer zu veranlassen, werden aber immer mehr von Mobiltelefonen verdrängt. Für Pager unterschiedlicher Hersteller bestehen verschiedene Funkrufnetze wie beispielsweise Chekker, Cityruf, Scall oder Quix.

Funkmeldesystem der BOS in Deutschland
Der Begriff Funkmeldesystem (kurz FMS) wird bei den Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) für die Übermittlung von Einsatzkurzmeldungen der Fahrzeuge verwendet.

Funktionsweise
Mit Hilfe des Funkmeldesystem der BOS werden sogenannte taktische Kurzinformationen zwischen Fahrzeugen und Leitstelle ausgetauscht. Zur Übertragung der digitalen Daten wird der normale Betriebskanal der jeweiligen BOS verwendet. Ein Datentelegramm enthält 48Bit wobei 40Bit Nutzdaten enthalten sind. Jedes Fahrzeug verfügt dazu über eine eindeutige digitale Kennung die stets zusammen mit der Information übertragen wird. Von Seiten des Fahrzeuges wird über eine Ziffer (0-9) und über eine Zusatzebene (I-IV) eine Information an die Leitstelle übermittelt, letzter ist jedoch ungebräuchlich. Von Seiten der Leitstelle kann über einzelne Buchstaben (E, C, F, H, J, L) eine Information gezielt an ein einzelnes Fahrzeug übermittelt werden. Die Übermittlung wird vom System durch Rückübertragung quittiert.

folgende Ziffern sind dienstübergreifend festgelegt:
- 0 = Notruf
- 9 = Handquittung

Die technischen Details sind in der TR-BOS Funkmeldesystem festgelegt. (TR = Technische Richtlinie)

Beispiel:
Status Aktion
0 Notruf
1 Einsatzbereit über Funk
2 Einsatzbereit auf der Wache
3 Anfahrt zum Einsatzort
4 Ankunft am Einsatzort
5 Sprechwunsch
6 nicht einsatzbereit
7 - nur Rettungsdienst -
8
9 Handquittung
Funkrufname
Der Funkrufname ist die Bezeichnung eines Fahrzeuges im Funknetz, diese folgt einem bestimmten Schema:

Behörde/Dienst
Ort/Stadt/Kreis
Fahrzeugkennung
Brandinspektion/Wache

Funkbezeichnungen
Behörden/Dienste/etc. (4Meter-Band)
Florian = Feuerwehr
Heros/Hermine = THW
Christoph = Rettungshubschrauber
Kater = Katastrophenschutz
Sama = ASB
Rotkreuz = DRK
Pelikan = DLRG
Akkon = JUH
Johannes = MHD

Fahrzeugkennungen
Feuerwehr
10-19 : Führungsfahrzeuge/Einsatzleitwagen
20-29 : Tanklöschfahrzeuge
30-39 : Hubrettungsfahrzeuge
40-49 : Löschgruppen- und Tragkraftspritzenfahrzeuge
50-59 : Gerätewagen
60-69 : Rüst- und Gerätewagen
70-79 : Sonderlöschfahrzeuge
80-89 : Versorgungs- und Sonderlöschfahrzeuge
90-99 : Sonderfahrzeuge, ABC-Zug
Funkstelle
Sie besteht aus Geräten, die zum Senden und Empfangen elektromagnetischer Wellen geeignet sind. Dazu gehören: Das Funkgerät mit Sender und Empfänger, Bedienteil, Antenneneinrichtung, Besprechungseinrichtung (z. B. Handapparat), Stromversorgung und evtl. Zusatzeinrichtungen. Ortsfeste Funkstelle: Sie ist in Leitstellen und Feuerwehrgerätehäusern eingebaut. Mobile Funkstelle: Sie ist in Fahrzeugen installiert. Tragbare Funkstelle: Sind Handsprechfunkgeräte, die über eine eigene Stromversorgung (Akkus) verfügen.

G

G 26.3
Dieser Grundsatz gibt Empfehlungen für gezielte arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen zur Feststellung, ob bei Personen gesundheitliche Bedenken gegen das Tragen von Atemschutzgeräten besteht.
Hinweise für die Auswahl des zu untersuchenden Personenkreises geben die Auswahlkriterien für die spezielle arbeitsmedizinische Vorsorge nach dem berufsgenossenschaftlichen Grundsatz G 26 "Atemschutzgeräte"
Gasmelder
Gasmelder sind Feuermelder, die Alarm schlagen, wenn die Konzentration von Kohlenstoffmonoxid, Kohlenstoffdioxid oder anderer Verbrennungsgase in einem Raum einen bestimmten Wert überschreitet. Deshalb sind sie auch in warmen, staubigen und rauchigen Räumen einsetzbar, wo Hitzemelder und Rauchmelder versagen.
Gefahren
Feuerwehrangehörige sind bei Einsätzen und bei Übungen einer Vielzahl von Gefahren ausgesetzt. Die Feuerwehr unterteilt die Gefahren in neun Gruppen: Atemgifte, Angstreaktion, Ausbreitung, Atomare Strahlung, Chemische Stoffe, Verletzung, Explosion, Elektrizität, Einsturz.
Gefahrgut-Zug
Speziell ausgerüsteter Zug der Feuerwehr zum Einsatz bei Chemieunfällen und der Gefahrstoffmessung.
Gegensprechen
Eine Verkehrsart im Sprechfunkverkehr, bei der gleichzeitig gesendet und empfangen werden kann. Diese Verkehrsart benötigt zwei Frequenzen (eine im Oberband und eine im Unterband) und wird vorwiegend im 4 m-Bereich durchgeführt.
Gerätewagen (GW)
Sind Feuerwehrfahrzeuge, die zum Bereitstellen von Geräten für jegliche Art von Feuerwehreinsätzen benötigt werden.

Man unterscheidet
Gerätewagen-Atemschutz (GW-A),
Gerätewagen-Gefahrgut (GW-G),
Gerätewagen-Öl (GW-Öl)
Gerätewagen-Rüstmaterial (GW-Rüst)
Gerätewagen-Logistik (GW-L / GW-Logistik)
Gerätewagen (GW)
Gerätewagen (GW) sind in Deutschland spezielle Fahrzeuge der Hilfsorganisationen, die dafür ausgelegt sind, umfangreiches Gerät für ein Aufgabenfeld an Einsatzstellen zu bringen. Sie unterscheiden sich heute von den Rüstwagen dadurch, dass sie im Wesentlichen dem Transport des Gerätes dienen, während im Rüstwagen auch festeingebaute Geräte (Stromerzeuger, Seilwinde) vorhanden und diese mit Allradantrieb ausgerüstet sind. Die transportierten Geräte unterscheiden sich je nach Aufgabe des Fahrzeugs. Häufig handelt es sich um Geräte für spezielle Aufgaben wie etwa der Ölschadensbekämpfung, die nicht oder in deutlich geringerem Umfang auf anderen Fahrzeugen mitgeführt werden. Aus wirtschaftlichen Gründen werden, vor allem in neuerer Zeit, von einigen Feuerwehren statt Gerätewagen ein Wechselladerfahrzeug und entsprechende Abrollbehälter beschafft. Trotz der sprachlichen Ähnlichkeit sind Gerätewagen nicht mit den Gerätekraftwagen (GKW) zu verwechseln, die anderen Normen und Zielsetzungen unterliegen.
Gerätewagen Messtechnik ( GW-Mess )
Zum Transport einer umfangreichen Ausrüstung zum Messen und Spüren wurde eine verwandte Fahrzeuggattung der Gerätewagen entwickelt. Diese nennt sich Gerätewagen MesstechnikGW-Mess ). Zu den Aufgaben gehören unter anderem: Bereitstellung umfangreicher Messausrüstung, Aufspüren und Bestimmen atomarer, biologischer und chemischer Kampf- und Gefahrstoffe, Kennzeichnen kontaminierter Gebiete. Die Fahrzeuge werden meist in Form von Lieferwagen oder Klein-Lastkraftwagen gebaut und führen auch adäquate Schutzkleidung mit. Sie sind nicht durch das Deutsche Institut für Normung genormt. Allerdings haben einige Bundesländer spezielle, genormte Varianten vom Gerätewagen Messtechnik entwickelt. Dazu zählen beispielsweise die GW-Mess des Landes Rheinland-Pfalz und die in den 90er Jahren beschafften GW-Meß des Landes Thüringen.
Gerätewagen Nachschub (GW-N)
Die Gerätewagen NachschubGW-N ) dienen der Nachschubsicherung und zum Bereitstellen von diversen Ausrüstungen und Materialien für die Einsatzkräfte. Es gibt sie sowohl als getrennte Fahrzeuge (Gerätewagen Atemschutz, GW-A bzw. Gerätewagen Strahlenschutz, GW-S) und als weiter verbreitete Kombination (GW-A/S). Das Fahrzeug kommt besonders dann zum Einsatz, wenn der Bedarf an bestimmten Materialien (Ölbindemittel usw.) sehr groß ist oder spezielle Kleidung und Geräte benötigt werden. Nicht selten ist das Fahrzeug Teil des erweiterten Löschzuges. Die Unterstützung anderer Feuerwehreinheiten gehört ebenfalls zu den Alarmierungsgründen. Deshalb ist der GW-N, obwohl nicht mehr genormt, fester Bestandteil in der Ausrückeordnung vieler Feuerwehren.
Gesetze
Durch das Grundgesetz ist festgelegt, dass das Feuerwehrwesen durch die Länder geregelt ist. Daher wurde in jedem Land ein Gesetzt für die Feuerwehr erlassen. In Nordrhein-Westfalen (NRW) gilt das Gesetz über den Feuerschutz und die Hilfeleistung (FSHG). Näheres regeln Feuerwehrdienstvorschriften (FwDv)
Großbrand
Einsatz von mehr als 3 C Rohren (gleichzeitig)
Großschadensereignis
Bezeichnung für Naturereignisse und Unfälle mit besonders schweren Auswirkungen. (vormals Katastrophe genannt)
Gruppe
Die Gruppe ist die Standardeinheit der Feuerwehr. Sie gliedert sich in einen Gruppenführer, den acht Gruppenmitgliedern und dem Gerät (Gruppe: 1/8). Entsprechend ihrer Aufgabe besteht die Gruppe aus Maschinist, Melder, Angriffstrupp, Wassertrupp und Schlauchtrupp. Ein Trupp besteht jeweils aus Truppführer und Truppmann.
GSG
Die Sondereinsatzgruppe GSG setzt sich aus Kräften der Feuerwehr aus allen Löschzügen zusammen. Ziel dieser Gruppe ist die Gefahrenabwehr in Strahlenschutzeinsätzen oder in Unfällen mit Chemikalien oder anderen gefährlichen Stoffen, wo die Leistungsfähigkeit der Löschzüge schnell eingeschränkt ist, da erstens die nötigen Gerätschaften nicht auf den Löschfahrzeugen vorhanden sind und zweitens auch die Praxis und Erfahrung in den Löschgruppen nicht ausreichend gegeben ist.

H

Hebekissen
Als Hebekissen bezeichnet man zwei an den Kanten verbundene (vulkanisierte) Gummimatten, die man mit Druckluft aufblasen kann und sie so zum Heben von Lasten verwenden kann.

Anwendungsbereiche
Hebekissen sind vielseitig einsetzbar. Da sie teilweise enorme Massen anheben können, werden sie besonders häufig von Hilfsorganisationen eingesetzt. Feuerwehr und Technisches Hilfswerk nutzen sie u.a. zur Befreiung von Menschen, nach Gebäudeeinstürzen (siehe auch Erdbeben) oder nach Autounfällen.

Vorteile/ Nachteile
Hebekissen haben einige Vorteile gegenüber anderen Hebewerkzeugen, wie Winden oder Wagenheber:
Da sie sehr dünn sind, kann man sie leicht unter das zu hebende Objekt darunter legen.
Durch ihre Flexibilität beschädigt man die Objekte nicht so leicht, wie mit anderen Werkzeugen.
Es ist keine manuelle Kraft notwendig, um etwas zu heben.
Mit der Druckluft kann man leicht ein Heben und Senken durch Betätigen von Pneumatikventilen steuern.
Trotz geringem Luftdruck sind große Gewichte bewältigbar.
Der Nachteil ist der, dass nicht immer Druckluft am Einsatzort vorhanden ist. Möglich ist die Versorgung vor Ort mittels Druckreduzierung durch die Luft von Pressluftflaschen von Pressluftatmern oder durch den Anschluss für eine Druckluftbremsanlage für Anhänger, die bei den meisten Feuerwehrfahrzeugen vorhanden sind.

Anwendungshinweise
Wegen der leichten Verletzlichkeit der Hebekissen, sollte man beim Heben von Metallteilen wenn möglich ein Holzbrett dazwischenlegen.

Hertz (Hz)
Ist die Messeinheit von Schwingungen. 1 Hz bedeutet 1 Schwingung pro Sekunde. 1000 Hz = 1 kHz (1 Kilohertz), 1 Million Hz = 1 MHz (1 Megahertz). Die Einheit ist nach dem Physiker Heinrich Hertz (1857 - 1894) benannt.
Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW)
Versagen bei einem Patienten die Vitalfunktionen (Atmung und Kreislauffunktionen) so wird mit der HLW versucht diese wieder zu aktivieren. Die HLW setzt sich aus Atemspende (Mund-zu-Nase) und Herzdruckmassage zusammen.
Hilfeleistung
Sammelbegriff für technische Einsätze, z.B. bei Unfällen oder Überschwemmungen
Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20 (HLF 20)
Das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20 (HLF 20) ist die größere Ausführung des HLF 10 und geht entsprechend über die Beladung des HLF 10 hinaus. Es war seit 2004 als HLF 20/16 gemeinsam mit dem damaligen LF 20/16 in der DIN 14530 Teil 11 genormt. Die momentane – leicht angepasste – Norm lautet DIN 14530 Teil 27. Das Fahrzeug verfügt über einen 1.600 Liter fassenden Löschwassertank, 120 Liter Schaummittelvorrat und 12 kg Löschpulver. Seine Feuerlöschkreiselpumpe kann pro Minute 2.000 Liter Wasser bei einem Ausgangsdruck von 10 bar fördern. Gegenüber dem Löschgruppenfahrzeug 20 verfügt es oft über einen kleineren Wassertank, jedoch dafür über eine umfangreichere Beladung zur Technischen Hilfeleistung. Zu letzterer gehören nach aktuellem Stand unter anderem ein hydraulischer Rettungssatz (mit Rettungsspreizer mindestens in Ausführung „BS“, Rettungsschere mindestens in Ausführung „BC“ und Satz Rettungszylinder), Zubehörmaterial, ein Verkehrsunfallkasten sowie grundsätzlich ein pneumatischer Hebesatz. Es umfasst eine nahezu identische Ausstattung für die Brandbekämpfung wie das Löschgruppenfahrzeug 20: Hierzu zählen neben den wasserführenden Armaturen, zwei Fluchthauben, eine vierteilige Steckleiter (oder alternativ zwei Multifunktionsleitern), eine dreiteilige Schiebleiter und ein Sprungrettungsgerät. Ebenso müssen vier Pressluftatmer, ein Atemschutzüberwachungssystem, zwei Schachtabdeckungen, vier leichte Chemikalienschutzanzüge, eine Strom- und Beleuchtungsausrüstung, Tauchpumpe TP 4/1, Motorsäge und Säbelsäge verlastet werden. Auch im HLF 20 müssen, im Gegensatz zu den Löschgruppenfahrzeugen LF 10 und LF 20, weder Drucklüfter noch Schornstein-Werkzeugkasten mitgeführt werden. Darüber hinaus kann das HLF 20 allerdings mit einer Seilwinde, einer Zusatzbeladung zur Bekämpfung von Wasserschadenslagen, Absturzsicherung oder für Gefahrstoffeinsätze, selten auch mit einer Tragkraftspritze versehen werden. Das Fahrzeug kann über einen Allradantrieb verfügen und hat eine zulässige Gesamtmasse von 15 Tonnen.
Hitzeschutzanzug
Hitzeschutzanzüge dienen dem Schutz von Feuerwehreinheiten bei sehr heißen Bränden. Sie bestehen aus einer gut isolierten Aluminiumfolie, welche die Hitzestrahlung vom Körper des Feuerwehrmannes fern hält. Einsatzbereiche wären z. B. Brände in Chemiefabriken, Ölquellen, Metallen oder Tank-/Kesselwagen.
Höhenrettungsdienst
Angehörige des Höhenrettungsdienstes (HRD) sind Feuerwehrmänner, die am normalen Einsatzdienst teilnehmen und nur auf Anforderung bzw. bei entsprechenden Einsatzlagen ihre spezielle Tätigkeit ausführen.
Aufgaben des HRD sind unter anderem: das Abtragen von einsturzgefährdeten Gebäudeteilen, das Retten von in Not geratenen Tieren, das Retten von in Not geratenen Personen in großer Höhe und Tiefen (z. B. Rettung oder Bergung aus Schächten) sowie das Einfangen von suizidgefährdeter Personen
Hohlstrahlrohr
Hohlstrahlrohre (Abkürzung: HSR) sind Armaturen der Feuerwehr zur Löschmittelabgabe (Wasser oder Wasser/ Schaum-Gemische), die neben den Sonderstrahlrohren, Mehrzweckstrahlrohren und Schaumrohren verwendet werden.

HSR finden mittlerweile immer mehr Verbreitung. Bei Hohlstrahlrohren wird das Wasser durch eine ringförmige Düse geleitet so das ein hohler Wasserstrahl entsteht, der stabiler als ein herkömmlicher Vollstrahl (Stabstrahl) ist und somit bessere Wurfweiten erlaubt. Es kann damit außerdem stufenlos ein Sprühkegel von teilweise bis über 90 Grad erreicht werden. Meistens kann noch der Durchfluss des HSR geregelt werden, die Wasserabgabe muss dazu nicht unterbrochen werden. Somit kann der vorgehende Strahlrohrführer einen wassersparenden Löschangriff durchführen.

Bei den Feuerwehren werden sehr unterschiedliche Hohlstrahlrohrmodelle eingesetzt und es ist eine lebhafte Diskussion im Gange (2005) welcher Typ von Hohlstrahlrohr sich wohl am besten für den Feuerwehreinsatz eignet.

Wichtige Unterschiede:
- Strahlrohre mit rotierendem/festen Zahnkranz: Bei einem Strahlrohr mit rotierendem Zahnkranz, wird der Strahl von dem rotierenden Zahnkranz in feinen Wassernebel zerschnitten, was zu einem besseren Löscherfolg führt. Allerdings kann dies zu einem Ansaugen der Flamme in den Wasserkegel führen, was für die Einsatzkräfte gewöhnungsbedürftig ist. Je nach Gestaltung des Zahnkranzes kann der Sprühkegel leer, teilweise oder komplett mit Wassertropfen gefüllt sein. Strahlrohre, die einen gefüllten Kegel produzieren, werden in der Regel sinnvoller sein.
- Automatik-Rohre: Bei Automatik-Rohren hängt das Strahlbild und Wurfweite nicht von der Durchflussmenge ab, damit dies funktioniert muss immer ein genügend hoher Druck (ca. 6 bar) am Strahlrohr anliegen. Der Durchfluss des Strahlrohres wird innerhalb angegebener Grenzen durch ein integriertes Federpaket geregelt, welches sich bei steigendem Druck weiter öffnet und damit den Durchfluss erhöht, während der Druck dadurch konstant gehalten wird.
- Durchflussmenge: Der maximale Durchfluss variiert bei unterschiedlichen Strahlrohrmodellen sehr. Üblich sind Hohlstrahlrohre (mit C-Kupplung) mit einer Durchflussleistung von ca. 130 l/min bis ca. 300 l/min, es sind jedoch auch Modelle erhältlich, deren Durchflussmenge bei 20 l/min beginnt oder bei über 1000 l/min endet.

Vorteile gegenüber Mehrzweckstrahlrohren:
- Die stufenlose Einstellmöglichkeit von Sprühkegel und Durchflussmenge erlaubt eine schnelle und flexible Anpassung an die Verhältnisse eines Brandes. Somit können größere Wasserschäden verhindert werden.
- Der Sprühstrahl kann eine größere Fläche abdecken (teilweise bis über 90 Grad). Dies erlaubt einerseits eine verbessert Kühl- und Löschwirkung (gerade bei der Rauchgasabkühlung im Innenangriff zur Verhinderung eines Flash-Overs), andererseits auch eine erhöhte Sicherheit für den Angriffstrupp (manche HSR nennen diese Funktion Mannschutz).
- Der Sprühstrahl besteht aus kleineren Tröpfchen (~0,3mm) als bei klassischen Mehrzweckstrahlrohren, dadurch erhöht sich die Oberfläche der Tropfen insgesamt und damit auch die Kühlwirkung. Die gegenüber Hoch- und Höchstdruckstrahlrohren (Tröpfchen um 0,1mm) noch etwas größeren Tröpfchen der HSR werden zur Zeit (2004/2005) als idealer Kompromiss zwischen Kühlwirkung und Eindringtiefe angesehen und gelten als ideal zur Flash-Over-Bekämpfung.

Jedoch müssen die verbesserten Strahlrohr-Eigenschaften durch spezielle Feuerwehrausbildung erlernt werden. Da viele unterschiedliche Hohlstrahlrohre eingesetzt werden muss sich diese Ausbildung immer an der örtlichen Ausstattung orientieren. Brauchbare Hohlstrahlrohre sind in der Anschaffung meist wesentlich teurer als Mehrzweckstrahlrohre (etwa doppelt bis 10fach so teuer, je nach Modell und Hersteller ->ab ~200€/Stück 2005), jedoch deutlich preiswerter als Hoch- oder Höchstdrucklöschanlagen (die immer viele tausend Euro kosten und in der Anwendung immer sehr beschränkt, oft sogar völlig unsinnig sind).

Hohlstrahlrohre können bei grob verunreinigtem Wasser (Algen, Schmutz aus offenen Gewässern) unter Umständen leicht verstopfen - nicht zuletzt daher kann es sinnvoll sein, zusätzlich einige klassische Mehrzweckstrahlrohre auf den Fahrzeugen mitzuführen.

Im Juni 2002 wurde die DIN 14 357 Hohlstrahlrohre PN 16 veröffentlicht.

Hydrant
Mittels Hydranten kann Wasser aus den Rohrleitungsnetzen der Wasserwerke entnommen werden. Hydranten müssen regelmäßig von dem Wasserwerk kontrolliert werden und stets zugänglich sein.

Überflurhydrant
Der Überflurhydrant (auch Oberflurhydrant) ist oberirdisch fest installiert und hat mehrere Abgänge mit genormten Kupplungen, üblicherweise in der Nenngröße B oder C und seltener auch A. Dies ist auch abhängig vom Durchmesser der Zuleitung. Oberflurhydranten finden sich meist in Städten oder nahe größerer öffentlicher Einrichtungen.

Fallmantelhydrant
Der Fallmantelhydrant ist eine Unterart der Überflurhydranten. Die Abgänge die jeweils ein eigenes Absperrorgan haben werden mit einem Fallmantel verdeckt, der sie vor Verschmutzung und Beschädigung schützt. Da diese meistens Abgänge mit der Nenngröße A haben, werden diese meist bei besonders gefährdeten Objekten, wie Industrieanlagen verwendet. Beide Hydrantenarten haben den Nachteil, dass sie z. Bsp. durch Kraftfahrzeuge beschädigt werden können.

Unterflurhydrant
Der Unterflurhydrant ermöglicht den Anschluss eines Standrohres. Unterflurhydranten haben den Nachteil, dass sie von Kraftfahrzeugen zugeparkt werden können oder auch durch Schnee oder Eis verfroren sind und somit oft nicht benutzbar sind. Für Unterflurhydranten ist eine genaue Bezeichnung durch Hinweisschilder sehr wichtig.

Aufsetzen des Standrohres
Das Standrohr wird mittels Bajonettverschluss auf den Unterflurhydranten aufgesetzt und verriegelt. Es besitzt meist zwei genormte Kupplungen, üblicherweise in der Nenngröße B und kann mit Handrädern geöffnet werden. Allerdings muss der Hydrant selbst mit einem Schieberschlüssel, umgangssprachlich auch Standrohrschlüssel, geöffnet werden.

Alle Hydrantentypen haben ein Fußventil, das auch gleichzeitig als Entleerung wirkt. Dieses Ventil wird über ein Gestänge von oben her mit einem Hydrantenschlüssel oder mit einem Schieberschlüssel beim Unterflurhydranten bewegt. Im Normalfall ist der Hydrant wasserfrei und kann daher auch nicht einfrieren. Die Entleerung erfolgt entweder über ein Schotterbett oder die Regenwasserkanalisation.

Hydroschild
Hydroschilder können ohne Bindung von Löschkräften zur Abschirmung gegen Flammen, Rauch, Wärmestrahlung, Brandgase, Staubentwicklungen sowie toxische Gas- und Dampfstrahlen eingesetzt werden. Bei Wasserdurchflussmengen von 800 bis 1800 l/min können je nach Gerätetyp und Betriebsdruck, Wurfhöhen bis zu 10 m und Wurfbreiten bis zu 30 m erreicht werden. Der hohe Wasserdruck presst das Hydroschild fest auf den Boden, so dass es seine Lage während des Einsatzes nicht selbstständig ändern kann.

I

In Sicherheit bringen
ist das Herausführen von Menschen oder Tieren aus einem Gefahrenbereich.
Inhibition
Inhibition (von lat.: inhibere = unterbinden) bezeichnet einen Antikatalytischen Löscheffekt. Sie kommt in den Brandklassen B und C ,also gegen Flammenbrände, zum Tragen. Sie ist die Haupt- Löschwirkung bei den Löschmitteln Pulver und Halon.

Antikatalytischer Löscheffekt bedeutet, dass das Löschmittel selbst unverändert wieder aus der Reaktion hervorgeht, also selbst nicht wirklich verbraucht wird (Quasi also ein Anti-Katalysator, Gegenpart zum Katalysator).

Man unterscheidet zwischen homogener und heterogener Inhibition (stark vereinfacht):
Homogene Inhibition (Löschmittel Halon):
Das Löschmittel bewirkt durch Radikalbildung und
Rekombination eine Kettenabbruchreaktion welche die
weitere Verbrennung unmöglich macht.

Heterogene Inhibition, Wandeffekt (Löschpulver):
Die vielen feinen Pulverkörnchen nehmen die Energie
der Verbrennungsreaktion auf und stoppen diese
dadurch schlagartig.
Innenangriff
Wenn möglich wird versucht, einen Gebäudebrand/Wohnungsbrand direkt im Gebäude/Wohnung zu bekämpfen. Diese Methode begrenzt die Schäden durch Löschwasser.

J

Jugendfeuerwehr (JF)
Die Jugendfeuerwehr ist die Nachwuchsorganisation der Freiwilligen Feuerwehren. Jugendlichen können ab dem 8. Lebensjahr eintreten und bleiben bis zum 18. Lebensjahr. Anschließend treten sie in die aktive Wehr über. Die Jugendlichen erhalten nicht nur eine interessante Ausbildung in Feuerwehrtechnik, sie lernen auch durch Spiele und Zeltlager den Gemeinschaftssinn. Ebenfalls unternehmen diese gemeinschaftliche Fahrten und veranstalten sportliche Wettkämpfe. Sie tragen eine Uniform und sind damit ein Teil der aktiven Wehr.

Feuerwehrjugend in Österreich
Bis vor einigen Jahren konnten in Österreich nur Jungen mit einem Alter ab 12 Jahren in die Feuerwehrjugend eintreten. Heute ist das Mindestalter bei 10 Jahren und auch ein Eintritt für Mädchen in die Feuerwehrjugendgruppe möglich. Die Ausbildung bei der Feuerwehrjugend ersetzt einige notwendige Ausbildungsschritte, wenn sie mit dem 15. Lebensjahr zu den Aktiven überstellt werden können.

Ziel Nachwuchsförderung
Das Hauptziel einer Jugendfeuerwehr besteht in dem Heranführen von Jugendlichen an die Aufgaben der Feuerwehr. Auf Grund der demographischen Entwicklung der Gesellschaft (weniger Kinder) ist diese Förderung sehr wichtig, da gerade kleinere freiwillige Wehren schon jetzt Personalsorgen haben.

Ausbildung und Gemeinschaft
Geführt wird eine Jugendfeuerwehr von Jugendwarten. Sie betreuen die Gruppe aus Kindern und Jugendlichen. Eine solche Gruppe trifft sich meist wöchentlich zur gemeinsamen Ausbildung. Die Ausbildung enthält das Erlernen von Grundtätigkeiten im Feuerwehrdienst, sowie die Übung von Geschicklichkeit, Beweglichkeit und Allgemeinwissen. Auch gemeinsame Unternehmungen außerhalb des Feuerwehrrahmens stehen auf dem Programm. So werden zum Beispiel Zeltlager, Kinobesuche oder sportliche Tätigkeiten wie Fußball durchgeführt. Diese fördern ganz besonders den Aufbau eines Zusammengehörigkeitsgefühls (siehe auch Kameradschaft, Kameradschaft in der Feuerwehr) innerhalb der Jugendfeuerwehr, welche später auf die Gemeinschaft in der Feuerwehr vorbereiten soll.

Jugendflamme
Die Jugendflamme ist ein Ausbildungsnachweis in Form eines Abzeichens für Jugendfeuerwehrmitglieder. Sie wird in 3 Stufen gegliedert:

Art

Stufe I

1. Abschnitt

Stufe I

2. Abschnitt

Stufe II Stufe III
Zielgruppe 10 Jahre und älter

11 Jahre und

älter

13 Jahre und

älter

16Jahre und

älter

Bedingungen - Eintragung Stufe I Stufe II

Mannschafts-

stärke

Einzeln Einzeln

Kleingruppe

(einzeln mögl.)

Kleingruppe

(einzeln mögl.)

Abnahme-berechtigt

Jugendfeuer-

wehrwartIn

Jugendfeuer-

wehrwartIn

Kreis - FGL

Wettbewerbe

Kreis - FGL

Wettbewerbe

 

K

Kleinbrand (a)
Einsatz von nicht mehr als 1 Kleinlöschgerät.
Kleinbrand (b)
Einsatz von nicht mehr als 1 C-Rohr.
Kleinlöschgeräte
Bei Entstehungsbränden setzt die Feuerwehr Kleinlöschgeräte ein. Dies sind tragbare Geräte (z.B. Feuerlöscher), die ein Gewicht von 20 kg nicht überschreiten.

Als wichtiges Mittel im vorbeugenden Brandschutz sind diese an gut erreichbaren Stellen aufgestellt, beispielsweise in der Küche oder neben der Theaterbühne.

Beispiele für Kleinlöschgeräte sind:
- Feuerlöscher
- Kübelspritze
- Löschdecke
- Löscheimer
Knoten
Verbindung zwischen Strängen eines (Daten-)Netzes; Engl.: node

Als Knoten bezeichnet man eine Verbindung zwischen zwei (oder mehr) Punkten in einem (Daten-)Netz; den Schnittpunkt mehrere Stränge. Im Bereich der Kommunikationstechnik bezeichnet man mit Knoten einen Vermittlungspunkt in einem Computer-Netz, zum Beispiel eine Bridge, ein Gateway, einen Proxy-Server, eine Firewall oder einen Router. Auch einen an ein lokales Netz ( LAN) angeschlossenen PC oder ein mit einem Großrechner ( Mainframe) verbundenes Terminal bezeichnet man zuweilen als Knoten.

Kohlenstoffdioxid
Kohlenstoffdioxid ist ein farbloses, geruchloses und nicht brennbares Gas. Die chemische Formel lautet CO2.

Der korrekte Name ist Kohlenstoffdioxid, da die Verbindung ein Oxid des Elements Kohlenstoff und nicht der (lediglich kohlenstoffhaltigen) Kohle ist. Der Ausdruck Kohlendioxid (oder sogar Kohlensäure) ist aber als Trivialname gebräuchlich. Das Molekül ist linear aufgebaut und besitzt kein elektrisches Dipolmoment.

Kohlenstoffdioxid entsteht bei der Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Substanzen, wenn ausreichend Sauerstoff vorhanden ist. Auch im Organismus wird Kohlenstoffdioxid erzeugt, das über die Atmung abgegeben wird. Umgekehrt verwenden Pflanzen bei der Photosynthese Kohlenstoffdioxid, um Glukose zu produzieren. Die Atmosphäre der Erde enthält ungefähr 500 ppm Kohlenstoffdioxid.

In Wasser gelöstes Kohlenstoffdioxid bildet etwas Kohlensäure H2CO3. Viele Getränke enthalten Kohlenstoffdioxid. Bei manchen Getränken entsteht es durch Gärung (Bier, Sekt), bei anderen wird es künstlich zugesetzt (Limonade, Sodawasser) oder es wird kohlenstoffdioxid haltiges natürliches Mineralwasser verwendet.

- Dichte bei 0 °C und 1,01325 bar: 1,98 kg/m
- Sublimationspunkt: -78,5 °C
- kritische Temperatur: 31,0 °C
- kritischer Druck: 74,0 bar

Durch die Verbrennung von fossilen Energieträgern (Erdöl, Erdgas, Kohle) wird CO2 frei. Durch die erhöhte Verwendung solcher Energieträger in den Industrieländern kommt es zu einem Anstieg des CO2-Gehaltes in der Atmosphäre und damit zu einer zunehmenden Erwärmung der Erdklimas. (Treibhauseffekt)

Kohlenstoffdioxid im festen Aggregatzustand findet unter der Bezeichnung Trockeneis Anwendung in der Technik. Trockeneis schmilzt nicht, sondern sublimiert bei -78° Celsius. Wird Trockeneis in Wasser geworfen, so entsteht ein weißer Nebel aus dem kaltem CO2-Luft-Gemisch und kondensierender Luftfeuchtigkeit, der als Effekt in der Bühnentechnik Einsatz findet. Diese Eigenschaft findet auch Verwendung beim Kohlendioxid-Feuerlöscher. Zum einen wird der Brandherd gekühlt, zum anderen ist Kohlendioxid schwerer als Luft und erstickt deshalb die Flammen (siehe auch Brandbekämpfung, Löschmittel).

Kommandowagen (KdoW)
Der in der DIN 14 507 Teil 5 genormte Kommandowagen (KdoW) ist ein Führungsfahrzeug für kleinere Einsätze. Es dient vor allem dem Transport von Führungskräften bzw. auch als deren Dienstfahrzeug. Dieses Fahrzeug sollte als selbstständiger und einzelner Leitwagen nur zur Koordination kleiner Einsätze genutzt werden. De facto wird es aber empirisch hauptsächlich von Führungskräften größerer Feuerwehren oder Einheiten verwendet. Da es sich hierbei in der Regel um einen Pkw bzw. einen Kombi handelt, erreicht ein Kommandowagen deutlich höhere Geschwindigkeiten als herkömmliche Einsatzfahrzeuge auf Lkw-Basis. Dies ermöglicht einem Einsatzleiter bereits an der Einsatzstelle einzutreffen und diese zu erkunden, bevor weitere Kräfte eintreffen und instruiert werden müssen. Aufgrund des föderalistischen Staatsaufbaus existiert kein einheitlicher Funkrufname für dieses Fahrzeug. Die Sonderbeladung des Kommandowagens (KdoW) besteht in der Regel aus Atemschutzgeräten, Funkgeräten, Handscheinwerfern, Führungsmaterialien und Winkerkellen. Das maximal zulässige Gesamtgewicht beträgt laut Norm 3,5 Tonnen (mindestens aber 1,7 Tonnen).
Kontamination
Sprachwissenschaft
Unter Kontamination wird die Zusammenfügung von unterschiedlichen Textversionen zu einem Gesamttext verstanden. In der Wortbildung handelt es sich dabei um die Verschmelzung von zwei Wörtern zu einem neuen. Die beiden Wörter müssen in einer assoziativen Beziehung zueinander stehen. Es handelt sich deshalb immer um Einzelprägungen und nicht um ein eigentliches Wortbildungsmuster wie zum Beispiel bei der Derivation oder Komposition. Beispiele für Kontamination sind tragikomisch aus tragisch und komisch oder Demokratur aus Demokratie und Diktatur. Versprecher können ebenfalls Kontamination verursachen (z.B. entsternt aus entsteint und entkernt).

Naturwissenschaft, Technik, Medizin
Hier bezeichnet Kontamination die Vergiftung oder Verunreinigung eines Organismus oder eines Systems durch unerwünschte oder schädliche Stoffe. Die Wiederherstellung des gewünschten Zustands wird als Dekontamination bezeichnet. Speziell bei Organismen bezeichnet die Kontamination die äußerliche Verunreinigung. Bei der Aufnahme der Stoffe in den Körper, beispielsweise durch Verschlucken oder Einatmen, spricht man von Inkorporation.

Einsatzorganisationen, Militär
Ähnlich wie in der Medizin spricht man bei Kontamination von Verunreinigung der Oberfläche durch:
- durch radioaktive Teilchen
- durch biologische Schadstoffe oder Kampfstoffe
- durch chemische Schadstoffe oder Kampfstoffe

Krankentransportwagen (KTW)

Ein Krankentransportwagen (KTW) ist im Rettungsdienst und im Sanitätsdienst ein Transportfahrzeug für nicht-akute Transporte von verletzten oder erkrankten Personen unter geeigneten Transportbedingungen einschließlich einer Betreuung durch qualifiziertes Personal.  Diese Bezeichnungen werden darüber hinaus auch häufig für Rettungswagen (RTW) und artverwandte Einsatzfahrzeuge verwendet, obwohl dies aufgrund von Unterschieden hinsichtlich ihrer Ausstattung und ihres Einsatzzweckes nicht korrekt ist. Im Vergleich zum Rettungswagen ist sowohl die medizinische Ausrüstung als auch die Qualifikation des Personals geringer. In Deutschland ist die erforderliche Besatzung eines Krankentransportwagen (KTW) durch die Rettungsdienstgesetze der einzelnen Bundesländer geregelt. Es handelt sich immer um mindestens zwei Personen, von denen der fachlich besser Ausgebildete in den meisten Ländern ein Rettungssanitäter sein muss, in Schleswig-Holstein und Thüringen ein Rettungsassistent und in Niedersachsen „geeignet und zuverlässig“ (§ 10 NRettDG). Oftmals werden Bundesfreiwilligendienstleistende, FSJler oder Ehrenamtliche mit Ausbildung zum Rettungshelfer als Fahrer eingesetzt.

Kreuzknoten
Der Kreuzknoten (auch: Doppelstich) ist ein Knoten zum Verbinden zweier gleich starker Taue. Er hat das Aussehen zweier einander durchdringender Schlaufen. Bei ungleichen Tauen ist der Schotstek besser geeignet.

Kreuzknoten Feuerwehr
Bild: Keil 2000

Kübelspritze
Sie ist ein tragbares Feuerlöschgerät, das zum Löschen von Kleinbränden eingesetzt wird. Der Stahlblechbehälter fasst 10 Liter Wasser, das mit einer von Hand betätigten Kolbenpumpe über einen 5 Meter langen Schlauch (D-Schlauch) und Mundstück (oder Strahlrohr) verspritzt wird.
Kupplungsschlüssel
Der Kupplungsschlüssel ABC und BC dient zur Erleichterung des Kuppelns von Saug- und Druckschläuchen sowie den Anschluss an Pumpen und Armaturen. Für Schlauchleitungen, die in explosionsgefährdeter Umgebung eingesetzt werden, bzw. zum Pumpen von brennbaren Stoffen gibt es Schlauchschlüssel auch aus nicht funkenreißendem Material.

L

Lehrgänge
Lehrgänge werden in einheitlicher Form auf Kreisebene und an den Feuerwehrschulen durchgeführt.
Leistungsspange
Die Leistungsspange ist die höchste Auszeichung, die man in der Jugendfeuerwehr erreichen kann. Um sie zu bekommen muss man eine Prüfung absolvieren. An der Prüfung teilnehmen kann jeder, der mindestens 15 Jahre alt und schon 1 Jahr in der Jugendfeuerwehr Mitglied ist.

Was macht man bei der Leistungsspange?
Man muss in einer Gruppe fünf verschiedene Aufgaben bewältigen. Diese Leistungsbewertung erstreckt sich auf gute persönliche Haltung und geordnetes und geschlossenes Auftreten, auf Schnelligkeit und Ausdauer, Körperstärke und Körpergewandtheit und auf ausreichendes feuerwehrtechnisches und allgemeines Wissen und Können. Hierbei ist die erfolgsversprechende Gemeinschaftsleistung der Gruppe am wichtigsten, denn der Stärkere hilft dem Schwächeren.

Diese fünf verschiedenen Aufgaben sind:
1. Schlauchstafette
2. Kugelstoßen
3. Staffelauf
4. Löschangriff
5. Beantwortung von Fragen

Bei jeder Aufgabe wird auch der Eindruck bewertet. Wenn die Gruppe alle Stationen an einem Tag durchlaufen hat, dann werden die Punkte zusammengezählt. Wenn man insgesamt 10 Punkte erreicht hat, dann hat man die Leistungsspange bestanden. Aber leider ist nicht alles Gold was glänzt, denn man kann auch ausscheiden.

Schlauchstafette:
Bei der Schlauchstafette muss die Gruppe 8 doppelt gerollte C−Schläuche hintereinander auslegen die jeweils von 2 Mann gekuppelt werden. Die Übung beginnt hinter der Startlinie, die Schläuche stehen oder liegen auf dem Boden. Die Gruppe steht nebeneinander einen Meter dahinter. Der Gruppenführer bekommt das Startsignal gegeben und wiederholt dies, dann läuft die Gruppe los und legt die Schlauchleitung aus. Die Übung ist beendet, wenn die Schlauchleitung ohne Verdrehung innerhalb von 75 Sekunden ausgelegt und die Gruppe an der Ziellinie nebeneinander Aufstellung genommen hat.

Es gibt dabei folgende zu erreichende Punktzahlen:
über 75 Sekunden : 0 Punkte
bis 75 Sekunden : 1 Punkt
bis 65 Sekunden : 2 Punkte
bis 60 Sekunden : 3 Punkte
bis 55 Sekunden : 4 Punkte

Kugelstoßen:
Beim Kugelstoßen muss jeder aus der Gruppe einmal die Kugel werfen, dabei ist ein Anlauf von zwei Schritten erlaubt. Nachdem jeder Spieler geworfen hat, muss die Kugel mindestens 55 Meter zurückgelegt haben. Die männlichen Teilnehmer müssen eine Kugel mit 5kg Gewicht und die weiblichen eine Kugel mit 3kg Gewicht stoßen. Der erste Werfer stößt die Kugel von der Startlinie, der zweite von da an wo die Kugel vom ersten Werfer aufgekommen ist und so weiter, der letzte Werfer muss mit seinem stoß die 55 Meter Marke erreicht haben damit die Aufgabe erfüllt ist.

Es gibt dabei folgende zu erreichende Punktzahlen:
unter 55 Meter : 0 Punkte
bis 59 Meter : 1 Punkt
bis 64 Meter : 2 Punkte
bis 70 Meter : 3 Punkte
über 70 Meter : 4 Punkte

Staffellauf:
Beim Staffellauf muss die Gruppe 1.500 Meter laufen, jeder der neun Teilnehmer muss die Strecke einmal laufen, wie viel jeder einzelne dabei zurücklegt ist aber egal. Nachdem der erste Läufer seine Strecke zurückgelegt hat übergibt er das Staffelholz an den nächsten, der läuft dann seine Strecke und übergibt das Staffelholz wieder dem nächsten und so weiter. Wenn der letzte die 1.500 Meter Marke erreicht hat dürfen 4 Minuten 10 nicht überschritten sein damit die Aufgabe erfüllt ist.

Es gibt dabei folgende zu erreichende Punktzahlen:
über 4 Minuten 10 Sekunden : 0 Punkte
bis 4 Minuten 10 Sekunden : 1 Punkt
bis 3 Minuten 55 Sekunden : 2 Punkte
bis 3 Minuten 40 Sekunden : 3 Punkte
bis 3 Minuten 25 Sekunden : 4 Punkte

Löschangriff:
Beim Löschangriff wird ein Löschangriff vorgetragen (ohne Wasser), der so ähnlich ist wie der Bundeswettbewerb. Aber nur mit der Wasserentnahmestelle offenes Gewässer und ohne die Hindernisse. Bei dieser Aufgabe wird die Gruppe von drei Bewertern geprüft. Diese Bewerter übermittel dem Wertungsrichter 4 (für Löschangriff) die Leistung der einzelnen. Der Wertungsrichter bewertet dann die gesamte Gruppe.

Beantwortung von Fragen: Alle Angehörigen der Gruppe haben Fragen aus folgenden Gebieten zu beantworten:
Organisation
Ausrüstung
Geräte
Löschmittel
Löschverfahren der Feuerwehr
Unfallverhütung
Gesellschafts− und Jugendpolitik

Gesamteindruck:
Bei allen Aufgaben wird nicht nur die erbrachte Leistung, sondern auch der Gesamteindruck beurteilt. Jeder Wertungsrichter entscheidet selbst, wie sich die Gruppe verhalten hat und gibt ihr eine Note. Alle fünf Noten werden addiert und dann durch fünf geteilt. Für die Durchschnittsnote bekommt die Gruppe Punkte, diese sind wie folgt aufgeteilt :

0 Punkte für mangelhaft / die Gruppe hat nicht bestanden
1 Punkt für genügend / die Gruppe hat bestanden
2 Punkte für befriedigend / die Gruppe befriedigend bestanden
3 Punkte für gut / die Gruppe hat gut bestanden
4 Punkte für sehr gut / die Gruppe hat sehr gut bestanden

Punktübersicht:
Die Punkte der jeweiligen Disziplin werden vom jeweiligen Wertungsrichter in ein Wertungsblatt eingetragen. Bei jeder Disziplin kann man zwischen null und vier Punkten erreichen. Die Punkte der Disziplinen werden miteinander addiert, dazu kommt die Punktzahl des Gesamteindruckes. Wenn diese zusammen zehn ergeben, dann wurde die Leistungsspange bestanden, wenn nicht hat man sie leider nicht bestanden.

Die Gruppe scheidet aus:
wenn sie weniger als 10 Gesamtpunkte erreicht hat
wenn sie beim Gesamteindruck mangelhaft bekommen hat
wenn sie 0 Punkte beim Löschangriff oder der Fragenbeantwortung hat (die Leistungsspange kann frühestens nach vier Wochen wiederholt werden)
wenn die Gesamtpunktzahl 10 beträgt, aber die Gruppe bei einer Disziplin 0 Punkte erhalten hat (diese Disziplin kann sofort wiederholt werden)

Leistungswettbewerbe
Dienen der Ausbildung und Kameradschaftspflege.
Leitern
Die Feuerwehr verwendet Leitern vor allem zum Retten aus Höhen und Tiefen, sowie bei der Brandbekämpfung. Man unterscheidet zwischen Drehleitern, Anhängerleitern und tragbare Leitern. Uns stehen verschiedene Leitern (Schiebeleiter, Steckleiter, Teleskopleiter) mit unterschiedlichen Steighöhen zu Verfügung.
Leitstelle
Eine Einrichtung, die zur Annahme von Notfallmeldungen, zum Alarmieren und Koordinieren von Einsatzkräften dient. Sie ist ständig besetzt und kann über die europaweite Notrufnummer 112 erreicht werden.

Leitstellen sind rund um die Uhr mit so genannten Leitstellendisponenten besetzt, die Disponenten sind Mitarbeiter des Leitstellenbetreibers, d.h. Angestellte der Hilfsorganisation, die die Leitstelle im Auftrag betreibt, oder Beamte der Berufsfeuerwehr, des Landkreises oder einer Kreisstadt.

Alle eingegangenen Notrufe werden mit dem Computer erfasst. Anhand der eingegebenen Daten schlägt die Leitstellen-Software an Hand der gespeicherten, so genannten Alarm- und Ausrückeordnung (AAO) die einzusetzenden Rettungsmittel vor. Der Disponent alarmiert über analoge oder digitale Funkmeldeempfänger die zuständigen Rettungskräfte in den Feuer- oder Rettungswachen bzw ehrenamtliche Helfer der SEG/HvO vor Ort. Mittels Sprechfunk werden dann die Einsatzbefehle gegeben. Über Statusmeldungen aus den Fahrzeugen weiß der Leitstellendisponent immer, welche Einsatzfahrzeuge gerade im Einsatz sind.

Beispielsweise wird bei einem Beinbruch nur ein Rettungswagen zur Unfallstelle geschickt. Bei Störungen der Vitalfunktionen (Bewusstlosigkeit, Atem- oder Kreislaufstörungen, ...) liegt eine so genannte Notarztindikation vor, d.h. es wird zusätzlich zum Rettungswagen noch ein Notarzt zur Einsatzstelle geschickt.

Der Disponent hat weiterhin die - je nach Bundesland unterschiedliche - Hilfsfrist zu beachten. Die Hilfsfrist legt fest, wie schnell ein Rettungsmittel am Einsatzort sein muss.

Polizeileitstelle
Die Polizeileitstelle koordiniert die Einsätze der Polizei und nimmt Notrufe der Notrufnummer 110 entgegen.

Integrierte Leitstelle (ILSt)
In einigen Landkreisen gibt es auch sog. integrierte Leitstellen, d.h. in diesen Leitstellen wird sowohl der Rettungsdienst als auch die Feuerwehr disponiert. Dies verringert den Personal- und Technikaufwand erheblich und soll unklare Sachlagen vermindern. Es bedeutet aber auch, dass die eingesetzten Disponenten eine sehr weitreichende Ausbildung in allen Sachgebieten benötigen. In integrierten Leitstellen werden die Notrufnummer (112) sowie eventuell zusätzlich die nicht bundeseinheitliche Rettungsdienstnummer (19222) entgegengenommen.

Kombinierte Leitstelle
Kombinierte Leitstellen, in denen Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei gemeinsam disponiert werden, sind in Deutschland zum Beispiel in Bayern gebräuchlich, obwohl die Aufgaben von Polizei und den Hilfsorganisationen wie Rettungsdienst und Feuerwehr sehr unterschiedlich sind. In Bayern darf man sich also nicht wundern, wenn man die 112 gewählt hat, und sich dann jemand mit Polizei ... meldet. Die Begriffe kombinierte Leitstellen und integrierte Leitstellen werden oft auch synonym verwendet.

Sonstige
Es gibt auch noch weitere Leitstellen, zum Beispiel für den nicht notfallgebundenen Krankentransport (sofern er nicht durch die Rettungsleitstelle abgedeckt wird), Hausnotrufsysteme, Werkfeuerwehren (TUIS), oder bei privaten Sicherheitsdiensten. Teilweise sind diese auch in andere Leitstellen integriert.

Löscheinsatz
Ein Löscheinsatz (auch L-Einsatz) ist nach den Feuerwehr-Dienstvorschriften jeder Einsatz der Feuerwehr, bei der ein Strahlrohr vorgenommen wird.

Diese Definition ist etwas weit gegriffen, da bei sehr vielen Einsätzen, die der technischen Hilfeleistung zugeordnet werden, auch Strahlrohre zum Eigenschutz vorgenommen werden. Beispielsweise sollte die Rettung aus einem Auto auch unter Schutz eines Strahlrohres stattfinden.
Löschfahrzeug
Sind Feuerwehrfahrzeuge, die besonders zur Brandbekämpfung und zur Förderung von Wasser sowie zur Durchführung einfacher technischer Hilfeleistung eingesetzt werden.

Dazu zählen :
Löschgruppenfahrzeuge,
Tanklöschfahrzeuge,
Trockenlöschfahrzeuge,
Tragkraftspritzenfahrzeuge u.a.
Löschgruppenfahrzeug
Ist ein Fahrzeug für eine Löschgruppe (Gruppenführer + 8 Mann), mit einer Feuerlöschkreiselpumpe und einer feuerwehrtechnischen Beladung. Übliche Löschgruppenfahrzeuge sind: LF 8/6, LF 16/12, LF 16/TS, LF 24.
Löschgruppenfahrzeug 10 (LF 10)
Das Löschgruppenfahrzeug 10 (LF 10) ist das kleinste zurzeit genormte Löschgruppenfahrzeug im deutschen Feuerwehrwesen – DIN 14530 Teil 5. Das Fahrzeug ist gemäß aktueller Norm mit der üblichen Beladung zur Brandbekämpfung und Menschenrettung einschließlich einer vierteiligen Steckleiter (oder alternativ zwei Multifunktionsleitern), vier Pressluftatmer, eines Atemschutzüberwachungssystems, zweier Fluchthauben versehen. Darüber hinaus gehört auch eine Beladung zur Stromversorgung und Ausleuchtung der Einsatzstelle, ein Verkehrsunfallkasten, Schornstein-Werkzeugkasten, Drucklüfter, Grobreinigungsmodul, eine Tauchpumpe TP 4/1, Säbelsäge sowie eine Motorsäge zur Pflichtausrüstung. Das LF 10 ist unter anderem bei kleineren Freiwilligen Feuerwehren beliebt, die dieses kleine Löschfahrzeug insbesondere für einen Erstangriff nutzen, bis die nächste Stützpunktfeuerwehr bzw. die zuständige Berufsfeuerwehr schwerere Einsatzfahrzeuge heranführt. Dieser Fahrzeugtyp hieß früher LF 10/6 und besaß zum aktuellen LF 10 ein Mindesttankvolumen von lediglich 600 l sowie eine geringfügig abweichende Standardbeladung.
Löschgruppenfahrzeug 20 (LF 20)
Das Löschgruppenfahrzeug 20 (LF 20) ist in der DIN 14530 Teil 11 genormt. Es wird vor allem von mittleren und größeren Feuerwehren eingesetzt und dient hier sowohl als selbstständige Einheit der Bewältigung kleinerer Aufgaben oder als taktische Stütze eines Zugs bei größeren Einsätzen. Es verfügt über eine feuerwehrtechnische Beladung, die über die Ausstattung eines LF 10 hinausgeht. Dazu gehören nach jüngster Normausgabe auch eine dreiteilige Schiebleiter, ein Sprungrettungsgerät, vier leichte Chemikalienschutzanzüge sowie zwei Schachtabdeckungen. Optional können beispielsweise eine Tragkraftspritze, ein Schaum-/Wasser-Werfer oder eine erweiterte Ausrüstung für Wasserschadenslagen auf diesem Fahrzeug verlastet sein. Das Fahrzeug verfügt über einen Allradantrieb sowie einen fest verbauten Wassertank von 2.000 Liter Nennvolumen und hat eine zulässige Gesamtmasse von 14,5 Tonnen. Das LF 20 hieß früher LF 20/16 und besaß damals einen Wassertank mit mindestens 1.600 l Volumen; ansonsten sind beide Fahrzeuge aber nahezu identisch. Eng verwandt mit dem LF 20 ist das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20 (HLF 20), das über eine zusätzliche Ausrüstung zur Technischen Hilfeleistung verfügt.
Löschmittel
Sind Stoffe, die durch eine bestimmte Löschwirkung die Verbrennung unterbinden. Je nach Eignung für die entsprechende Brandklasse muss das geeignete Löschmittel eingesetzt werden. Bei der Feuerwehr wird Wasser (Löschwasser) als häufigstes Löschmittel eingesetzt. Weitere Löschmittel sind, Schaum (Löschschaum), Löschpulver und Kohlendioxid. Auch Sand und Salz kann bei entsprechenden Bränden eingesetzt werden.

Wasser
Das Löschmittel Wasser ist geeignet für die Brandklasse A. Das Löschmittel hat gegenüber anderen Löschmitteln Vorteile: es ist preisgünstig, nicht giftig, nicht ätzend, meistens ausreichend vorhanden und gut förderbar (siehe auch Löschwasserversorgung, Wasserförderung). Wasser darf nicht bei brennenden Metallen benutzt werden, da die enorme Hitze das Wasser chemisch aufspalten würde und sich Knallgas entwickeln würde. Bei Schornsteinbränden würde Wasser unter großem Druck verdampfen (1 Liter Wasser ergibt 1.700 Liter Wasserdampf) und einen Schornstein zerstören.  Wasser hat die Hauptlöschwirkung Abkühlen.

Löschpulver
Löschpulver ist ein Gemenge pulverförmiger Chemikalien, das eine Verbrennung unterbindet. Die Unterbindung geschieht entweder durch Erstickung und/ oder Inhibition. Es werden drei Arten differenziert.

Bezeichnung geeignet für Brandklasse Löschwirkung
ABC-Pulver A, B, C Inhibitionswirkung, Stickwirkung
BC-Pulver B, C Inhibitionswirkung
D-Pulver (Metallbrandpulver) D Stickwirkung

Löschschaum
Löschschaum ist ein Löschmittel, das durch Verschäumung eines Wasser-Schaum-Gemisches erzeugt wird. Löschschaum wirkt erstickend, indem er eine luftundurchlässige Schicht über den brennbaren Stoff legt. Je nach dem Verhältnis des Wasser-Schaum-Gemisches werden drei Arten unterschieden.

Bezeichnung Verschäumungszahl
Schwerschaum 20fache Verschäumung
Mittelschaum 20fache bis 200fache Verschäumung
Leichtschaum mehr als 200fache Verschäumung

Netzmittel
Netzmittel ist ein Zusatz zum Löschwasser für die Herabsetzung der Oberflächenspannung des Wassers.

Kohlendioxid
Da Kohlendioxid sauerstoffverdrängend wirkt hat es einen erstickt es einen Brand. Es ist für die Brandklasse B und C geeignet. Bei der Anwendung sollte besonders darauf geachtet werden, dass Kohlendioxid auf das Atemzentrum von Mensch und Tier wirkt (siehe Atemgift).
Löschschaum
Ist ein Gemisch aus Wasser, Luft und Schaummittel und wird erst an der Einsatzstelle hergestellt. Er wird hauptsächlich zur Brandbekämpfung bei brennbaren Flüssigkeiten eingesetzt, wobei die Hauptlöschwirkung das Ersticken ist. Je nach Anteil der Luft spricht man von hoher oder niedriger Verschäumung. Hohe Verschäumung, also ein hoher Luftanteil ergibt Leichtschaum, ein geringerer Luftanteil ergibt Mittelschaum und durch eine niedrige Verschäumung erzeugt Schwerschaum. Das Schaummittel wird dem fließenden Wasser im Zumischer beigemischt, im Schaumrohr entsteht durch Ansaugen der Umgebungsluft der Schaum, welcher über das Schaumrohr unter Druck abgegeben wird.
Löschwasser
Ist das am häufigsten verwendete Löschmittel. Es ist meist in genügender Menge vorhanden, leicht transportierbar, chemisch neutral und gut zu handhaben. Es hat außerdem eine gute Löschwirkung und ist auch in großen Mengen relativ preiswert. Infolge der hohen spezifischen Verdampfungswärme entzieht es dem brennenden Stoff sehr viel Wärme und kühlt es damit unter die Zündtemperatur ab (Kühleffekt). Löschwasser wird entweder aus dem öffentlichen Wasserversorgungsnetz (Trinkwasser), aus fließenden Gewässern und Seen oder aus Löschwasserteichen und Brunnen entnommen. Einziger Nachteil: Es gefriert bei 0 °C, damit besteht im Winter die Gefahr des Einfrierens von wasserführenden Teilen.
Löschwasserteich
Ein offener Löschwasserbehälter mit einem dem Bedarf entsprechendem Fassungsvermögen. Löschwasserteiche waren in früheren Zeiten, als die öffentliche Wasserversorgung noch nicht installiert war, in den meisten Dörfern vorhanden.
Löschwasserversorgung
Die Städte und Gemeinden müssen zur Gewährleistung des Brandschutzes eine ausreichende Löschwasserversorgung für die Feuerwehren sicherstellen. Dies erfolgt normalerweise als zentrale Löschwasserversorgung, bei der das Wasserverteilungssystem der Trinkwasserversorgung um Entnahmestellen für Löschwasser, die Hydranten, ergänzt wird. Wo dies nicht im nötigen Maße möglich ist, werden Wasserentnahmestellen aus Bächen, Seen oder speziell angelegten Löschwasserbehältern bereitgestellt.

Hieraus ergibt sich eine Einteilung in die
- Abhängige Löschwasserversorgung, die durch die Sammelwasserversorgung der Gemeinde bereitgestellt wird, und die
- Unabhängige Löschwasserversorgung, die nicht von einem Rohrleitungssystem abhängig ist.

Abhängige Löschwasserversorgung
Die Stadt oder Gemeinde stellt bei ihrer Trink- und Brauchwasserversorgung in dichten Abständen Wasserentnahmestellen in Form von Hydranten zur Verfügung. Um im Brandfalle eine ausreichende Wasserreserve zu haben, gibt es in den Zisternen spezielle Kammern, die als Notfallreserve nur im Brandfalle geöffnet werden.

Die Abstände zwischen den Hydranten richten sich nach der Art der Bebauung. Ungefähre Richtwerte sind:
- Geschäftsstraßen und Industriegebiete: 100 m
- Geschlossene Wohngebiete: 120 m
- Offene Wohngebiete: 140 m

Bei größeren Industriebetrieben sind Hydranten auch auf dem Werksgelände, in entsprechenden Abständen vorzusehen.

Die von der Feuerwehr zu erwartende Wassermenge, die ein Hydrant liefern kann, hängt vom Durchmesser der Wasserleitung ab, und von der Verlegung der Wasserleitungen (Ringleitung oder Verästelungsleitung).

Unabhängige Löschwasserversorgung
Ist es mittels der zentralen Löschwasserversorgung nicht möglich, eine ausreichende Wasserversorgung sicherzustellen, können Löschwasserentnahmestellen an vorhandenen Fließ- oder Stillgewässern eingerichtet werden, oder Löschwasservorräte in speziell angelegten Teichen oder Zisternen bereitgestellt werden.

Da diese Wasserentnahmestellen unter Umständen nur einen begrenzten Vorrat an Löschwasser liefern können, erfolgt eine Einteilung in erschöpfliche und unerschöpfliche Löschwasserstellen.

Erschöpfliche Löschwasserstellen
Erschöpfliche Löschwasserstellen haben nur einen begrenzten Wasservorrat. Dies können zum einen Löschwasserteiche sein, oder spezielle unterirdische Löschwasserbehälter.

Unerschöpfliche Löschwasserstellen
Unerschöpfliche Löschwasserstellen liefern über einen längeren Zeitraum (mindesten 3 Stunden) eine ausreichende Menge an Löschwasser. Zu ihnen zählen natürliche oder künstlich angelegte offene Gewässer, wie Flüsse, Bäche oder Seen, sofern sie zu jeder Jahreszeit die Wasserentnahme garantieren, also im Sommer nicht austrocknen und im Winter nicht Einfrieren. Die Entnahme aus dem Grundwasser kann über spezielle Löschwasserbrunnen erfolgen, hier ermöglicht das nachfließende Grundwasser eine länger andauernde Wasserentnahme.

Löschwirkung
Ist die Eigenschaft der Löschmittel, die Verbrennung zu beenden. Man unterscheidet: Abkühlen, Ersticken und Inhibition.

Abkühlen
Das Löschmittel (meist Wasser) nimmt Wärmeenergie auf und entzieht es damit dem brennbaren Stoff, damit sinkt dessen Temperatur. Verdampft das Wasser, so ist dafür die Wärmeenergie sehr groß, diese wird auch dem brennbaren Stoff entzogen, die Temperatur sinkt soweit, dass die Verbrennung zum Erliegen kommt.

Ersticken
Das eingesetzte Löschmittel verhindert die Luftzufuhr und damit fehlt der für die Verbrennung notwendige Sauerstoff. Genauso verdrängt Kohlendioxid den erforderlichen Sauerstoff.

Inhibition (lat. Hemmung)
Das Löschmittel greift direkt in den Verbrennungsvorgang ein und unterdrückt die Flammen. Es reagiert mit Löschmittel und brennbarem Stoff.

Lungenautomat
Der Lungenautomat ermöglicht einem Gerätetaucher aus einer mitgeführten Druckluftflasche zu atmen und sich so längerfristig unter Wasser aufzuhalten. Dazu wird die komprimierte Luft aus der Flasche durch den Lungenautomaten auf den in der Umgebung herrschenden Druck des Wassers angepasst. Er ist somit das wichtigste Gerät beim Tauchen.

Der Lungenautomat besteht aus zwei Stufen:
Die erste Stufe reduziert den Flaschendruck von anfänglich ca. 200 bar auf einen Mitteldruck von ca. 8 bis 12 bar über dem Umgebungsdruck.
Die zweite Stufe reduziert den Mitteldruck auf den Umgebungsdruck der jeweiligen Tiefe.

Die erste Stufe
Die erste Stufe wird direkt ans Flaschenventil geschraubt. Sie hat mehrere Anschlussmöglichkeiten und besteht in der Regel aus verchromten Messing oder (dem wesentlich teureren) Titan.

Die zweite Stufe, die über einen Mitteldruckschlauch mit der ersten verbunden ist, besteht entweder aus Messing oder Kunststoff, oder einer Kombination aus beidem. Sie ist der Teil des Automaten, der über ein Mundstück in den Mund genommen wird und hat die Form einer geschlossenen Tasse mit einem Mundstück (am Boden der Tasse) und einem Auslassventil (gegenüberliegend an der Seite der Tasse). Auf der oberen Seite befindet sich eine Membrane, die so genannte Luftdusche. In der Tasse befindet sich am Anschluss des Mitteldruckschlauch ein Ventil mit einem Kipphebel, der zur Membrane führt.

Atmet der Taucher ein, wird die Membrane in die Tasse gezogen und öffnet über den Kipphebel das Ventil zum Mitteldruckschlauch. Atmet der Taucher aus, drückt er die Membrane zurück und das Ventil am Mitteldruckschlauch schließt. Gleichzeitig wird die ausgeatmete Luft durch die Auslassventile aus der Tasse herausgedrückt. Nimmt man den Automaten unter Wasser aus dem Mund, läuft dieser wie auch ein Schnorchel voll. Um ihn zu entleeren atmet man entweder, nachdem man ihn in den Mund genommen hat, aus oder drückt manuell von außen auf die Membrane (daher der Name Luftdusche).

Die zweite Stufe
Der Octopus (eine weitere zweite Stufe für den Partner)
Der/die Inflatorschläuche für Jacket und/oder Trockentauchanzug. (Ausrüstungsgegenstände die es dem Taucher ermöglichen im Wasser zu tarieren und so den Auftrieb positiv, negativ oder neutral einzustellen.)
Ein Finimeter (ein Manometer welches dem Taucher den verbleibenden Luftvorrat in der Flasche anzeigt, ähnlich der Tankanzeige im Auto). Das Finimeter kann in einer Konsole untergebracht sein, die weitere Instrumente enthalten kann, zum Beispiel Tiefenmesser, Kompass oder einen Tauchcomputer. Moderne Lungenautomaten sind failsafe (ausfallsicher) aufgebaut - das heißt, sie unterbrechen die Luftzufuhr im Falle des Versagens nicht, sondern liefern kontinuierlich Luft.

Der Lungenautomat für Pressluftatmer, wie er unter anderem auch bei der Feuerwehr verwendet wird, unterscheidet sich zwar im Aussehen von dem für Taucher, erfüllt jedoch die selbe Funktion. Hier wird der Lungenautomat nicht in den Mund genommen sondern direkt an die Atemschutzmaske angeschraubt. Das Ausatemventil ist hierbei häufig nicht im Lungenautomat integriert, sondern ein Bestandteil der Maske.

M

Mannschaftstransportfahrzeug (MTF)

Ein Mannschaftstransportwagen (MTW), auch Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) oder – gerade auch in früherer Zeit – Mannschaftswagen genannt, ist ein Einsatzfahrzeug, das bei Feuerwehr, THW und diversen weiteren Hilfsorganisationen eingesetzt wird und namensgebend vorrangig zum Transport von Personengruppen (Mannschaften) dient. Mannschaftstransportwagen sind nicht durch DIN-genormt. Die meisten Mannschaftstransportwagen basieren auf konventionellen Kleintransportern, entweder als Kleinbus oder als Pritschenwagen. Sie sind fast immer mit Funk, Rundumkennleuchte und Folgetonhorn ausgestattet. Die weitere Ausrüstung und der Ausbau erfolgt gemäß DIN EN 1846. Die Mannschaftstransportwagen werden neben dem Personentransport vor allem als Einsatzleitwagen (ELW) oder Mehrzweckfahrzeuge (MZF) mit unterschiedlichen Funktionen oder Zugfahrzeug eingesetzt. Oftmals lässt sich - im Falle fehlender rechtlicher Festlegung - keine wesentlichen Unterschiede zum MZF feststellen.

Mastwurf
Der Mastwurf ist ein Knoten zur Befestigung einer Leine an einem Gegenstand und wird bei Feuerwehrleuten als schließender Knoten verwendet.

Mastwurf Feuerwehr
Bild: Seiltechniken.de
Menschenrettung
Die Rettung von Menschenleben ist die vorrangige Aufgabe der Feuerwehr. Die Rettung muss schnell und sicher durchgeführt werden. Zur technischen Unterstützung stehen der Feuerwehr Rettungsgeräte zur Verfügung.
Mittelbrand
Einsatz von 2-3 C-Rohren (gleichzeitig)
Mundstück
Ein Mundstück ist:

1. eine Luftverbindungsvorrichtung zwischen dem Mund (Lippen, Zähnen) mit einem Gegenstand.
Man unterscheidet u.a.:
- das Instrumentenmundstück
- das Tauchermundstück
- das Pfeifenmundstück
- das Zigarettenmundstück

2. das einem Zugtier ins Maul gelegte Teil des Zaumes
3. in der Technik ein besonders gefertigtes Rohrende
4. bei der Feuerwehr speziell das abschraubbare Ende eines Strahlrohres

Die Wassermenge, die abgegeben wird, kann über ein abschraubbares Mundstück geändert werden, dazu muss aber die Wasserabgabe unterbrochen werden.

Typ Düsengröße Volumenstrom nach DIN Faustwert bei 5 bar
mit Mundstück ohne Mundstück mit Mundstück ohne Mundstück mit Mundstück ohne Mundstück
BM 16 mm 22 mm 335 - 395 l/min 565 - 775 l/min 400 l/min 800 l/min
CM 9 mm 12 mm 105 - 125 l/min 170 - 230 l/min 100 l/min 200 l/min
DM 4 mm 6 mm 18 - 18 l/min 40 - 65 l/min 25 l/min 50 l/min


N

Notausgang
Ein Notausgang ist ein Ausgang aus einem Gebäude, der nur in Notfällen verwendet werden darf.

Je nach Anwendung kann die Türe nur in Fluchtrichtung die Türschnallen haben. Außerdem müssen die Beschläge der Tür so montiert sein, dass die Tür nur in Fluchtrichtung aufgeht. Die Türe kann zwar ein Schloss besitzen, doch muss das Schloss sich von Innen her auch im abgeschlossenen Zustand öffnen lassen (Panikschloss).

Der Notausgang muss mit Notausgang oder mit einem Piktogramm gekennzeichnet sein. Die Kennzeichnung erfolgt oft in Kombination mit einer Notbeleuchtung. Er muss jederzeit erreichbar sein und darf nicht durch andere Gegenstände verstellt werden.

Die Grösse und die Anzahl der Notausgänge muss so bemessen sein, dass mögliche Personen schnellstens auch bei Panikreaktionen ins Freie flüchten können, ohne dass die jeweiligen Personen durch die nachdrängenden niederfallen, überrant werden oder anderweitig zu Schaden kommen. Diese Werte und Richtlinien für Notausgänge werden meist bei Begehungen des Gebäudes von der Baubehörde, Gewerbeaufsicht oder Feuerwehr vorgeschrieben und überprüft. Die Vorschriften und Kontrollen sind verschieden je nach den jeweiligen Ländern.

Die Problematik solcher Notausgänge sieht man immer wieder bei zahlreichen Bränden in Diskotheken. In vielen Fällen werden sie vorschriftswidrig versperrt.

Auch für Sportstätten und Versammlungsorte gelten in den meisten Ländern sinngemäße Vorschriften.

Notausgang Beschilderung
Bild: Bohmeyer & Schuster GmbH

Notruf
Als Notruf bezeichnet man das Absetzen eines Hilferufs, am häufigsten per Telefon. Nach Eingang eines Notrufs werden die Hilfskräfte alarmiert.

Bei dem Absetzen des Notrufes stellt der Leitstellendisponent mehrere Fragen. Hierzu gehören auch die 5 W-Fragen. Wenn Sie keine medizinische Vorbildung besitzen, fordern Sie bitte keine bestimmten Rettungsmittel an (Rettungswagen, Krankenwagen usw.), dieses kann vor Ort die entsprechende Hilfe beeinträchtigen. Legen Sie auch bitte nicht eher auf, bis Sie hierzu angewiesen werden. Stellen Sie sicher, dass Sie auch für Rückfragen telefonisch erreichbar sind.

Die 5 W Fragen der Feuerwehr
Notrufsäule
Eine Notrufsäule ist eine Fernmeldeeinrichtung, die es ermöglicht Menschen in abgelegenen Gegenden Hilfe herbeizurufen.

Deutschland
In Deutschland sind Notrufsäulen auf Autobahnen und abgelegenen Bundesstraßen, Landstraßen und Kreisstrassen ca. alle 500 bis 2000 Meter aufgestellt.

Die Notrufsäulen an den Autobahnen werden seit 1999 von dem Gesamtverband der Deutschen Versicherer (GDV) betrieben. Eingehende Notrufe werden von dem Callcenter an die zuständige Rettungsleitstelle, einen Pannendienst oder die Autobahnmeisterei weitergeleitet.

Die Notrufsäulen an den anderen Straßen werden von der Björn-Steiger-Stiftung betrieben, die Notrufe aber ebenfalls von der GDV bearbeitet.

Bei der Benutzung ist es wichtig die Kilometerzahl des aktuellen Strassenabschnitts mitzuteilen um die eigene Position eindeutig zu definieren. Um die nächste Notrufsäule zu finden, sind an den Leitschienen kleine Richtungspfeile angebracht, wo sich die nähere Säule befindet.

Österreich
In Österreich gibt es die Notrufsäulen nur auf Autobahnen und Schnellstraßen. Die jeweilige Kilometerzahl ist auf der Notrufsäule groß angeschrieben. Der Notruf wird ebenfalls an die Straßenmeisterei abgegeben. Sie haben außerdem einen Reflektor, kombiniert mit einem Blinklicht, dass bei besonderen Gefahren, speziell bei Geisterfahrerwarnung leuchtet.

Normalerweise sind die Notrufsäulen über Kabel mit der Straßenmeisterei mit Strom versorgt. Neuere Säulen werden aber auch mit Sonnenkollektoren versorgt. Bevor die ASFINAG die Verwaltung der Autobahnen übernahm.
Notrufsäule an Autobahn
Bild: Rudis-Fotoseite.de / pixelio.de

Notstromgenerator
Ein Notstromgenerator oder ein Notstromaggregat ist ein mit Hilfe eines Verbrennungsmotors betriebenes Kraftwerk, manchmal auch Stromerzeuger genannt, der nicht zur ständigen Stromversorgung (besser: Versorgung mit elektrischer Energie) dient, sondern nur für zeitlich begrenzte Dauer. Es gibt kleine Stromerzeuger von einer Leistung von unter 1 Kilowatt bis zu großen mit mehreren hundert Kilowatt.

Kleinere Geräte werden meist mit Benzinmotor angetrieben, während die größeren mit Dieselmotoren angetrieben werden. Neuere Verbrennungsmotoren können als Kraftstoff auch Biodiesel (also auch Rapsölprodukte) verwenden. Sie können entweder mit Seilzug oder mit elektrischem Anlasser ausgestattet sein. Etwas größere können aber fix eingebaut z.B in einem Feuerwehrfahrzeug mit dem Nebenabtrieb des Fahrzeuggetriebes betrieben werden.

In vielen Bauten, wie Krankenhäusern oder auch Industriebetrieben werden stationäre Notstromgeneratoren verwendet, die innerhalb kürzester Zeit anspringen müssen. Meist werden aber nur bestimmte Teile des ganzen Komplexes mit Notstrom versorgt, wie Notbeleuchtungen oder Aufzüge oder andere kritische Anlagen. Für eine Vollversorgung sind diese Anlagen meist zu schwach dimensioniert. Aber auch die Stromversorgungsunternehmen selbst haben große Aggregate, die sie einsetzen, wenn an Transformatorstationen Reparaturen ausgeführt werden müssen.

Es gibt aber kleinere, mobile Geräte die tragbar sind oder auf Anhänger montiert werden. Diese werden vielfach im Katastrophenschutz, wie bei den Feuerwehren eingesetzt. Sie werden nicht nur bei Stromausfall sondern auch in Gebieten, wo es keine Stromversorgung gibt eingesetzt, zum Beispiel für mobile Wasseraufbereitungsanlagen von KHD oder THW oder dem Roten Kreuz.

Der Generator selbst kann entweder ein billigerer Synchrongenerator oder ein besserer Asynchrongenerator sein. Der Asynchrongenerator hat den Vorteil, dass auch Geräte mit höheren Anfahrströmen betrieben werden können.

Eine heikle Frage ist vor allem bei mobilen Geräten immer, ob diese auch geerdet werden müssen, sodass keine Stromunfälle passieren. Es ist oft abhängig, welche Schutzmaßnahmen, wie Sicherungen oder Schutzschalter zwischen dem Notstromaggregat und dem Verbraucher geschaltet sind.

Notstromversorgungen haben vorgeschriebene Einspeiseinrichtungen,wie Netzabfallrelais, mit denen sie an das normale Stromnetz angeschlossen werden können aber keinen Strom ins öffentliche Netz dazuliefern können. Was genau vorgeschrieben ist, hängt von dem jeweiligen Stromversorgungsunternehmen ab.

Im privaten Bereich war ein großer Run auf kleine Notstromgeräte in der Jahrtausendwende aus Angst vor größeren Versorgungsschwierigkeiten im Handel zu verzeichnen.

Nicht zu verwechseln sind Notstromgeräte mit Stromerzeugern, auch wenn sie mit Verbrennungsmotoren betrieben werden, die für dauernde Stromerzeugung dienen, wie zum Beispiel für abgelegene Berghütten oder Handysender. Hier müssen sowohl der Generator selbst, als auch der antreibende Motor auf eine Einschaltdauer von 100 % ausgelegt werden.

O

Oelsperre
Als Ölsperren bezeichnet man Vorrichtungen, die eine Ausbreitung von Öl in offenen Gewässern unterbinden.

Funktionsweise
Da Öl leichter als Wasser ist und daher obenauf schwimmt, stoppt man die Ausbreitung, indem man eine Sperre, die ebenfalls auf der Wasseroberfläche schwimmt, errichtet. Nach einer erfolgreichen Eingrenzung des Ölfilmes kann das Öl abgeschöpft oder mit Ölbindemittel gebunden werden.
Verschiedene Ölsperren
Bei Errichtung der Ölsperren muss man beachten, ob es sich um fließende oder stehende Gewässer handelt.

Bei kleinen Bächen kann relativ einfach eine improvisierte Ölsperre errichtet werden, indem man einen Holzpfosten hochkant quer zur Fließrichtung einige Zentimeter ins Wasser eintauchend über dem Bach befestigt. Somit kann das Wasser unterhalb wegrinnen und das Öl staut sich zurück. Bei stärkerer Strömung kann es notwendig sein, dass man mehrere solche Sperren hintereinander anlegt.

Bei breiteren Gewässern kann man das auch mit B-Druckschläuchen, die man statt mit Wasser mit Luft füllt und auf das Wasser legt und so das Öl vom Wegrinnen hindert.

Nur bei Flüssen oder bei Seen ist es notwendig, dass man fertige Ölsperren verwendet, die im Prinzip auch nur große Luftschläuche sind, die aber mit Booten oder Bojen an ihrem Platz gehalten werden.

Wenn offene Gerinne besonders gefährdet sind, dass Öl hineinkommt, z.B. Regenwasserabflüsse von Autobahnen, so kann man Stellen einrichten, wo bei Bedarf vorgefertigte Platten eingehängt werden.

Oelspur
Ölspuren sind meist durch Verkehrsunfälle bedingte Verunreinigungen der Fahrbahn durch austretende Treibstoffe oder Motoröle.

Die Ölsspuren verursachen, speziell bei Regen eine rutschige Fahrbahn, die wieder zu Folgeunfällen führen können. Deshalb ist es notwendig die Ölspuren so rasch wie möglich zu beseitigen. Vielfach wird es gleich durch den Straßenerhalter durchgeführt, doch muss auch oft die Feuerwehr diese Reinigung durchführen.

Zur Reinigung eignen sich am besten Ölbindemittel, die entweder flüssig oder als Pulver aufgetragen werden. Anschließend wird die Fahrbahn wieder gereinigt. Das zusammengesammelte Material muss als Sondermüll entsorgt werden.

Ölspuren werden oft auch von Fahrzeugen unbewusst hinterlassen, wenn der Tankverschluss nicht ordentlich zu ist. In diesem Fall erstreckt sich die Ölspur oft über mehrere Kilometer. Vor allem in Kurven ist die Spur stärker zu bemerken.

Falls die Fahrbahn noch nicht gereinigt ist, ist besondere Vorsicht beim Passieren dieser Stellen geboten.

P

Passive Mitglieder
Passive Unterstützung erfolgt durch Fördermitgliedschaft und Spenden.
Personal
Das Dienstverhältnis des Feuerwehrpersonals ist sehr unterschiedlich. Es gibt hauptamtlich Beschäftigte (Berufsfeuerwehren) und nebenamtlich Beschäftigte (Werkfeuerwehren). Überwiegend handelt es sich jedoch um ehrenamtliches Personal in Freiwilligen Feuerwehren.
Persönliche Schutzausrüstung
Die persönliche Ausrüstung eines Feuerwehrmannes ist eine persönliche Schutzausrüstung (PSA) und gewährleistet dem Feuerwehrmann Schutz vor äußeren Einwirkungen, die in einem Feuerwehreinsatz auftreten können.

Grundausrüstung
Die Grundausrüstung ist im Einsatz immer zu tragen, sie besteht aus:

Feuerwehrschutzanzug
Die Schutzhose und die Schutzjacke sind aus einem feuerfesten Material (z.B. Nomex) gefertigt und sollen Schutz vor Brandeinwirkung bieten. Oft ist sie auch mit Leuchtstreifen versehen, wodurch die Feuerwehrleute auch Nachts gut zu sehen sind. Die Feuerwehrschutzhose ist grundsätzlich bei allen Einsätzen zu tragen. Diese Hosen können Latzhosen sein oder aber nur bis zur Gürtellinie reichende. In diesem Fall muss aber eine längere Schutzjacke, ebenso aus Nomex getragen werden.

Es können aber auch Kombinationen aus Hose und Jacke, so genannte Overalls getragen werden.

Laut EN müssen sowohl Hose als auch Jacke im Brandeinsatz eine Schutzwirkung von 40 Watt aufweisen.

In Österreich werden viele ältere Einsatzhosen und Blusen mit einer Schutzwirkung von 20 Watt auch bei technischen Einsätzen getragen, so dass entweder für Brandeinsatz und technischen Einsatz zwei verschiedene Uniformen verwendet werden oder aber im Brandeinsatz eine zusätzliche Schutzhose und eine Schutzjacke mit jeweils 20 Watt getragen wird.

War bis vor einigen Jahren die Farbe der Einsatzbekleidung bis auf einige Bundesländer einheitlich grün, wurde die Farbe auf blau geändert, wobei aber alte Bekleidungsstücke aufgetragen werden können, was bei kleineren Feuerwehren sicher noch einige Jahre dauern kann. Unabhängig werden oft auch, vor allem von Feuerwehren, die auf Autobahnen Einsätze fahren, auch rote Schutzanzüge aus Sicherheitsgründen verwendet. Dies wird zwar von den Landesfeuerwehrkommandanten nicht gerne gesehen, können es aber nicht wirklich verbieten, da die Ortsfeuerwehr dafür verantwortlich ist.

Feuerwehrhelm
Der Feuerwehrhelm besteht aus einem herkömmlichen Helm aus Stahl, Aluminium oder Duroplast. Er ist mit einem Visier zum Schutz vor Splittern und mit einem Nackenschutz versehen ist. Der Feuerwehrhelm soll den Kopf gegen herabstürzende Gegenstände und umherfliegende Teile schützen und ist deshalb auch bei jedem Einsatz zu tragen. Bei technischen Hilfeleistungen ist immer ein Helm mit Schutzvisier zu tragen.
Des weiteren ist der Feuerwehrschutzhelm nachleuchtend: Wenn er für kurze Zeit angeleuchtet wird, ist er noch lange im Dunkeln zu sehen. Zusätzlich ist er noch mit einem reflektierenden Streifen ausgestattet. Außerdem ist er mit einer Sprengsicherung ausgestattet. Diese Sprengsicherung ist ein Kinngurt, der sich bei einem plötzlichen Schlag öffnet und der Helm vom Kopf weggerissen werden kann. Somit wird ein Peitschenschlag gegen den Kopf mit schweren Verletzungen verhindert. Oft werden noch zusätzliche reflektierende Symbole aufgeklebt, die z.B. Dienstgrad oder einen Atemschutzträger kennzeichnen. Manchmal werden am Helm noch zusätzliche Helmlampen befestigt.

Feuerwehrschutzschuhwerk
Das Feuerwehrschutzschuhwerk besteht aus Stiefeln (meist Leder), mit besonders starkem Profil, welche mit Stahlkappen und einer durchtrittsicheren Sohle versehen sind. Es gibt sowohl Schaft-, als auch Schnürstiefel im Feuerwehrdienst, letztere werden mit einem Reißverschluss geschlossen. Die Feuerwehrstiefel sollen die Feuerwehrmänner vor Brandeinwirkung, Ausrutschen, Nässe und herabstürzenden Teilen schützen und sind ebenfalls bei jedem Einsatz zu tragen. Die Schutzhose wird über den Stiefeln getragen, so dass von oben nichts in die Stiefeln hinein fallen kann.

Feuerwehrschutzhandschuhe
Heute unterscheidet man zwischen zwei Arten von Feuerwehrschutzhandschuhen:
Brandbekämpfungshandschuhe bestehen aus einem Feuerfesten Material (z. B. Nomex) und sind häufig mit Leuchtstreifen versehen. Da diese Handschuhe sehr teuer sind, werden sie ausschließlich zu Brandbekämpfungseinsätzen getragen.
Lederhandschuhe, die aber auch eine Festigkeit gegen scharfe Kanten haben, werden zu allen anderen Einsätzen und zu Übungen getragen.

Zusatzgegenstände
Abhängig von den Gefahren eines Einsatzes und den Aufgaben eines Feuerwehrwehrmannes sind weitere Ausrüstungsgegenstände nötig:
Feuerwehrsicherheitsgurt
Beil
Feuerwehrleine (auch Fangleine oder Rettungsleine genannt)
Feuerwehr-Mehrzweckleine (auch Arbeitsleine genannt)
Atemschutzgerät (mit entsprechender Atemschutzmaske)
Schutzanzug für spezielle Gefahren (Hitzeschutzanzug, Chemieschutzanzug)
Warnweste
Tauchausrüstung
Handfunkgerät
Gehörschutzmittel
Pflichten
Für einen Feuerwehrangehörigen ergeben sich bestimmte Pflichten. Insbesondere das Durchlaufen der erforderlichen Ausbildung, Befolgung von Weisungen der Führungskräfte und Pünktlichkeit bei Alarm und Übung. Er muss aber auch bereit sein, sich kameradschaftlich zu Verhalten. Neben den Pflichten hat ein Feuerwehrangehöriger natürlich auch Rechte.
Pflichtfeuerwehr
Können nicht genügend Bürger für eine freiwillige Mitarbeit in der Feuerwehr gefunden werden, werden durch die Kommune geeignete Einwohner dienstverpflichtet.

Kriterien
Es kann jeder männliche Einwohner vom 18. bis 60. Lebensjahr herangezogen werden. Nicht feuerwehrpflichtig sind Polizeivollzugsbeamte, Angehörige der Bundeswehr, Zivildienstleistende, Angehörige des Bundesgrenzschutzes, Forstbeamte sowie aktive Angehörige einer anderen im Katastrophenschutz mitwirkenden Organisation oder Einrichtung sowie diejenigen, die einem Ablehnungsgrund für ein kommunales Ehrenamt geltend machen können.

Pressluftatmer
Pressluftatmer sind umluftunabhängige Atemschutzgeräte. Bei dieser Art von Geräte hat der Atemschutzträger die notwendige Atemluft in Pressluftflaschen bei sich.

Die üblichen Geräte haben Flaschen, in denen die Luft mit 200 bar oder 300 bar gespeichert ist. Die Flaschen können aus Stahl oder aus Kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff bestehen. Da man die Luft nicht dem hohen Druck einatmen kann, ist an der Atemschutzmaske ein Lungenautomat, der die Luft auf einen normalen Luftdruck reduziert und nur die Menge freigibt, die man einatmet.

Bei 200-bar-Geräten sind üblich zwei Flaschen mit je 4 Liter Inhalt. Das ergibt 1600 Liter Normalluft und eine Einsatzzeit von ca. dreiviertel Stunde

Bei 300-bar-Geräten ist normalerweise eine Flasche mit 6 Liter Inhalt. Das ergibt 1800 Liter Normalluft.

Für spezielle Einsätze wie Tunneleinsätze gibt es auch Langzeitatmer, mit denen man bis zu zwei Stunden in Einsatz bleiben kann.

Zur Kontrolle hat man ein Manometer, auf dem man laufend beobachten kann, wie viel Luftdruck noch in der Flasche ist.

Die Flaschen sind auf einem Tragegestell befestigt, dass zum besseren Tragen gepolstert oder schalenförmig ist. Die Tragegurte und der Bauchgurt sind verstellbar und müssen beim Tragen fest sitzen.

Zum Schutz, dass noch genug Luft für den Rückzug ist, gibt es eine akustische Warnung, wenn der Druck nur noch 50 bar beträgt. Man bezeichnet das als Rückzugswarnung.

Bei früheren Geräten gab es auch eine Widerstandswarnung. Bei der musste man einen Hebel umlegen um die restlichen 50 bar zum Rückzug ausnützen zu können. Diese hat aber manchmal zu Panikreaktionen geführt, deshalb wurde sie durch die akustische ersetzt. Da sowieso der komplette Atemschutztrupp den Rückzug antreten muß, wenn einer davon zuwenig Luft hat, ist es egal, welches Gerät pfeift.

Vor dem Anlegen muß der Atemschutzträger das Gerät überprüfen. Das erfolgt, indem man zuerst eine Flasche öffnet, das Manometer beobachtet, ob die Flasche genug Druck hat, die Flasche wieder abdreht und über den Lungenautomat die Luft langsam abblasen läßt. So ist die Warneinrichtung überprüft. Anschließend wird die zweite Flasche geöffnet und der Druck überprüft. Nachher kann man wieder die erste Flasche zusätzlich öffnen und das Gerät anlegen.

Obwohl der Atemwiderstand geringer ist als mit Atemschutzfilter muss der Träger trotzdem körperlich geeignet und gesund sein, da es sonst leicht zu Kreislaufproblemen und Schwindelanfällen kommen. Deshalb sind auch regelmäßige ärztliche Kontrolluntersuchungen der Träger erforderlich.

Pumpen
Zur Wasserförderung benötigt die Feuerwehr Pumpen, die das Löschmittel ansaugen und weiterfördern. z. B. Tragkraftspritze.

Q

Qualitätskriterien
Unter die Qualitätsrichtlinien fallen z. B. Hilfsfristen, Funktionsstärken und Erreichungsgrade.
Querlüften
Unter dem Begriff "Querlüften" versteht man die Entrauchung eines Brandobjektes. Dieses geschieht meist unter der Vornahme eines Überdrucklüfters. vergl. Ueberdrucklüfter

R

Rauchdurchzündung
Eine Rauchgasdurchzündung (englisch flash-over) ist das plötzliche Durchzünden und Abbrennen sogenannter Pyrolysegase.

Vorgang
In einem geschlossenen Raum brennt ein kleinerer Gegenstand. Durch das Feuer wird sehr schnell der im Raum befindliche Sauerstoff verzehrt. Dadurch kommt die Verbrennung fast ganz zum erliegen, mittlerweile ist die Temperatur jedoch schon stark angestiegen - So stark, dass bei nahe der Flammen stehenden Objekte bereits Pyrolysegase ausströmen.

Ursprung
Pyrolysegase entstehen, wenn ein Stoff soweit erhitzt wird, das er brennbare Gase absondert. Beispiele für Pyrolysegase sind der beißende gelb-weiße Qualm eines Lagerfeuers, ähnlicher Rauch bei Strohfeuern oder der Rauch nach dem Auspusten einer Kerze. Dieser Rauch ist brennbares Gas, ganz leicht zu beobachten bei dem Kerzenbeispiel - halten sie das Streichholz in den Rauch, ca. 3 cm vom Docht entfernt. Pyrolysegase entstehen sehr viel leichter in Möbeln, seitdem viel mehr Kunststoff eingesetzt wird.

Diese Pyrolysegase sind sehr heiß und sammeln sich im oberen Teil des Raumes, erhitzen durch ihre Hitze auch andere Gegenstände und veranlassen sie ebenfalls, Pyrolysegase auszuströmen. Diese Gase sind leicht brennbar - fast explosiv. Wird nun der Raum geöffnet, strömt frische Luft und Sauerstoff hinein und es entsteht ein zündfähiges Gemisch. Durch den bereits brennenden Raum wird die Gemisch entzündet und die Umgebung erhitzt sich sprunghaft. Durch diese enorme Hitze und den plötzlich auftreten Druck zerbersten sogar Fenster. Weiterhin dehnt sich der Brand flächenmäßig sehr stark aus.

Deswegen sollten Räume, die geschlossen sind und in dem ein Feuer herrscht, nicht von ungeschützten und nicht ausgebildeten Menschen geöffnet werden. Aber auch für Mitglieder der Feuerwehr stellt eine Rauchgasdurchzündung eine nicht zu unterschätzende Gefahr dar, da Temperaturen von weit über 1000 °C entstehen können.

Rauchmelder
Rauchmelder verwenden verschiedene physikalische Effekte zur Erkennung von Brandrauch und Brandgasen und dienen dem Brandschutz.
Der zur Zeit (2004) am meisten verwendete Brandmelder arbeitet nach dem Streulichtverfahren. Hierbei wird die Reflektion eines Lichtstrahls an der eintretenden Umgebungsluft mit einem lichtempfindlichen Sensor gemessen. Klare Luft reflektiert nicht - befindet sich aber Rauch in der Messkammer wird durch die Staubpartikel etwas Licht reflektiert und der Sensor spricht an.
Alternativ werden auch sogenannte Ionisationsmelder eingesetzt. Diese arbeiten mit einem radioaktiven Strahler und können auch unsichtbare, d.h. nicht reflektierende Brandgase erkennen. Aufgrund der radioaktiven Strahlung werden Ionisationsmelder allerdings nur noch in Sonderfällen eingesetzt, da die Auflagen enorm sind. Das Gefährdungspotenzial eines einzelnen Melders ist bei bestimmungsgemäßem Gebrauch und Entsorgung jedoch gering.
Reanimation
Gesamtheit aller Maßnahmen, die bei Herzstillstand und damit Aufhören des Blutkreislaufs oder bei Atemstillstand sofort ergriffen werden müssen, um Kreislauf, Lungenbelüftung und Gehirndurchblutung wieder in Gang zu bringen. Im Rahmen der ersten Hilfe dienen der Reanimation: Kopftieflagerung, Atemspende bzw. künstliche Atmung, Herzmassage.
Rechte
Ein Feuerwehrangehöriger hat Anspruch auf Absicherung gegen die Folgen von Schäden, die ihm im Dienst entstehen.
Retten
Abwenden eines lebensbedrohlichen Zustandes von Menschen oder Tieren durch lebensrettende Maßnahmen und/oder Befreien aus einer lebensbedrohlichen Zwangslage.
Rettungsdienst
Der Rettungsdienst ist organisierte Hilfe und hat die Aufgabe, bei Notfallpatienten am Notfallort lebensrettende Maßnahmen durchzuführen und ihre Transportfähigkeit herzustellen sowie diese Personen unter Aufrechterhaltung der Transportfähigkeit und Vermeidung weiterer Schäden in eine geeignete Gesundheitseinrichtung/Krankenhaus zu befördern (Notfallrettung).
Aufgabe des Rettungsdienstes ist es auch, kranke, verletzte oder sonstige hilfsbedürftige Personen, die keine Notfallpatienten sind, unter sachgerechter Betreuung zu befördern (Krankentransport).
Mit dem Begriff "Rettungsdienst" wird also die präklinische, notfallmedizinische Versorgung der Bevölkerung, mit ihren Bereichen Notfallrettung und Krankentransport bezeichnet.
Rettungsgeräte
Die Feuerwehr setzt Rettungsgeräte in der Technischen Hilfeleistung ein, um Menschen und Tiere aus Gefahrenbereichen zu retten. Dies sind Leitern, Sprungtuch, Sprungpolster, Luftheber, Hydraulikheber, Spreizer, Hydraulikschneidegerät, Fangleinen.
Rettungskarte
Die Rettungsdatenblätter unterstützen die Rettungsdienste bei ihren Einsätzen, damit sie den Unfallinsassen gut und schnell helfen können. Dabei sind Selbstgefährdungen am verunfallten Fahrzeug möglichst auszuschließen. Das dazu notwendige grundsätzliche Wissen soll hier vermittelt werden. Die Rettungskarte ist ein Informationsblatt auf dem alle relevanten Informationen des jeweiligen Fahrzeugs auf sehr kompakte Art und Weise dargeboten sind. Dies betrifft die Lage der Airbags, der Batterien, Verstärkungen und Versteifungen, Ansatzmöglichkeiten für hydraulisches Rettungsgerät, Möglichkeiten für Trennschnitte am Fahrzeug ohne die Airbags nachträglich auszulösen usw.. So kann die Feuerwehr die Erkundungsphase minimieren und die Rettungszeit verkürzen.
Rettungsknoten
Der Rettungsknoten ist ein Knoten (eigentlich Schlaufenstich), der sich beim Anziehen der Feuerwehrleine nicht fest um den Gegenstand sondern nur im Knoten zusammenzieht. Die Anwendung erfolgt beim Retten und Sichern von Personen, wobei die Feuerwehrleine um die Brust der Person gelegt und mit einem Pfahlstich (Rettungsknoten) gesichert wird.

Rettungsknoten Feuerwehr
Quelle: Keil 2000

Rettungsschere
Sie zählt zu den hydraulischen Rettungsgeräten und eignet sich besonders zum Durchtrennen von Tür- und Dachholmen und anderen Teilen bei verunfallten Kraftfahrzeugen aber auch von Eisenteilen, Rohren und Kabeln. Die beiden Schneiden werden meist hydraulisch betätigt und haben eine gewisse Maulweite. Rettungsschere und Spreizer werden auch als kombiniertes Gerät eingesetzt.
Rettungsspreizer
Ist ein hydraulisches Rettungsgerät, das besonders zur Rettung von eingeklemmten und eingeschlossenen Unfallopfern dient. Mit ihm können verklemmte Fahrzeugtüren aufgespreizt, Fahrzeugdächer hochgedrückt und Teile weggedrückt werden. Sie bestehen aus zwei Hebelarmen,die durch hydraulische Kräfte auseinandergespreizt und zusammengepresst werden können. Spreizer können auch als kombiniertes Gerät mit Rettungsschere eingesetzt werden.
Rettungswagen (RTW)

Ein Rettungswagen (RTW) ist ein Fahrzeug des Rettungsdienstes für die Notfallrettung. Er wird benutzt, um Patienten zu versorgen und in eine Klinik zu transportieren. Vom RTW zu unterscheiden sind der Krankentransportwagen (KTW), der für den notfallmedizinisch in der Regel nicht eilbedürftigen Krankentransport eingesetzt wird, ein Notarztwagen (NAW), der im Gegensatz zum Rettungswagen zusätzlich mit einem Notarzt besetzt ist, sowie ein Intensivtransportwagen (ITW), der hauptsächlich zur Verlegung von Patienten mit kritischem Gesundheitsstatus in ein anderes Krankenhaus gedacht ist. Rettungswagen nehmen in Deutschland, wenn es der Zustand des Patienten verlangt, für ihre Einsätze häufig Sonderrechte und Wegerechte nach §§ 35 und 38 Straßenverkehrsordnung in Anspruch und sind entsprechend mit Sondersignalanlagen (blaue Rundumkennleuchte und Folgetonhorn) ausgestattet. Als Grundfarben für Rettungsdienst-Fahrzeuge weit verbreitet sind Weiß, Rot und Schwefel- bzw. Eurogelb (RAL 1016). Das früher gebräuchliche Dunkelelfenbein (RAL 1014) wird heute aktuell nur für Fahrzeuge des Katastrophenschutzes verwendet. Für die rote Farbe werden dabei verschiedene Farbtöne verwendet, Feuerrot (RAL 3000) oder Tagesleuchtrot (RAL 3024). Die Fahrzeuge werden durch eine entsprechende Aufschrift zumeist eindeutig als dem Rettungsdienst zugehörig gekennzeichnet, etwa Rettungsdienst oder Rettungswagen, bei von der Feuerwehr besetzten Fahrzeugen auch Feuerwehr. Nicht selten wird die Grundfarbe durch umlaufende andersfarbige Streifen oder andersfarbige Folien-Beklebung ergänzt. Reflexmaterial oder auch Konturmarkierungen ergänzen die aktive Sicherheit. Manche Fahrzeuge sind mit einer stilisierten EKG-Linie „verziert“. Das Heck des RTW wird immer öfter mit einer Folienbeklebung entsprechend der Weisung des französischen Innenministers 273:2006 NIT versehen. Der Rettungsdienst in der Bundesrepublik Deutschland obliegt gemäß der föderalen Staatsordnung den Bundesländern. So gibt es in Deutschland 16 verschiedene Rettungsdienstgesetze, -verordnungen, Ausführungsbestimmungen und Musterdienstanweisungen. In einem Rettungswagen werden alle Medikamente und Geräte vorgehalten, die zur Aufrechterhaltung der Vitalfunktionen und zum Abwenden schwerer gesundheitlicher Schäden bis zum Erreichen der Klinik notwendig sind. Ebenso werden Schmerzmittel auf einem Rettungswagen vorgehalten.

Rettungszylinder
Reicht die Maulweite zum Auseinanderdrücken des Spreizers nicht mehr aus so wird der Rettungszylinder eingesetzt - z. B. Auseinanderdrücken des Fahrgastraumes
Rundumkennleuchte
Rundumkennleuchten oder auch Rundumleuchten sind Lampen der Fahrzeugbeleuchtung, die je nach Farbe auf ein spezielles Fahrzeug hinweisen.

Um eine stillstehende Glühbirne wird ein Hohlspiegel durch einen Motor rundherumgedreht. Dadurch rotiert auch der Strahl dieses Lichtes um 360°. In neuerer Zeit werden statt dieser ''''klassischen'''' Rundumkennleuchten auch (Mehrfach-)Blitzleuchten verwendet, in denen statt der zuvor genannten mechanischen Teile Stroboskop-Blitzleuchten verbaut sind, die in regelmäßigen Abständen einmal, zweimal (oder mehrfach) kurz hintereinander aufblitzen. Der Verschleiß soll bei dieser neuen Variante geringer sein; sie ist jedoch tagsüber schlechter zu erkennen.

Die Leuchten müssen auf dem Fahrzeug so angebracht werden, dass sie von allen Seiten (360°, also eben rundum) erkennbar sind. Erforderlichenfalls müssen dazu mehrere Leuchten montiert werden, beispielsweise vorne und hinten auf dem Fahrzeug.

Die Lampen können auf den Fahrzeugen fix montiert sein oder aber mit Magnethaltern nur bei Bedarf montiert werden (z.B. Zivilstreifen).

Gelbe Rundumkennleuchten
Gelbe Rundumkennleuchten weisen auf ein Fahrzeug hin, auf das besonders Rücksicht zu nehmen ist.
- Fahrzeuge der Straßenverwaltung,
- Müllsammelfahrzeuge,
- LKW, die größer sind als normalerweise erlaubt,
- Gefahrguttransporter.


Sie warnen generell vor Unfall- oder Gefahrenstellen.

Blaue Rundumkennleuchten
Blaue Rundumkennleuchten (so genanntes Blaulicht) weisen auf Einsatzfahrzeuge hin von:
- Polizei,
- Feuerwehr,
- Rettungsdienst,
- Katastrophenschutz,
- Gas-, Elektro- oder Wasserversorgungsunternehmen.

Blaues Blinklicht warnt ebenfalls vor Einsatz-, Unfall- und Gefahrenstellen; vor allem jedoch macht es zusammen mit dem Folgetonhorn, umgangssprachlich auch als Martinshorn bekannt, den Vorrang der Einsatzfahrzeuge deutlich, denen dann von den übrigen Verkehrsteilnehmern unverzüglich freie Bahn zu schaffen ist.

Rote Rundumkennleuchten
Rote Rundumkennleuchten sind in Deutschland und Österreich nicht erlaubt. Aber in manchen anderen Ländern dienen sie entweder allein oder in Kombination mit blauen zur Kennzeichnung von Einsatzfahrzeugen.

In Österreich werden sie allerdings von der Feuerwehr verwendet, um die Einsatzleitung bei einem größeren Einsatz zu kennzeichnen. Das darf aber nur bei Stillstand des Einsatzleitfahrzeuges erfolgen.

Grüne Rundumkennleuchten
Auch grüne Rundumkennleuchten sind in Deutschland und Österreich nicht als Fahrzeugbeleuchtung erlaubt, dienen aber im Einsatz teilweise zur Kennzeichnung von Fahrzeugen und Örtlichkeiten.

Rüstwagen (RW)
Ein Rüstwagen (RW) ist ein Feuerwehrfahrzeug, das bei der technischen Hilfeleistung eingesetzt wird. Dazu steht umfangreiches Werkzeug und Spezialgerät zur Verfügung, mit dem Personen nach Unfällen (insbesondere im Straßenverkehr) aus ihren Notlagen befreit werden, umweltschädigende Substanzen aufgefangen, Einsatzstellen ausgeleuchtet und diverse andere Aufgaben erfüllt werden können. Die Besatzung besteht jedoch nur aus drei Mann, genauer: einem Trupp (0/1/2/3). Darum wird der Rüstwagen praktisch nie allein, sondern zusammen mit anderen Fahrzeugen im Rüstzug oder auch zur Unterstützung eines Löschzugs eingesetzt. Allgemeine Anforderungen an Rüstwagen und Gerätewagen sind in DIN EN 1846-2 fixiert. Als nationale Norm für den RW ist in Deutschland die DIN 14555-3 einschlägig. Rüstwagen werden auf einem Allradfahrgestell aufgebaut. Meist sind 7-9 Geräteräume, davon mehrere tiefgezogene vorhanden. An der Fahrzeugfront befindet sich eine Seilwinde mit 50 (Minimalforderung) bis 100 kN Zugkraft (5–10 t), im Fahrzeugaufbau oder am Heck ein Lichtmast mit zwei Scheinwerfern mit einer Leistung von jeweils 1000 W, die vom fest in das Fahrzeug eingebauten Generator gespeist werden. Dieser Stromerzeuger hat eine Mindestleistung von 23 kVA. Auf einem RW liegen 308 Einzelteile (Standardbeladung). Hinzu kommt weitere Zusatzbeladung wie z. B. „Gerätesatz Ölbeseitigung“ (+ 110 Einzelteile) oder Wasserrettung. Andere seltenere Sonderausrüstungen können eine umfangreiche Gefahrgutausrüstung („Rüstwagen mit Sonderbeladung Gefahrgut“, RW-G) oder ein Kran sein. Auf dem Rüstwagen befindet sich nach aktueller Normfassung außer Feuerlöschern (zwei mit Löschpulver und einer mit Löschschaum) sowie einer Feuerlöschdecke keine Ausrüstung zur Brandbekämpfung, jedoch eine umfangreiche Ausrüstung für die Technische Hilfeleistung. Hierzu zählen unter anderem eine umfangreiche Strom- und Beleuchtungsausstattung, Motorsäge, Säbelsäge, Trennschleifmaschine, ein Mehrzweckzug MZ 32, Elektronik-Bohrhammer, Akku-Schrauber, Bohr- und Abbruchhammer, Hebekissensatz, Plasmaschneider, hydraulischer Rettungssatz, Dichtungskasten, Verkehrsunfallkasten, Elektro-Werkzeugkasten, Wathosen, bestimmte weitere Schutzkleidung, Baustützen, Kanthölzer sowie Zubehör.

S

Sammelstück
Das Sammelstück hat eine „hosenartige“ Form und führt zwei Schlauchleitungen, die vom Hydranten oder der Feuerlösch-Kreiselpumpe kommen, zu einer Leitung zusammen. Während an beiden Zugängen einteilige Festkupplungen angebracht sind, befindet sich an dem Abgang eine zweiteilige Festkupplung mit beweglichem Knaggenteil. Im Inneren des Gehäuses ist eine Ventilklappe angeordnet, die durch den Druck des Wassers gesteuert wird und bei Benutzung nur eines Zugangs, den nicht benutzen Zugang wasserdicht abschließt. Die Klappe legt sich dabei auf einen in jeden Zugang eingesetzten Dichtring auf.

Werden beide Zugänge benutzt, so wird die Ventilklappe durch den von beiden Seiten gleichgroßen Wasserdruck in der Mittellage gehalten.

Sammelstück
Bild: Dönges GmbH & Co. KG

Sandsack
Sandsäcke werden zum Hochwasserschutz und zur Deichverteidigung eingesetzt.

Man kann mit ihnen neue Sandsackdeiche bauen, vorhandene Deiche erhöhen, Deichfuß Sicherungen durchführen, Quellkaden errichten oder Gebäude schützen.

Sandsäcke bestehen aus Naturfasern oder Kunststoff. Zum Hochwasserschutz werden sie zu 2/3 mit Sand gefüllt. Säcke aus Kunststoff haben den Nachteil, dass sie wesentlich leichter wegrutschen als Naturfasersäcke. Kommen Naturfasersäcke mit Wasser in Berührung, saugen sie sich voll und quellen auf. Dadurch wird der Sandsackdeich noch zusätzlich abgedichtet. Außerdem vermodern die Naturfasern, wenn Säcke im Deich liegen gelassen, oder vom Fluss mitgerissen wurden.

Kunststoffsäcke sind vorzuziehen, wenn gefüllte Säcke auf Vorrat längere Zeit gelagert werden sollen. Dies ist bei Deichschutzverbänden in Hochwassergefährdeten Gebieten regelmäßig der Fall.

Meist werden die Säcke mit Band oder Rödeldraht verschlossen. Wenn die Zeit zum Verschließen nicht vorhanden ist, können sie aber auch offen verwendet werden. Dabei wird die Öffnung umgeklappt und unter den Sack gelegt. Das Gewicht des Sands liegt so auf der Öffnung. In jedem Fall muss die Öffnung immer zur Landseite liegen! Beim Verbau der Säcke ist ferner darauf zu achten, dass diese bündig liegen und keine Lücken vorhanden sind. Um dies zu erreichen sind die liegenden Säcke mit dem Fuß festzutreten.

Der Transport der gefüllten Säcke zur Einsatzstelle kann meist nicht vollständig durch LKW, Boote oder Hubschrauber durchgeführt werden. Grund dafür sind durchweichte Deiche oder unpassierbare Brücken. Deswegen geschieht der Transport zur Verlegestelle fast ausnahmslos über eine Menschenkette.

Die Helfer stellen sich dabei in einigem Abstand gegenüber (Reißverschluss). Der Abstand sollte so gewählt werden, dass die Sandsäcke ohne Standortwechsel bequem gereicht werden. Sandsäcke werden nicht geworfen. Dies ist auf Dauer zu anstrengend und kann zu Verletzungen führen, falls der fangende Helfer noch nicht bereit ist.

Saugkorb
Der Saugkorb wird auf das im Wasser liegende Ende der Saugleitung gekuppelt und ist in den Größen A, B und C genormt. Er besteht im wesentlichen aus folgenden drei Hauptteilen:

1. Gehäuse mit Festkupplung
2. Sieb: Die Löcher des Siebes sind so beschaffen, dass nur Schutzteile und Fremdkörper solcher Größe in die Saugleitung gelangen können, die in der Pumpe keinen Schaden anrichten können.
3. Rückschlagventil: Das Rückschlagventil erfüllt beim Saugbetrieb eine wichtige Funktion, weil
• es verhindert, dass sich die Saugleitung bei vorübergehendem Stillsetzen der Pumpe entleert.
• es ermöglicht, dass bei Versagen der Entlüftungseinrichtung, das mit Hilfe eines Eimers eingefüllte Wasser in der Saugleitung und Pumpe bleibt. Somit wird die Aufnahme der Wasserförderung auch bei Ausfall der Entlüftungseinrichtung möglich.

Saugkorb
Bild: Dönges GmbH & Co. KG

Saugkorbschutz
Der Saugkorbschutz ist ein Drahtkorb, der als Ergänzung zum Saugkorb verwendet wird. Bei der Entnahme von Wasser mit starker Verschmutzung wird der Saugkorbschutz über den Saugkorb gezogen.

Saugschutzkorb
Bild: Markert-Brandschutztechnik

Saugleitung
Unter einer Saugleitung versteht man nicht nur bei der Feuerwehr die gesamte Leitung aus einer offenen Wasserentnahmestelle bis zur einer Pumpe.

Aufbau
Die Saugleitung besteht aus dem Saugkorb oder Saugkopf und mehreren Saugschläuchen. Diese werden direkt an die Pumpe angeschlossen.
Zu der Saugleitung gehört noch:
- die Ventilleine, die zum Öffnen des Fußventils im Saugkopf dient,
- einer Halteleine, die eventuell bei fließenden Gewässern notwendig ist, um ein Abtreiben der Saugleitung zu verhindern.

Hinweise
Zu beachten ist, dass die Saugleitung nicht zu lange werden darf, da eine Kreiselpumpe prinzipbedingt nur eine Förderhöhe von maximal sieben Metern hat und der Reibungswiderstand innerhalb des Systems nicht zu vernachlässigen ist.

Die obigen Beschreibung gilt für jede andere Wasserpumpe auch, z.B. auch für die in einem Hauswasserwerk befindliche Pumpe. Während man den Schlauch oder das Rohr vor der Pumpe Saugleitung nennt, nennt man die andere Seite die Druckleitung. Die maximale Förderhöhe ist abhängig von der Leistungstärke der Pumpe.

[caption id="attachment_102910" align="aligncenter" width="350"]Saugschlauch Feuerwehr Typ A
Bild: P-tec Celle e.K.

in Saugschlauch ist speziell zum Saugen von  Wasser konzipiert.

Saugschläuche sind im Gegensatz zu Druckschläuchen formstabil, damit sie sich nicht durch den beim Saugvorgang auftretenden Unterdruck zusammenziehen. Sie werden als Saugleitung an den Saugeingang einer Feuerlöschkreiselpumpe angeschlossen und zur Wasserentnahme aus offenen Gewässern verwendet.

Schachthaken
Schachthaken sind zwei mit einer Kette verbundene Haken, mit denen sich Schachtabdeckungen (z.B. Straßenschächte) abdecken oder freilegen lassen.

Schachthaken
Bild: Rosenbauer International AG

Schadenfeuer
Ist ein nicht beabsichtigtes Brennen, das sich unkontrolliert ausbreiten kann, und das vorsätzlich, unbeabsichtigt oder durch unvorhergesehene Umstände verursacht wird.

Beispiele: Wohnungsbrand, Zimmerbrand, Fahrzeugbrand.
Schaumstrahlrohr
Schaumstrahlrohre sind Armaturen der Feuerwehr zum Auswerfen von Löschschaum. Sie sind in DIN 14 366 genormt, die grundsätzlich 2 Typen unterscheidet: Schwerschaumrohre und Mittelschaumrohre. Inzwischen gibt es jedoch zusätzlich auch Kombischaumrohre die beide Varianten in sich vereinigen.

Im Schaumrohr wird das Wasser-Löschmittel-Gemisch aus dem Zumischer mit Luft versetzt und in Form eines Strahls ausgeworfen. Sie unterscheiden sich in ihrer Größe:

Bezeichnung Typ Durchflussmenge Erzeugter Schaum
S2 Schwerschaumrohr 200 l/min 1-4 m³/min
S4 Schwerschaumrohr 400 l/min 2-8 m³/min
S8 Schwerschaumrohr 800 l/min 4-16 m³/min
M2 Mittelschaumrohr 200 l/min 4-40 m³/min
M4 Mittelschaumrohr 400 l/min 8-80 m³/min
M8 Mittelschaumrohr 800 l/min 16-160 m³/min


Mittelschaumrohre mit dem Zusatz W haben eine besonders hohe Wurfweite, dafür jedoch eine geringere Verschäumung. Die Durchflussmengen beziehen sich auf einen Eingangsdruck am Schaumrohr von 5 bar.

Schaumrohr
Bild: EMPL Fahrzeugwerk Gesellschaft m.b.H.

Schlauchbinde
Zum Abdichten beschädigter Schläuche. Aus flexiblem Federstahlband mit Moosgummieinlage und Exzenterverschluss.
Schlauchbinde
Bild: Albert Ziegler GmbH
Schlauchbrücke
Schlauchbrücken überbrücken Schlauchleitungen auf Verkehrswegen und verhindern somit eine Beschädigung der Schläuche. Beim Überqueren von Straßen mit Schlauchleitungen sind drei Schlauchbrücken so auszulegen, dass Fahrzeuge verschiedener Spurbreite (PKW/LKW) die Leitung überfahren können. Auf die Verkehrssicherung ist besonders zu achten.

Schlauchbrücke
Bild: allbuyone GmbH
Schläuche
Ein Feuerwehrschlauch ist ein essentieller Ausrüstungsgegenstand der Feuerwehr und hat die Aufgabe, das Löschmittel Wasser oder Wasser/Schaum-Gemische über Wegstrecken zu fördern. Die Schläuche lassen sich grob in zwei Typen unterscheiden: Schläuche, durch die eine Flüssigkeit gesaugt werden kann (Saugschläuche) und Schläuche, die unter Druck Wasser weiterleiten (Druckschläuche). In Europa hat sich zum Verbinden der Schläuche die Knaggenkupplung, auch Storz-Kupplung genannt, durchgesetzt. Diese Kupplung ist hermaphrodit, das heißt es gibt im Gegensatz zu der in den USA üblichen Gewindekupplung keine verschiedenen Feuerwehrkupplungen an den Enden der Schläuche. Von diesen Feuerwehrkupplungen leitet sich auch die Größenbenennung (A,B,C,D) ab. Ein Schlauch mit zB. der Bezeichnung Druckschlauch C-42-15 bezeichnet einen Schlauch mit mit Storz-Druckkuplungen der Größe C, Innendurchmesser 42mm und einer Länge von 15m.

Feuerwehr-Druckschlauch
Bild: OSW Eschbach

Schlauchhaspel
Schlauchhaspeln dienen der Aufnahme von Druckschläuchen. Vorteil gegenüber den gerollten Schläuchen ist die schnellere Verlegung der schon zusammengekuppelten Druckschläuche. Ebenfalls befindet sich der Schnellangriff mit einem formstabilen Schlauch auf einer Schlauchhaspel.

Schlauchhaspel
Bild: Sinntec Schmiersysteme GmbH

Schlauchkupplung
Schlauchkupplungen dienen dazu, lösbare Verbindungen von Schläuchen herzustellen. Die Bauform ist abhängig vom Verwendungszweck, dem im Schlauch gefürderten Medium (Luft, Gase, Wasser, Öl, Säure, etc.) sowie von den im Schlauch herrschenden Druckverhältnissen (Vakuum, hoher Überdruck). Meist enthalten Kupplungen eine Dichtung beziehungsweise einen Dichtring, der das Austreten des Mediums, oder ein Eindringen der Umgebungsluft verhindert.

Feuerwehrkupplungen
Die in Europa verbreitetste Kupplung ist die Storz-Kupplung, die 1882 von Guido Storz zum Patent angemeldet wurde. Diese ist eine symmetrische Kupplung, wodurch die beiden Enden eines Feuerwehrschlauches ein identisches Kupplungsteil besitzen. Sie werden nicht verschraubt, sondern mit einer Art Bajonett-Verschluss verbunden. Sie sind üblicherweise aus Aluminium, bei Hochdruckschläuchen jedoch aus Messing. Es existieren Kupplungsteile mit Schlauchtülle zur Befestigung an Schläuchen, Festkupplungen mit Gewinde zur Befestigung an Armaturen und Geräten, sowie Blindkupplungen zum Verschließen ungenutzter Abgänge. Die Storz-Kupplungen gib es in unterschiedlichen Größen, wobei die Feuerwehr folgende genormte Kupplungen verwendet:

A: Knaggenabstand: 133 mm; Schlauchdurchmesser: 110 mm
B: Knaggenabstand: 89 mm; Schlauchdurchmesser: 75 mm
C: Knaggenabstand: 66 mm; Schlauchdurchmesser: 42 oder 52 mm
D: Knaggenabstand: 31 mm; Schlauchdurchmesser: 25 mm

In den USA dominiert hingegen eine asymmetrische Schraubkupplung, bei der die beiden Schlauchenden unterschiedliche Kupplungsteile besitzen. Bei diesen muss darauf geachtet werden, welche Schlauchenden miteinander verbunden werden. Weiterhin dauert die Verschraubung etwas länger als bei den Storz-Kupplungen.
Festkupplung Feuerwehrschlauch
Bild: ESSKA.de GmbH

Schlauchtrupp
Der Schlauchtrupp ist eine taktische Untereinheit der Gruppe innerhalb der Feuerwehr. Er besteht aus zwei Einsatzkräften: dem Schlauchtruppführer und dem Schlauchtruppmann.

Aufgaben
Der Schlauchtrupp rettet und übernimmt je nach Art des Einsatzes (Löscheinsatz oder Technische Hilfe) folgende Aufgaben:

Löscheinsatz
Im Löscheinsatz stellt der Schlauchtrupp die Wasserversorgung zwischen Verteiler und Strahlrohr her und wird dritter Angriffstrupp. Entschließt sich der Wassertruppführer dazu, mehr als zwei Sauglängen (Saugschläuche) vorzunehmen, unterstützt der Schlauchtrupp den Wassertrupp beim Kuppeln, Beleinen und zu-Wasser-Bringen der Saugschläuche.

Technische Hilfeleistung
Bei der Leistung der Technischen Hilfeleistung (nach der FwDV 13/1) bereitet der Schlauchtrupp die erforderlichen Geräte für ihren Einsatz vor, übergibt sie dann dem Angriffstrupp, betreibt und überwacht die notwendigen Arregate (Stromerzeuger, Hydraulische Pumpe usw.) zusammen mit dem Maschinisten. Desweiteren unterstützt der Schlauchtrupp den Angriffstrupp bei dem Einsatz aufwendiger technischer Mittel (Luftheber, Hebekissen, Gefahrgutpumpen usw.).
Auf Weisung des Gruppenführers übernimmt der Schlauchtrupp weitere Aufgaben.

Die anderen Trupps einer Löschgruppe sind der Angriffstrupp und der Wassertrupp.

In Deutschland wurden die Aufgaben des Schlauchtrupps beim Löscheinsatz bisher in den FwDV 3 und 4, Die Staffel im Löscheinsatz und Die Gruppe im Löscheinsatz, für die Technische Hilfeleistung in der FwDV 13/1, Die Gruppe im Technischen Hilfeleistungseinsatz, Teil1: Grundregeln festgelegt. Zukünftigt regelt die neue FwDV 3 (Einheiten im Löscheinsatz) ausgehend von der Löschstaffel bis hin zum Löschzug die Tätigkeiten im Löscheinsatz.

Schlauchturm
Der Schlauchturm ist oft ein markantes Zeichen eines Feuerwehrhauses. Hauptsächlich dient der Schlauchturm dem Trocknen von Druckschläuchen nach dem Einsatz. Dies war besonders wichtig, als die Schläuche noch aus Hanf hergestellt wurden. Bei den heutigen Materialien aus Kunstfaser ist es zwar noch immer von Vorteil aber nicht zwingend notwendig.

Im Schlauchturm werden die Schläuche mit einem Flaschenzug an den beiden Schlauchkupplungen aufgezogen. So hängen sie gerade und können gut austrocknen und auslüften. Durch die Länge der B-Schläuche von 20 m ergibt sich eine notwendige Höhe von mindestens 10 m zuzüglich der notwendigen Höhe für den Flaschenzug und der Befestigungen.

Ein vorhandener Schlauchturm wird oft zusätzlich für die Montage der Sirene und der Funkantennen verwendet, da auch hier die Höhe der Montage von Vorteil ist.

Bei größeren Feuerwehren wird der Schlauchturm zugleich als Trainingseinrichtung für Leiterübungen oder Abseilübungen ausgebaut.

Allerdings wird beim Neubau eines Feuerwehrhauses der Sclauchturm auch oft weggelassen und durch einen Schlauchtrockner ersetzt, die Sirenen auf anderen hohen Gebäuden plaziert und für die Funkantenne ein eigener wesentlich billigerer Funkmast errichtet.

Schnellangriffseinrichtung
Sie besteht aus einem stabilen Schlauch mit Strahlrohr, aufgewickelt auf eine Haspel. Damit kann ein schneller Brandangriff vorgetragen werden, zumal das Wasser aus dem mitgeführten Wassertank unmittelbar eingesetzt werden kann. Eine Schnellangriffseinrichtung ist in Löschfahrzeugen und Tanklöschfahrzeugen installiert.

Schnellangriff
Schotenstich
Der Schotenstich ist ein Knoten zum Verbinden zweier Seile, auch von Seilen etwas unterschiedlicher Stärke oder verschiedener Steifheit.

Schotenstich
Bild: Keil 2000

Schutzkleidung
Zum Schutz vor Gefahren des Feuerwehrdienstes trägt der Feuerwehrangehörige bei Übung und Einsatz Schutzkleidung. Dies sind stets Schutzanzug, Feuerwehrhelm, Schutzhandschuhe, Schutzschuhwerk. Sowie bei Bedarf Atemschutz, Sicherheitsgurt, Fangleine, Warnweste oder Sonderschutzkleidung (z.B. Chemikalienschutzkleidung, Hitzeschutzanzug, Kontaminationsschutzkleidung)
Seilschlauchhalter
Seilschlauchhalter haben die Aufgabe, Schlauchleitungen bei Brandeinsätzen zu fixieren, um somit die Stolpergefahr zu reduzieren. Ebenso bei ungewollter Erhöhung des Drucks den Schlauch auf gleicher Stelle zu halten. Anwendung z.B. bei Bränden in Hochhäusern (Befestigung am Treppengeländer) oder bei der Brandbekämpfung über die Drehleiter (Befestigung an den Leitersprossen.)

Seilschlauchhalter
Bild: Dönges GmbH & Co. KG

Seilwinde
Bei Feuerwehrfahrzeugen findet man oft eine Seilwinde, die im Fahrzeug eingebaut ist, um bei technischen Einsätzen eine Möglichkeit hat, auch schwere Teile zu ziehen.

Die Seilwinde ist eine Seiltrommel, die entweder hydraulisch oder mechanisch angetrieben wird und auf der das Stahlseil aufgerollt wird. Kleinere Winden können auch mit einem Elektromotor angetrieben werden. Das Seil kann sich selbständig nebeneinander gleichmäßig aufrollen, wenn die freie Strecke des Seiles vor der Trommel lang genug ist. Anderen Falls muss eine zusätzliche Seilführung, die das Seil seitlich versetzt, vorhanden sein.

In diesen Fällen wird die ganze Zugkraft vom Seil auf die Trommel übertragen. Dabei muss man berücksichtigen, dass die Zugkraft mit der Anzahl der Lagen auf der Trommel abnimmt. So ist bei einer Winde mit einer Zugkraft von 50 kN auf der innersten Lage auf der äußersten Lage (normalerweise 4 - 5 Lagen) je nach Seildurchmesser nur mehr eine Zugkraft von 20 - 30 kN vorhanden.

Es gibt aber auch andere Winden, wo das Seil um ein Seilspill herumgeschlungen wird und erst dann auf einer anderen Trommel aufgewickelt wird. Diese übt nur eine Vorspannung aus, damit das Seil die notwendige Reibung am Spillkopf hat. In diesem Fall hat die Winde über die gesamte Seillänge die selbe Zugkraft und Seilgeschwindigkeit. Diese Winde hat aber einen größeren Platzbedarf und ist wesentlich aufwendiger gebaut.

Die Winden werden im Stillstand automatisch mit einer Ein- oder Mehrscheibenbremse eingebremst. Im Betrieb wird erst die Bremsegelöst.

Winden können entweder heckseitig bei Fahrzeug oder nach vorne angebaut sein. Bei den heckseitigen Winden ist die Belastung des Fahrgestells günstiger, da der Rahmen auf Druck und nicht auf Zug wie bei Frontwinden belastet wird.

Bei den Heckwinden wird das Seil im Fahrzeugrahmen entweder frei oder durch Rohre und Umlenkrollen nach vorne geführt. An der Vorderseite Fahrzeuges ist entweder ein so genanntes Seilfenster mittels vier Rollen, die das Seil führen oder eine so genannte Propellerrolle (das sind zwei Umlenkrollen, die sich um 360 Grad drehen können) angebracht. Der Zugwinkel darf aber trotzdem nicht mehr als 15 Grad nach links oder rechts von der Fahrzeugachse abweichen, da sonst Schäden am Fahrgestell auftreten können.

Um das Seil bei der unbelasteten Winde schneller ausziehen zu könne, haben die Winden meistens einen Freilauf. Dabei wird die Trommel durch eine Kupplung vom Antrieb getrennt und kann sich frei durchdrehen. Dieser Freilauf darf sich aber nur in unbelastenen Zustand schalten lassen.

Die Seilgeschwindigkeit wird bei mechanischen Winden über die Motordrehzahl, bei hydraulischen über ein Steuerventil geregelt.

Um eine zu hohe Belastung der Winde und des Seils zu vermeiden, sind bei hydraulischen Antrieben Überdruckventile oder bei mechanischen Winden Scherbolzen als Sollbruchstelle eingebaut.

Die übliche Zugkraft einer Feuerwehrseilwinde ist 50 kN und hat eine Zuglänge von 50 - 60 m. Dabei ist zu berücksichtigen, dass noch mehrere Seilwindungen auf der Trommel verbleiben müssen, damit die Zugkraft auch durch die Reibung auf die Trommel und nicht die ganze Kraft über das Seilschloss übertragen wird.

Gesteuert werden die Windenbewegungen meistens aus Sicherheitsgründen vom Fahrersitz aus. Es gibt allerdings auch Fernsteuerungen, mit der sich der Maschinist vom Fahrzeug wegbewegen kann.

Auch beim Betrieb von Seilwinden ist Sicherheit das oberste Gebot. Deshalb dürfen sich die Feuerwehrangehörigen nicht im Bereich des Seiles aufhalten, wenn die Winde unter Zug ist. Das Seil muss regelmäßig kontrolliert und gewartet werden. Wenn Litzen gebrochen sind, muss das Seil getauscht werden.

Sicherheitsgurt
Ein Sicherheitsgurt ist eine in Deutschland seit den 80er-Jahren vorgeschriebene Sicherheitseinrichtung in Automobilen.

Die Fahrzeuginsassen werden dabei im Falle von Bremsmanövern von stabilen, mit der Karosserie verbundenen Bändern gehalten und können so nicht durch das Fahrzeug geschleudert werden. Der Sicherheitsbonus der Knautschzone kommt so auch den Insassen zugute. Zudem dehnen sich die Gurte bei einem Crash, wodurch der Verlangsamungsweg für den Insassen nochmals sinkt.

Typen
Je nach Anzahl der Punkte an denen der Insasse mit der Karosserie verbunden ist, teilt man die Gurte in 2-Punkt bis Sechs-Punktgurte ein:
- Zweipunktgurt
In der Regel Beckengurt. Sie werden im Flugzeug eingesetzt in seltenen Ausnahmefällen (in Verbindung mit einem 3-Punkt-Gurt auch Schulter-Beckengurt)
- Dreipunktgurt
Der normale Gurt im Auto. Geht über das Becken zur Schnalle und von dort über die gegenüberliegende Schulter.
- Vierpunktgurt
In der Regel als Hosenträgergurt realisiert. Hat leider in der Praxis den Nachteil, dass bei Crashs der Beckengurt nach oben gezogen wird und man dadurch leichter unter dem Gurt durchrutschen kann.

Dies wird bei Fünf- und Sechspunktgurten durch einen bzw. zwei Schrittgurte verhindert.

Wegen des stark eingeschränkten Bewegungsspielraumes und der reduzierten Bequemlichkeit werden in Fahrzeugen, die für den Straßenverkehr vorgesehen sind Drei-Punkt-Gurte verwendet, bei Fahrzeugen mit erhöhten Sicherheitsanforderungen wie etwa Rennfahrzeugen werden Fünf- oder Sechspunktgurte eingesetzt.

Vorreiter für Gurte in der Fahrzeugtechnik war Volvo, der in seinen Fahrzeugen Sicherheitsgurten serienmäßig einbaute. Ursprünglich waren es Zweipunktgurte, die jeweils vom Türsteher über die Schulter schräg nach unten zum Kardantunnel führten. Es bestand aber die Gefahr des darunter Durchrutschens.

Die heutigen Gurten sind wesentlich komfortabler, sie sind auf die jeweilige Schulterhöhe einstellbar, sowie aufrollbar. Im Falle des Ansprechens der Gurten wird ein Gurtstraffer aktiv, so dass sie beim normalen Fahren nicht mehr stark ziehen.

Obwohl gesetzlich vorgeschrieben, schnallt sich nur ein Bruchteil der Fahrer und noch weniger die Beifahrer an. Ist es in den meisten Fällen Bequemlichkeit, dass man sich nicht anschnallt, so hört auch immer wieder als Kontra, dass der Gurt im Falle eines Fahrzeugbrandes hinderlich sei, das Fahrzeug zu verlassen. Die Befürworter zeigen jedoch die geringe Wahrscheinlichkeit eines Brandes gegenüber einem Auffahrunfall und der Gefahr des Herausgeschleudertwerdens aus dem Fahrzeug.

Sirene
Auch im Zeitalter moderner Alarmierungstechnik mit immer kleiner werdenden und individuell programmierbaren Funkmeldeempfängern hat die Alarmierung der Freiwilligen Feuerwehren über Sirene immer noch eine sehr große Bedeutung.

Während es in größeren Städten undenkbar wäre, die Feuerwehr bei oft mehreren Einsätzen pro Woche über Sirene zu alarmieren, ist dies besonders für kleinere Feuerwehren mit oft wenigen Einsätzen im Jahr meist die einzige Möglichkeit, überhaupt alarmiert werden zu können. Sie verfügen in der Regel über keine oder nur wenige Meldeempfänger. Aber auch größere Wehren, die aufgrund der Einsatzhäufigkeit im Normalfall nur "still" über Meldeempfänger alarmiert werden, halten zusätzlich an der Möglichkeit der Sirenenalarmierung fest, um im Bedarfsfall bei größeren Schadenslagen möglichst viele Einsatzkräfte erreichen zu können.

Sirenensignale in Deutschland
Die Sirenensignale sind in Deutschland und Österreich einheitlich geregelt:

Signale für die Feuerwehr

1x15sec. Dauerton
675Hz + 1860Hz Sirenenprobe, diese wird jeden Samstag um ungefähr 12 Uhr von der jeweiligen Alarmzentrale durchgeführt (in Deutschland regional abweichend).

3x15sec. Dauerton
675Hz + 1240Hz Alarm für die Feuerwehr

In vielen Städten und großen Orten, wird die Feuerwehr mit Funkmeldeempfängern alarmiert. In vielen Feuerwehren wird allerdings auch unterschieden, dass bei Bränden oder Menschenrettung mit beiden alarmiert wird, bei technischen Einsätzen hingegen nur mit den Funkrufempfängern. Dies ist abhängig von den örtlichen Alarmplänen

Signale für die Zivilbevölkerung

3min Dauerton
675Hz + 2280HzWarnung: In diesem Fall soll die Bevölkerung Radio oder Fernsehen einschalten und weitere Anordnungen abwarten.

1min auf- und abschwellender Ton
675Hz + 825HzAlarm: Die Bevölkerung soll schützende Räume aufsuchen (ein Auto könnte keinen Schutz bieten!) und Radio oder Fernsehen einschalten.

1min. Dauerton
675Hz + 1010HzEntwarnung

Diese Art wird für großflächige Ereignisse, wie z.B. Hochwasser verwendet. Aber auch bei örtlichen Großunfällen kann sie verwendet werden.

Sprechfunk
Unter Sprechfunk versteht man das drahtlose Übertragen von gesprochenen Informationen mittels Handfunkgeräten, Mobilfunkgeräten oder Feststationen. In den meisten Fällen ist Sprechfunk Wechselverkehr, es kann nur einer gleichzeitig sprechen. Einige wenige Technologien erlauben auch Voll-Duplex Betrieb, vergleichbar mit einem Telefon, wo man gleichzeitig hören und sprechen kann.

Zum Bereich des Sprechfunks gehören zum Beispiel CB-Funk, Taxi-Funk, Teilbereiche des Bahn-Funks, Walkie-Talkies, Polizei-Funk, BOS-Funk, Bündelfunk, See-Funk, Teilbereiche des Amateurfunks und vieles mehr.

Wenn man größere Entfernungen überbrücken möchte, oder über Berge hinweg senden möchte, muss man eine Vermittlungsstelle dazwischenschalten, ein so genanntes Relais bzw. eine Relaisfunkstelle. Diese nimmt die Funkwellen des Senders auf und sendet diese auf einer anderen Frequenz direkt weiter, meist mit höherer Sendeleistung. Das bedingt, dass die teilnehmenden Sprechfunkgeräte alle auf der Sendefrequenz des Relais empfangen und auf der Empfangsfrequenz des Relais senden. Dieses Prinzip wird vorwiegend im BOS-Bereich (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) verwendet, also im Bereich Polizei, Rettungsdienst, Feuerwehr, Militär. Meist wird dort innerhalb eines Landkreises ein Gleichwellenfunknetz betrieben, bei dem mehrere Sender auf den selben Frequenzen senden und von der Leitstelle als Relaisstation gesteuert werden.

Verkehrsarten
Im Sprechfunk kennt man verschiedene Verkehrsarten, die abhängig von der technischen Ausstattung der Funkgeräte eingesetzt werden.

Richtungsverkehr (Simplex)
Die Übertragung ist in nur einer einzigen Richtung möglich. Es gibt einen Sender und üblicherweise viele Empfänger. Dies ist Beispielsweise beim Einsatz von Funkmeldeempfängern oder Pagern der Fall.

Wechselverkehr (Halb-Duplex)
Die gängigste Betriebsart ist Wechselverkehr, auch Wechselsprechen genannt. Bei dieser senden und empfangen alle Teilnehmer auf der selben Frequenz. Wenn ein Teilnehmer etwas sendet, hören die anderen zu. Nachdem dieser fertig ist kann erst ein anderer Teilnehmer senden. Das findet man zum Beispiel im CB-Funk, im BOS-Funk beim FuG 10 oder bei einfachen Kinder-Sprechfunkgeräten (Walkie-Talkies).

Gegenverkehr (Voll-Duplex)
Beim Gegenverkehr (auch Gegensprechen genannt) sendet und empfängt das Funkgerät auf zwei unterschiedlichen Frequenzen, die als Oberband und Unterband bezeichnet werden. Während das Funkgerät auf der einen Frequenz sendet, kann es gleichzeitig auf der anderen Frequenz empfangen.

bedingter Gegenverkehr
Die Funkgeräte senden und empfangen wie auch beim Gegenverkehr auf zwei unterschiedlichen Frequenzen, jedoch ist es technich nicht möglich, während dem Senden auch zu Empfangen. Meist haben die Funkgeräte eine Antennenweiche, die die Antenne entweder mit dem Empfangs- oder dem Sendeteil verbindet. Die Umschaltung erfolgt über die Betätigung der Sprechtaste.

Verkehrsformen
Anhand der Kommunikationsform, also wer mit wem spricht, unterscheidet man verschiedene Verkehrsformen

Linienverkehr
Beim Linienverkehr kommunizieren zwei gleichberechtigte Partner miteinander.

Sternverkehr
Eine zentrale Leitstelle kann von jedem anderen Teilnehmer gehört werden. Sendet ein Teilnehmer, kann dieser nur von der Leitstelle empfangen werden.

Kreisverkehr
Jeder kann jeden hören. Dies ist die normale Verkehrsform bei Wechselverkehr. Bei Gegenverkehr wird eine Relaisstation benötigt. Hierzu sendet die Relaisfunkstelle die empfangenen Signale wieder auf ihrer Sendefrequenz aus, sodass diese wieder von jedem anderen Teilnehmer empfangen werden können. Diese Betriebsart wird beim BOS-Funk üblicherweise von der Leitstelle eingeschaltet, wenn ein Einsatz im Gange ist, damit die verschiedenen Einsatzfahrzeuge sich gegenseitig Kommandos geben können, und über deren Tätigkeiten informiert sind.

Querverkehr
Der Sprechfunkverkehr wird zwischen unterschiedlichen Funknetzten von den Leitszellen weitervermittelt. So kann beispielsweise ein direkter Funkkontakt zwischen der Feuerwehr und der Polizei ermöglicht werden.

Sprinkler
Eine Sprühdüse mit einer thermischen Auslösevorrichtung in einer automatischen Löschanlage (Sprinkleranlage). Im Falle eines Brandes öffnet das durch die entstandene Temperatur erwärmte Auslöseelement und öffnet den Wasserdurchfluss. Das Löschwasser prallt auf einen Sprühteller und wird gleichmäßig auf den Brandherd verteilt. Die Auslöseelemente bestehen entweder aus Glasfläschchen, die bei einer gewissen Temperatur zerspringen oder aus Schmelzlot. Je nach Auslösetemperatur sind sie farblich gekennzeichnet.

Sprinkler Gama-Tronik
Bild: GAMA-tronik Brandschutzservice GmbH

Sprinkleranlage
Eine automatische Löschanlage, die ständig betriebsbereit ist und im Brandfall das unter Druck stehende Löschwasser frei gibt. Dies geschieht über wärmeempfindliche Einrichtungen (Ausdehnen einer Flüssigkeit in einem Glasbehälter oder Schmelzen eines Lots), damit wird das Wasser über Sprinkler abgegeben. Sprinkleranlagen erkennen, bekämpfen und melden Brände selbstständig. Bei einer gewissen Auslösetemperatur öffnen sich die Sprinkler, durch den Druckabfall löst eine Alarmglocke aus, gleichzeitig wird eine Alarmmeldung an die Brandmeldeanlage und damit an die Leitstelle weitergegeben. Sprinkleranlagen sind in Fabrikanlagen, Lagerhallen, Parkhäusern, Kaufhäusern, Büros und Krankenhäusern eingebaut.
Sprühstrahl
Ist eine Strahlform bei Strahlrohren. Dabei wird das Wasser nach dem Verlassen des Strahlrohrs in feine Tröpfchen zerlegt. Die wirksame Oberfläche des Wassers wird damit beträchtlich erhöht, die Wurfweite allerdings reduziert. Beispiel: Vollstrahl bei C-Strahlrohr: 25 m, bei Sprühstrahl: 8 m
Sprungpolster / Sprungretter
Ein Sprungpolster / Sprungretter st ein Rettungsgerät zum Auffangen von Personen, die in Notfällen aus Gebäude springen. Der Sprungretter ist geeignet für Höhen bis zu 16 Metern und kann mit Hilfe von Druckluft sehr schnell einsatzbereit gemacht werden. Sprungübungen durch Personen sind allerdings verboten.

Sprungretter Feuerwehr
Bild: fire-fighter - MOTORBlogs

Staffel
1. Sie besteht aus einem Führer, fünf Einsatzkräften und Gerät (Staffel 1/5).
2. die kleinste militärische Einheit der Luftwaffe. Ihre Entsprechung beim Heer ist die Kompanie oder Batterie (Artillerie). Siehe Staffel (Militär)
3. eine Mannschaft von Sportlern, die an einem Staffellauf teilnehmen
Standrohr
Ein Standrohr ist eine Armatur zur Wasserentnahme aus Unterflurhydranten und ist mit zwei Absperrventilen und zwei B-Abgängen ausgerüstet.
Das Standrohr wird mit dem am Fußteil befindlichen Bundring auf den Standrohrsitz des Unterflurhydranten aufgesetzt und durch den unter die Hydrantenklauen eingreifenden Spannring durch Rechtsdrehen im Sinne der Uhrzeigerbewegung festgezogen. Vor dem Bundring ist ein Dichtring aus Leder aufgezogen, der für die Abdichtung gegen den Standrohrsitz sorgt.

Die maximale Wasserlieferung beträt ca. 2200 l/min.

Standrohr Feuerwehr
Bild: Reidl GmbH & Co. KG
Staubbrand
Ist der Brand eines abgelagerten brennbaren Staubs. Besonders in holzbearbeitenden Betrieben, Mühlen, in der Textilindustrie usw. kommt es zu gefährlichen Ansammlungen von Stäuben. Meist treten die Brände als Glimm- oder Schwelbrände auf, eine unmittelbare Entflammung und damit ein Überschreiten der Zündtemperatur tritt nur bei leicht entzündlichen Stäuben wie Aluminium- und Magnesiumstaub auf. Wichtig ist, dass bei der Bekämpfung von Staubbränden keine Aufwirbelungen durch Vollstrahl hervorgerufen wird, dies kann zu einer Staubexplosion führen, wenn eine geeignete Zündquelle vorhanden ist. Deshalb dürfen Staubbrände nur mit Sprühstrahl bekämpft werden.
Staubexplosion
Nennt man das schnelle und unkontrollierte Brennen von brennbaren Staubteilchen. Je feiner die Staubpartikel sind und je intensiver die Durchmischung mit Luft ist, umso eher kann eine Staubexplosion erfolgen und umso intensiver ist sie (Kohlenstaub- und Mehlstaubexplosion). Der dadurch aufgewirbelte Staub kann zu Folgeexplosionen führen, die sich aufschaukeln und bis in den Bereich von Detonationen führen können. In Staub gefährdeten Bereichen ist Zugluft zu vermeiden und nur Sprühstrahl anzuwenden
Strahlrohr
Ist eine Armatur, die zur Wasserabgabe am Ende eines Druckschlauches dient. Es ist als Mehrzweckstrahlrohr ausgebildet und kann das Löschmittel (meist Wasser) als Vollstrahl und Sprühstrahl abgeben.

Man unterscheidet B-, C- und D-Strahlrohre, ihre Wasserdurchflussmenge kann grob wie folgt angegeben werden:

  D-Strahlrohr mit Mundstück 25 l/min
    D-Strahlrohr ohne Mundstück   50 l/min
    C-Strahlrohr mit Mundstück 100 l/min
    C-Strahlrohr ohne Mundstück 200 l/min
    B-Strahlrohr mit Mundstück 400 l/min
    B-Strahlrohr ohne Mundstück 800 l/min


Strahlrohre Feuerwehr Übersicht
Stützkrümmer
Der Stützkrümmer wird zwischen Strahlrohr und Schlauch eingekuppelt. Durch seine bogenförmige Beschaffenheit (Bogen 45°) stützt sich das Strahlrohr auf den mit Wasser prall gefüllten Schlauch ab und leitet dadurch einen merkbaren Teil der Rückstoßkraft ab. Die Stahlrohrführer werden somit, vor allem bei längeren Haltezeiten erheblich entlastet.

Stützkrümmer Feuerwehr
Bild: Albert Ziegler GmbH

T

Tanklöschfahrzeug 4000 (TLF 4000)
Das Tanklöschfahrzeug 4000 (TLF 4000) ist ein genormtes Tanklöschfahrzeug und ersetzt die nicht mehr genormten Tanklöschfahrzeuge TLF 20/40 und TLF 20/40-SL bzw. ist die neue Bezeichnung für diese Fahrzeuge. Das in der DIN 14530 Löschfahrzeuge – Teil 21: Tanklöschfahrzeug TLF 4000 normierte Fahrzeug hat eine vom Fahrzeugmotor angetriebene Feuerlöschkreiselpumpe, eine Schnellangriffseinrichtung, einen Löschwasserbehälter und eine feuerwehrtechnische Beladung. Weiterhin ist das Fahrzeug mit einem Schaummittelbehälter und einem fest montierten Schaum-Wasserwerfer ausgerüstet. Mit der Besatzung aus einem Trupp (0/1/2/3) erfüllt es die Aufgaben eines TLF 3000 mit dem Zusatz der Bereitstellung einer größeren Wasser- und Schaummittelmenge sowie von Sonderlöschmitteln. Eine ausreichende Gewichtsreserve ermöglicht ferner speziellere Sonderlöschmittelanlagen (z. B. Pulverlöschanlage, CO2-Löschanlage) oder auch größere Schaummittel- und/oder Löschwasserbehälter mitzuführen. Mit entsprechendem Pulverbehälter wird das Fahrzeug auch PTLF bzw. genauer PTLF 4000 genannt.
Tanklöschfahrzeuge (TLF)
Sie haben eine Feuerlöschkreiselpumpe, einen Wassertank und eine Schnellangriffseinrichtung. Die Besatzung besteht aus einem Löschtrupp (1/2) oder einer Staffel (1/5). Ein TLF 16/24 hat eine Pumpe, die 1600 l Wasser pro Minute fördert und einen Wassertank mit 2400 l Inhalt.
Technische Hilfeleistung
Maßnahmen, die zur Abwehr von Gefahren für Leib und Leben, Gesundheit, Sachen und Umwelt dienen. Diese Gefahren können ihre Ursachen in Überschwemmungen und anderen Naturereignissen, Unfällen und ähnlichem haben. Technische Hilfe umfasst: Retten, Bergen, in Sicherheit bringen und Räumen.
TEL
Die Technische Einsatzleitung (TEL) ist für die Abwicklung von Großunfällen, Katastrophen und dem Zivilschutzfall vorgesehen. Das Personal der TEL wird durch die Feuerwehr gestellt. Im Bedarfsfall werden der TEL auch Einheiten der Bundesanstalt Technisches Hilfswerks (THW), der Bundeswehr, des Bundesgrenzschutzes und privater Organisationen unterstellt.
Tonfrequentes Übertragungssystem
Ein Tonfrequentes Übertragungssystem oder kurz TUS wird verwendet um Alarmmeldungen automatisch an die jeweilige Alarmzentrale weiterzuleiten. Es entstand schon in den 1970er Jahren, wird aber heute nach wie vor verwendet.

Notwendig ist dazu nur ein analoger oder ein ISDN-Telefonanschluss. Verwendet wird er um z.B. um Einbruchsalarmanlagen direkt mit der Polizei oder Brandmeldeanlagen mit der Feuerwehr anzuschließen.

Ein Alarm wird unabhängig davon über die Telefonleitung übertragen, ob die Leitung frei oder besetzt ist. Andererseits ist eine dauernde Überprüfung der Leitungen gewährleistet, so dass dies auch ein Vorteil für den Telefonkunden darstellt.

In Österreich kann die Behörde einer Firma oder einer Institution im Zuge des Genehmigungsverfahrens einen TUS-Anschluss vorschreiben.
Tragbare Leiter
Als tragbare Leitern bezeichnet man im Feuerwehrwesen Leitern, die auf Feuerwehrfahrzeugen untergebracht sind, und von der Mannschaft an den Einsatzort getragen werden. Sie dienen als Rettungs- oder Angriffsweg (werden also bestiegen), oder werden als Hilfsgerät eingesetzt. Der Einsatz von tragbaren Leitern ist in der FwDV 10 festgeschrieben.

Die tragbaren Leitern werden aus Holz oder Leichtmetall gefertigt. Leitern aus Holz dürfen nur mit Klarlack lakiert sein, damit Risse oder andere Beschädigungen erkennbar bleiben.

Anlegeleitern dürfen nur bei festem Untergrund an feste Punkte (z.B. Hauswände) angestellt werden. Der Anstellwinkel soll ca. 65° - 75° betragen, und die Leiter 3 Sprossen über die

Einstiegsöffnung herausragen. Als Belastungsgrenze gilt eine Person pro Leiterteil.

Inhaltsverzeichnis
1. Steckleiter
2. Schiebleiter
3. Klappleiter
4. Hakenleiter
5. Multifunktionsleiter

Steckleiter
Die Steckleiter (nach DIN 14 711) ist eine Anstellleiter und besteht aus mehreren 2,70 m langen Teilen, die ineinandergesteckt werden können. Auf den Fahrzeugen sind entweder 2 oder meistens 4 Steckleiterteile untergebracht. Zum Besteigen dürfen höchstens 4 Leiterteile ineinandergesteckt werden.

Leiterlänge Rettungshöhe:

1 Leiterteil 2,70 m ca. 1,70 m
2 Leiterteile 4,60 m ca. 3,40 m
3 Leiterteile 6,50 m ca. 5,70 m
4 Leiterteile 8,40 m ca. 7,00 m

Die Differenz zwischen der Leiterlänge mehrerer Teile und der Summe der Länge der Einzelteile ergibt sich aus der Überschneidung der Teile beim zusammenstecken. Es werden so genannte A-Teile und B-Teile unterschieden: die A-Teile haben bis zum Fuß runter Sproßen, so dass sie nicht auf ein Leiterteil gesteckt werden können. Ein A-Teil ist also immer das unterste Leiterteil. Mittlerweile verwendet man statt einem A-Teil ein B-Teil mit einem Einsteckteil mit Sproßen, somit könnnen zwei Fahrzeuge mit nur je 2 Leiterteilen trotzdem eine 4-teilige Leiter zusammenbauen.

Ausserdem gibt es noch ein Verbindungsteil um 2 Leiterteile zu einer Bockleiter zu verbinden.

Ein Leiterteil kann auch als Behelfstrage oder zur Rettung von im Eis eingebrochenen Personen, verwendet werden.

Schiebleiter
Die dreiteilige Schiebleiter (nach DIN 14 715) ist eine Anstellleiter und besteht aus drei beweglich verbundenen Leiterteilen, die mittels eines Zugseiles auseinandergezogen werden kann. Sie hat zusammengeschoben eine Länge von 5,60 m, und komplett ausgezogen eine Leiterlänge von 14 m, was eine Einsatzhöhe von 12,20 m ermöglicht. Eine zweiteilige Schiebleiter (nach DIN 14 714) ist nicht mehr genormt und nur noch in seltenen Fällen auf älteren Feuerwehrfahrzeugen zu finden.

Klappleiter
Die Klappleiter (nach DIN 14 713) ist eine Anstellleiter und hat zusammengeklappt eine Länge von 3,26 m, auseinandergeklappt eine Länge von 3 m. Sie ist an den Enden Verstärkt, so das sie zusammengeklappt auch als Rammbock verwendet werden kann.

Hakenleiter
Die Hakenleiter (nach DIN 14 710) hat eine Länge von 4,40 m und besitzt an der Oberseite einen Haken, mit dem sie in eine höhergelegene Öffung eingehängt werden kann. Sie darf nicht als Anstellleiter verwendet werden.

Multifunktionsleiter
Die Multifunktionsleiter (nach DIN EN 1147) ist keine Rettungsleiter wie die übrigen oben vorgestellten Leitern. Sie wird als Mehrzweckleiter in der neuesten Norm für Rüstwagen aufgeführt.

Tragkraftspritze (TS)
Die Tragkraftspritze ist eine mobile Pumpe und fördert Löschwasser.

Tragkraftspritze
Quelle: Ziegler GmbH
Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF)
Löschfahrzeug für den Einsatz einer Löschgruppe.
Trupp
Ein Trupp besteht aus mindestens zwei Einsatzkräften und dem Gerät.
TUIS
Die Abkürzung „TUIS„ steht für das Transport - Unfall - Informations- und Hilfeleistungssystem der deutschen chemischen Industrie, das Fachwissen und Hilfe bei Transportunfällen mit chemischen Produkten rund um die Uhr anbietet. Das Hilfeleistungspaket von TUIS umfasst: - Sachkenntnisdaten über Produkte, deren Transport und deren Entsorgung - Erfahrungen aus der Praxis und Unterstützung bei der Vermeidung von Unfällen - Beseitigung sowie Begrenzung von Unfall-Folgeschäden mit Spezialgeräten . . Wer kann die Hilfe von TUIS anfordern? TUIS kann ausschließlich von autorisierten Behörden und öffentlichen Diensten, darunter fallen Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst sowie der Deutschen Bahn AG, angefordert werden. So soll sichergestellt werden, dass Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten in vollem Umfang gewahrt werden.

U

Ueberdruckbelüftung
Bei allen Bränden entstehen Rauch und giftige Gase. In Gebäuden stellen sie nicht nur eine lebensbedrohende Gefahr für eingeschlossene Personen dar, sie erschweren auch durch schlechte Sicht das Vorrücken der Einsatzkräfte. Durch (künstliche) Belüftung mit einem Drucklüfter wird der Brandrauch aus dem Gebäude gedrückt. Das Gerät arbeitet wie ein starkes Gebläse, das durch einen Verbrennungsmotor, Elektromotor oder durch Wasserkraft (Turbine) angetrieben wird.

Tempest Hochleistungslüfter
Quelle: B.S. Belüftungs-GmbH

Ueberflurhydrant
Oberirdischer Hydrant mit ca. 1 Meter Höhe. An ihn können zwei B-Schläuche und ein A-Schlauch angeschlossen werden. Entscheidender Vorteil gegenüber dem Unterflurhydrant: Er kann nicht zugeparkt sondern nur zugestellt werden. Hier hat der Falschparker im Ernstfall mit eingeschlagenen Autoscheiben zu rechnen.

Überflurhydranten
Quelle: Allgemeiner Feuerschutz

Ueberflurhydrantenschlüssel
Der Überflurhydrantenschlüssel dient der Inbetriebnahme von Überflurhydranten.
Uebergangsstück
Übergangsstücke finden Verwendung, wenn Kupplungen verschiedener Größen verbunden werden sollen. Es gibt sie in folgenden Ausführungen:

A-B Übergangsstück - Das Übergangsstück dient zum Verbinden von Kupplungen der Größe A und B.

B-C Übergangsstück - Das Übergangsstück dient zum Verbinden von Kupplungen der Größe B und C.

C-D Übergangsstück - Das Übergangsstück dient zum Verbinden von Kupplungen der Größe C und D.

Storz Übergangsstück
Quelle: Esska.de

UN-Nummer
Die UN-Nummer, auch Stoffnummer genannt, ist eine von einem Experten-Komitee der Vereinten Nationen festgelegte vierstellige Nummer, die für alle gefährlichen Stoffe und Güter (Gefahrgut) festgelegt wird. Sie ist untere Nummer auf den orangefarbigen Warntafeln (Gefahrentafel), die auf vielen Gefahrguttransporten angebracht ist.

Einige Beispiele:

UN-Warntafel

* 1202: Dieselkraftstoff oder Heizöl
* 1203: Benzin oder Ottokraftstoff

Weitere Informationen siehe auch unter Warntafel
Unfall
Sammelbegriff für Unglücksfälle von Menschen, die nicht vorsätzlich herbeigeführt wurden.
Unfallmerkblatt
Unfallmerkblätter sind eine wertvolle Hilfe bei unvorhergesehenen Zwischenfällen bei Gefahrguttransporten und enthalten Anweisungen für den Fahrer.

Sie müssen bestimmte Informationen haben, die im Gesetz (ADR-Vorschriften) vorgesehen sind:
- Absender mit Ansprechpartner
- Empfänger,
- chemische Bezeichnung des Stoffes
- Eigenschaften des Stoffes
- Besondere Reaktionen z.Bsp. mit Wasser
- Maßnahmen im Fall des Brandes
- Maßnahmen bei Vergiftungen
- Telefonnummern, wo man Unterstützung bekommen kann. (Notrufnummern)

Wichtig ist, dass die Unfallmerkblätter in den Sprachen aus den Ländern mitgeführt wird, durch die der Transport führt. Sie sind von Fahrer im Führerhaus mitzuführen.

Die Unfallmerkblätter enthalten keine Informationen für Feuerwehren oder Rettungskräfte mehr und sind auch nicht mehr hinter den orangefarbenen Warntafeln anzubringen. Diese Aufgabe haben sie standardisierten ERI-Cards übernommen.

Unterflurhydrant
Unterirdischer Hydrant, aus dem Wasser aus dem Wasserversorgungsnetz mittels Standrohr entnommen werden kann. Er ist durch einen Stahldeckel abgedeckt und lässt sich mit einem Hinweisschild schnell auffinden. Nachteil: Parkende Fahrzeuge können ihn im Einsatzfall unbrauchbar machen.

versperrter unterflurhydrant
Quelle almy stock photo
Unterflurhydrantenschlüssel
Der Unterflurhydrantenschlüssel dient zur Inbetriebnahme von Unterflurhydranten.
UTM
Abk. für Universales Transversales Mercatorsystem, das nach dem Geographen Gerhard Mercator (1512 bis 1594) benannt ist. Danach ist die Erdoberfläche mit einem Gitternetz überzogen, das sich zur schnellen und sicheren Orientierung eignet. Die Feuerwehren verwenden Landkarten mit diesem Koordinatensystem, um Einsatzkräfte insbesondere bei Großschadensereignissen zu den Einsatzorten zu bringen.

Utm Meldegitter

V

Verband
Verband hat unterschiedliche Bedeutungen:

- mathematisches Konstrukt
- eine Vereinigung
- Zusammenschluss bzw. Vereinigungen
- zur Verhinderung einer Infektion oder eines Blutverlustes um eine Wunde geschlungene Mullbinde
- Verkehrsrecht: Verband
- militärischer Begriff
- eine taktische Einheit bei der Feuerwehr: siehe Feuerwehreinheiten->Verband
Verbrennung
1. Eine Verbrennung ist eine Redoxreaktion, bei der ein Stoff durch Sauerstoff oxidiert wird. Eine Verbrennung kann heftig in Form eines Feuers oder langsam und relativ kalt etwa beim verrosten von Metallen oder innerhalb eines Lebewesens bei der Verbrennung, also der Oxidation von Nährstoffen ablaufen.

Bei der Verbrennung reagiert eine Substanz chemisch mit Sauerstoff. Dabei werden Wärme und Licht freigesetzt.

Die Substanz kann fest (z.B. Holz, Kohle), flüssig (Benzin, Alkohol), flüssig werdend (Wachs) oder gasförmig (Methangas, Erdgas) sein. Bei den Feuerwehren werden die brennbaren Stoffe entsprechend in Brandklassen eingeteilt.

Die Verbrennung in einem Feuer kann kontrolliert (Nutzfeuer) zum Beispiel in einem Ofen oder Lagerfeuer, oder unkontrolliert (Schadfeuer) bei einem Brand erfolgen.

2. Eine Verbrennung ist eine Schädigung der Haut durch große Hitze, heiße Flüssigkeiten (Verbrühung) oder starke Sonneneinstrahlung (Sonnenbrand). Entsprechend der Stärke der Verbrennung erfolg eine Einstufung in:
a) Grad: Leichte Rötung und Schwellungen der Haut, Schmerzen
b) Grad: Rötung und Schwellungen der Haut, Blasenbildung, Schmerzen
c) Grad: lederartige Hautgebiete, weiß, grau oder schwarz gefärbt, keine Schmerzen.
Verpuffung
Die Verpuffung ist ein schneller Verbrennungsvorgang. Die Verbrennung verläuft mit einer Geschwindigkeit von weniger als 330 m/s (Schallgeschwindigkeit) ab.
Verteiler
Die Verteiler dienen dazu, die durch eine „größere“ Schlauchleitung zugeführte Wassermenge in mehrere „kleinere“ Schlauchleitungen zu verteilen. Die bei der Feuerwehr üblichen Verteiler habe einen Zugang und drei Abgänge. Jeder der drei Abgänge ist für sich durch ein Niederschraubventil absperrbar.

Bei der Feuerwehr findet aber fast nur der Verteiler mit B-Zugang und 1 B- und 2 C-Abgängen Verwendung.

1. Rohr: linker C-Abgang
2. Rohr: rechter C-Abgang
3. Rohr: (Sonderrohr) mittlerer B- bzw. C-Abgang.

Verteiler mit drei Abgängen
Quelle: Feuerwehr-Shop.de

Vorbeugender Brandschutz
Unter Vorbeugenden Brandschutz versteht man alle Maßnahmen, die einen Ausbruch eines Brandes verhindern. Der Vorbeugende Brandschutz kann sich auf verschiedene Ebenen beziehen, vom Einfamilienhaus bis zu ganzen Orten. Je nach dem Objekt haben verschiedene Maßnahmen Prioritäten. Aber insgesamt gehören die verschiedensten Punkte:

Baulicher Brandschutz
Dieser umfasst die Unterteilung eines Gesamtobjektes in Brandabschnitte, die Brandbeständigkeit des Baumaterials und der Türen und Fenster.

Technischer Brandschutz
Darunter fallen die Errichtung von Steigleitungen, Brandmeldeanlagen, Anbringung von Feuerlöschern oder Wandhydranten oder auch örtlich gesehen die Bevorratung von Löschmittel, der Löschwasserversorgung und vieles mehr.

Organisatorischer Brandschutz
Dieser Punkt umschreibt die Bestellung von Brandschutzbeauftragten, Brandwarten, die Erstellung von Alarmplänen und Brandschutzplänen

Brandschutzerziehung
Unter Brandschutzerziehung fällt die Schulung von Personen z.B. Mitarbeitern in einer Firma, öffentliche Feuerlöscherübungen etc. Aber auch das Wecken für Brandschutz bei Kindern in Schulen oder Kindergärten fällt unter diesen Punkt.

Vorschriften
Ein einheitlicher Einsatz der Feuerwehr ist nur möglich, wenn grundsätzliches in Vorschriften geregelt wird. Hierzu gibt es die Feuerwehrdienstvorschriften (FwDV):
FwDV 1 - Grundtätigkeiten – Lösch- und Hilfeleistungseinsatz
FwDV 2 - Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehr
FwDV 3 - Einheiten im Lösch- und Hilfeleistungseinsatz
FwDV 7 - Atemschutz
FwDV 8 - Tauchen
FwDV 10 - Die tragbaren Leitern
FwDV 100 - Führung und Leitung im Einsatz
FwDV 500 - Einheiten im ABC-Einsatz
PDV/DV 800 - Fernmeldeeinsatz
PDV/DV 810 - Fernmeldebetriebsdienst

EAA 10 - Einsatz- und Ausbildungsanleitung für Feuerwehren im Land Niedersachsen - Tragbare Leitern
DV 102 - Taktische Zeichen
FwDV 300 HH - Gesundheitliche Anforderungen
KatSDV 400 HE - Der Sanitätszug
KatSDV 510 HE - Gefahrstoffnachweis und Notfallprobenahme im Katastrophenschutz des Landes Hessen
KatSDV 600 HE - Der Betreuungszug
FwDV 820 HE - Betrieblich-taktische Regelungen "npol" im Digitalfunk der BOS in Hessen

W

Waldbrand
En Waldbrand ist ein Brand in bewaldetem Gebiet.

Waldbrände entstehen meist während Trockenperioden und sind wegen ihrer hohen Ausbreitungsgeschwindigkeit äußerst gefährlich für Mensch und Tier. Andererseits können kleinere Waldbrände auch positive Auswirkungen haben, da fruchtbarer Boden entsteht.

Waldbrände haben oft natürliche Ursachen wie z.B. Blitzschlag. Meist werden sie jedoch von Menschen verursacht, sei es vorsätzlich durch Brandstiftung oder einfach durch Unachtsamkeit, z.B. durch wilde Lagerfeuer, weggeworfene Zigarettenkippen oder Streichhölzer. Glasflaschen und -scherben können die Sonnenstrahlen wie Brenngläser bündeln und so trockenes Laub oder Gras entzünden. Eine oft unterschätze Ursache sind auch heiße Auspuffs von Autos und Motorrädern. Vor allem in den südlichen Ländern kommt es zu gelegten Waldbränden wegen Grundstücksspekulationen.

Die effektivste Methode der Waldbrandbekämpfung ist der Einsatz von Löschflugzeugen und -hubschraubern. Dieser ist jedoch auch äußerst riskant, da die Piloten dicht über dem Feuer fliegen müssen. So starben am 18. Juni 2002 drei Menschen beim Absturz eines Löschflugzeugs in Kalifornien.

Bei der Bekämpfung muss man unterscheiden zwischen einem Wipfelbrand oder einem Bodenbrand.

Beim Bodenbrand ist ein Ansatz Errichten von Brandschneisen. Dabei wird auf einem mehrere Meter breiten Streifen sämtliches brennbares Material entfernt oder kontrolliert abgebrannt, damit der Waldbrand sich dort nicht weiter ausbreiten kann. Jedoch kann es durch Funkenflug zum Überspringen der Brandschneise kommen.

Ein wichtiger Aspekt ist auch die rechtzeitige Erkennung von Waldbränden, da der zum Löschen nötige Aufwand mit der Zeit exponentiell wächst. Deshalb werden Patrouillen oder in Türmen stationierte Brandwächter eingesetzt. Auch wird die Bevölkerung aufgefordert, gesichtete Waldbrände sofort der Feuerwehr zu melden.

Wandhydrant
Als Wandhydrant bezeichnet man Wasserentnahmestellen in Gebäuden, die zur ersten Brandbekämpfung vorgesehen sind.

In einer normalerweise plombierten Wandnische ist ein Ventil, an das bereits fertig angeschlossen ein gerollter C-Druckschlauch mit dem dazugehörigen Strahlrohr untergebracht sind.

In Deutschland wird üblicherweise wird hier ein formbeständiger Druckschlauch-W verwendet, der auch wenn er noch aufgerollt ist, von Wasser durchflossen werden kann.

In Österreich wird eher ein normaler C-Druckschlauch verwendet. Wenn er auch erst komplett abgerollt werden muss, so ist der notwendige Platz ein wesentlich geringerer. Denn zu bedenken ist auch, dass der Platz vor einem Wandhydranten auch immer frei bleiben muss um leicht zugängig zu sein.

Piktogramm eines Wandhydranten
Versorgt werden diese Wandhydranten von einer unter Druck stehenden Steigleitung. Der Wandhydrant ist auch durch ein Piktogramm gekennzeichnet. Die ältere Version war ein weißes H auf rotem Grund, so ist es heute ein symbolisch dargestellter weißer Schlauch auf rotem Grund.

Diese sind nicht nur für die Feuerwehr vorbereitet, sondern ähnlich einem Feuerlöscher für jedermann zugängig, um einen Brand in der Entstehung bekämpfen zu können.

Wandhydrant Quelle: Baunetz Wissen
Wärmestrahlung
Mit Wärmestrahlung wird umgangssprachlich eine von heißen Körpern aufgrund ihrer Temperatur abgegebene Strahlung bezeichnet. Hierbei handelt es sich um elektromagnetische Strahlung vieler Wellenlängenbereiche, die korrekter als Schwarzkörperstrahlung zu bezeichnen wäre.
Der Mensch kann nur zwei Bereiche elektromagnetischer Strahlung wahrnehmen: Das sichtbare Licht mit dem Auge, und Infrarotstrahlung mit dem Temperaturempfinden der Haut. Diese letztere Wahrnehmung von Infrarotstrahlung als Wärme ist der Ursprung des Begriffs Wärmestrahlung.

Im Bereich des Heizens von Gebäuden wird der Verlust von Energie durch elektromagnetische Strahlung auch als Wärmestrahlung bezeichnet. Allerdings ist der Energieverlust durch Strahlung in der Regel geringer als der durch Wärmeleitung oder Konvektion entstehende.

Warntafel

UN-Warntafel

Die Gefahrennummer (Nummer zur Kennzeichnung der Gefahr)  kennzeichnet die Gefahrenklasse bzw. die Gefährlichkeit des transportierten Stoffes. Die Stoff-Nummer (Nummer zur Kennzeichnung des Stoffes) kennzeichnet den transportierten Stoff selbst. Die Gefahrennummer setzt sich aus   2 - 3 Ziffern zusammen. Die erste Ziffer bezeichnet die Hauptgefahr gemäß nachfolgendem Schlüssel.
1 Explosiver Stoff
2 Gas
3 Entzündbarer flüssiger Stoff
4 Entzündbarer fester Stoff
5 Entzündend (oxydierend) wirkender Stoff oder organisches Peroxyd
6 Giftiger Stoff
7 Radioaktiver Stoff
8 Ätzender Stoff
9 Anderer gefährlicher Stoff
Die zweite und evtl. dritte Ziffer geben die zusätzliche Gefahr an.
0 Bedeutungslos
1 Explosionsgefahr
2 Entweichen von Gas
3 Entzündbarkeit
5 Oxydierende (brandfördernde) Wirkung
6 Giftigkeit
8 Ätzwirkung
9 Gefahr einer spontanen heftigen Reaktion, die aus der Selbstzersetzung oder der Polymerisation entsteht
Die Verdopplung einer Ziffer (z.B. 33) weist auf die Zunahme der Hauptgefahr hin. Wird der Gefahrennummer ein X vorangestellt, so reagiert der Stoff in gefährlicher Weise mit Wasser.  
Der rechts abgebildeten Gefahrguttafel begegnet man sehr häufig. Die Stoff-Nummer 1203 zeigt, dass das Fahrzeug "Benzin" transportiert. Der erste Teil der Gefahrennummer "3" zeigt das es sich um einen "Entzündbaren flüssigen Stoff handelt". Der zweite Teil ebenfalls eine "3" bedeutet dass das Medium hochentzündlich ist (Zunahme der Hauptgefahr).

UN-Warntafel

Wasserführende Armatur
Eine wasserführende Armatur ist bei den Feuerwehren ein starrer Bestandteil der Feuerwehrausrüstung, das von Wasser durchflossen wird. Sie werden auf Grund ihrer Verwendung eingeteilt

Inhaltsverzeichnis 
1 Wasserentnahme
1.1 Standrohr
1.2 Saugkorb
1.3 Wasserstrahlpumpe

2 Wasserförderung 2.1 Druckbegrenzungsventil
2.2 Sammelstück
2.3 Stützkrümmer
2.4 Übergangsstück
2.5 Verteiler
2.6 Zumischer

3 Wasserabgabe 3.1 Hydroschild
3.2 Schaumrohr
3.3 Strahlrohr
3.4 Monitore


Wasserentnahme

Standrohr
Das Standrohr dient zur Entnahme von Wasser aus dem örtlichen Versorgungsnetz. Sie werden zu diesem Zweck an einen Unterflurhydranten angeschlossen.

Saugkorb
Saugkorb mit eingehängter Ventilleine

Der Saugkorb wird bei der Wasserentnahme aus offenem Gewässer an die Saugleitung angeschlossen. Er ist mit einem Sieb und einem Rückschlagventil (Verhinderung von Wasserrückfluß) versehen.
Wasserstrahlpumpe
Die Wasserstrahlpumpe wird häufig zum Auspumpen von vollgelaufenen Kellern eingesetzt.


Wasserförderung

Druckbegrenzungsventil


Das Druckbegrenzungsventil soll Druckstöße schnell und sicher abfangen, da zum Teil erhebliche Druckstöße auftreten können, welche die Schläuche zu Platzen bringen können. Dadurch würde die Wasserförderung unterbrochen und ein Feuerwehreinsatz empfindlich gestört werden. Das Druckbegrenzungsventil wird in die B-Leitung vor dem Verteiler eingebaut. Bei der Wasserförderung über lange Wegstrecken sollte man es an jeder Verstärkerpumpe anbringen.

Sammelstück
Das Sammelstück (auch Hosenstück) wird bei der Wasserversorgung an dem Saugeingang einer Feuerlöschkreiselpumpe angeschlossen. Bei der Wasserförderung über lange Wegstrecken ist an jeder Verstärkerpumpe anzubringen.

Stützkrümmer
Der Stützkrümmer wird mit einem BM-Strahlrohr verwendet, um die auftretenen Rückdrücke zum Teil in Richtung Boden abzuleiten. Diese Kombination macht es möglich, das Strahlrohr von nur zwei anstelle von drei Personen zu halten.

Übergangsstück

Verteiler, Übergangsstück und Mehrzweckstrahlrohr Übergangsstücke werden zur Verbindung von Schlauchleitungen mit verschiedenem Querschnitt eingesetzt. Ausführungen:
* A auf B
* B auf C
* C auf D

Verteiler
Der Verteiler hat die Aufgabe, das ankommende Wasser aus einer B-Leitunge in drei Leitungen zu verteilen und diese getrennt voneinander zu öffnen bzw. zu schließen. Am B-Abgang ist zusätzlich ein B-C Übergangsstück angebracht. Es werden zwar verschiedene Arten angeboten, jedoch wird bei den meisten Feuerwehren der B-C-B-C- Verteiler (ein B-Eingang, ein B-Abgang, zwei C-Abgänge) mit Niederschraubventilen verwendet. Mittlerweile nicht mehr normgerecht ist die Variante mit Kugelhähnen, da diese zu leicht zu starken Druckstößen und damit zu Schäden am Schlauchmaterial führen können.

Zumischer
Zumischer für Luftschaum mischen dem Wasser eine bestimmte Schaummittelmenge zu. Der Zumischer sollte so nah wie möglich am Schaumrohr gekuppelt werden. Um eine gute Schaumqualität zu erzielen sollte der Zumischer möglichst eine Schlauchlänge vor dem Schaumrohr eingestzt werden. Die Funktion des Zumischers beruht auf dem Injektionprinzip.

Ausführungen:
Bezeichnung Festkupplungen Wasserdurchflußmenge bei 8 bar
Z 2 C 200 l/min
Z 4 B 400 l/min
Z 8 B 800 l/min

Wasserabgabe

Hydroschild
Das Hydroschild erzeugt eine mehrere Quadratmeter große Wasserwand, und wird zur Abschirmung von Hitze, Flammen, Rauch oder Dämpfen eingesetzt.

Ausführungen:

Bezeichnung Festkupplung Wasserabgabemenge bei 8 bar
C 400 l/min
B 800 l/min

Schaumrohr
Dient der Abgabe von Löschschaum an der Einsatzstelle. Davon gibt es verschiedene Typen für Mittelschaum oder Leichtschaum.

Strahlrohr
Die Strahlrohre formen das aus einer Schlauchleitung austretende Wasser zu einem löschkräftigen Strahl. Der Durchmesser der Düse kann durch ein abschraubbares Munstück verändert werden. Die so genannten Mehrzweckstrahlrohre (Kennzeichnung durch M) sind wahlweise auf Vollstrahl, Sprühstrahl und Absperren einstellbar.

Monitore
Sie formen, genau wie Strahlrohre, das aus Schlauch oder Rohrleitungen austretende Wasser oder Schaummittel- Wasser- Gemisch zu einem löschkräftigen Strahl. Monitore werden dort eingesetzt, wo große Wurfweiten und -höhen erforderlich sind.

Wasserstrahlpumpe
Eine Wasserstrahlpumpe ist eine einfache Injektor-Pumpe, die verwendet wird um ein Vakuum zu erzeugen oder Flüssigkeiten oder Gase abzusaugen und wurde von Robert Wilhelm Bunsen erfunden.

Aufbau und Funktionsweise
Die Wasserstrahlpumpe besitzt 2 Eingänge und 1 Ausgang und besteht im Prinzip aus zwei ineinander gesteckten Rohren.

Am Wassereingang spritzt ein Wasserstrahl unter dem vollen Leitungsdruck aus einer Düse in ein etwas weiteres Rohr. Dabei reißt der Wasserstrahl Luft oder Flüssigkeiten von zweiten Eingang mit.

Einsatzgebiete
Beim Einsatz in Laboratorien ist sie meist aus Glas, Kunststoff oder Metall und wird mittels eines Schlauches an den Wasserhahn angeschlossen. Wegen des grossen Wasserverbrauches und des unangenehm hohen Geräuschpegels werden die Wasserstrahlpumpen zunehmend von elektrisch betriebenen Vakuumpumpen verdrängt.

Bei der Feuerwehr ist die Wasserstrahlpumpe eine wasserführende Armatur zur Wasserentnahme und wird häufig zum Leerpumpen von vollgelaufenen Kellern eingesetzt. Sie wird aber immer mehr von elektrischen Tauchpumpen verdrängt.

Wasserstrahlpumpe
Quelle: Tyco Fire & Security Holding Germany GmbH

Wassertrupp
Der Wassertrupp ist eine taktische Untereinheit der Gruppe innerhalb der Feuerwehr. Er besteht aus zwei Einsatzkräften: dem Wassertruppführer und dem Wassertruppmann.

Aufgaben
Der Wassertrupp rettet und übernimmt je nach Art des Einsatzes (Löscheinsatz oder Technische Hilfe) folgende Aufgaben:

Löscheinsatz
Beim Löscheinsatz stellt der Wassertrupp die Wasserversorgung zum Verteiler her, dann wird er zweiter Angriffstrupp, d.h. er nimmt das zweite Rohr vor. Außerdem ist er für die Vorbereitung der Wasserentnahme von der Wasserentnahmestelle zur Pumpe zuständig. Er wird dann zweiter Angriffstrupp.

Technische Hilfeleistung
Bei der Technischen Hilfeleistung sichert er die Einsatzkräfte und betroffenen Personen an der Einsatzstelle vor möglichen Gefahren (z.b. fließender Straßenverkehr, Brandgefahr, herabfallende Teile, Dunkelheit).

Die anderen Trupps einer Löschgruppe sind der Schlauchtrupp und der Angriffstrupp.

In Deutschland wurde die Aufgaben des Wassertrupps beim Löscheinsatz in der FwDV 4, Die Gruppe im Löscheinsatz, für die Technische Hilfeleistung in der FwDV 13/1, Die Gruppe im Technischen Hilfeleistungseinsatz, Teil1: Grundregeln festgelegt. Zukünftig werden die Aufgaben für den Löscheinsatz durch die neue FwDV 3 Einheiten im Löscheinsatz geregelt.

In Österreich wird der Wassertrupp nur beim Löscheinsatz so bezeichnet. Bei der Technischen Hilfeleistung, wird er als Sicherungstrupp bezeichnet.

Wasserversorgung
Die Wasserversorgung setzt sich mit den Maßnahmen zur Bereitstellung des notwendigen Trinkwassers und Nutzwassers auseinander.

In technischer Hinsicht ist dies der Bau und der Betrieb von Brunnen, Anlagen zur Gewinnung von Oberflächenwasser aus Seen und Flüssen, des Wasserverteilungssystems.

In organisatorischer Hinsicht müssen die entsprechenden Strukturen für die Abwicklung dieser Maßnahmen geschaffen werden. Dies können Einzelpersonen und -unternehmen oder juristische Personen sein. Weiters wurden in einzelnen Staaten besondere Konstruktionen eingeführt.

Innerhalb des Brandschutzes sowie der Brandbekämpfung ist hier umgangssprachlich die Löschwasserversorgung gemeint.

Wechselladerfahrzeug (WLF Kran)
Das Wechselladerfahrzeug (WLF Kran) ist ein Einsatzfahrzeug, das mehrere Hauptaufgaben in einem Fahrzeug vereint. Wechselladerfahrzeuge dienen dem Transport von in oder auf austauschbaren Abrollbehältern verlasteten, feuerwehrtechnischen Einsatzmitteln. Zur Aufnahme der jeweiligen Abrollbehälter verfügen die WLF über eine fest mit dem Fahrgestell verbundene Wechselladereinrichtung. Wechselladerfahrzeuge werden in der Regel auf Straßenfahrgestelle, teilweise aber auch auf allradgetriebene Fahrgestelle aufgebaut. Bei dreiachsigen Fahrzeugen kann der Normalantrieb 6 × 2 (6 Räder, 2 angetrieben) oder 6 × 4 (6 Räder, vier hinten angetrieben) sowie der Allradantrieb in den Varianten 6 × 6 (alle Räder angetrieben) oder 6 × 4 / 2 (Räder vorn und hinten angetrieben, eine nicht-angetriebene Stütz- oder Lenkachse hinten) vorkommen. Bei vierachsigen Fahrzeugen sind entsprechende Varianten denkbar, häufig sind jedoch 8 × 8 (Vollallradantrieb), 8 × 4 (nur hinten angetrieben) oder 8 / 2 × 6 (zweite Achse vorn nicht-angetriebene Lenkachse). In der Regel werden WLF auf zwei- oder dreiachsigen Fahrgestellen aufgebaut, wobei auch hier ein Trend zu größeren Fahrzeugen zu verzeichnen ist. Es werden LKW-Fahrgestelle beschafft, deren zulässige Gesamtmasse 18 t (bei Zweiachsfahrgestellen) oder 26 t (bei Dreiachsfahrgestellen) beträgt. Bei einigen Feuerwehren sind auch vierachsige Fahrgestelle anzutreffen, wo die Gesamtmasse dann 32 t beträgt. Im Gegensatz zu Fahrzeugen, die in der freien Wirtschaft eingesetzt werden, muss ein Feuerwehr-WLF bestimmte Kriterien erfüllen. Nach Norm muss ein WLF mit ausreichender Beleuchtung ausgestattet sein, ein Abrollbehälter muss mindestens in 90 Sekunden auf- und wieder abgesattelt sein, die Wechselladereinrichtung muss in der Lage sein, das 1,1-fache der Nutzlast des Fahrzeugs aufnehmen zu können. Auf dem Wechselladerfahrzeug ist an sich (nahezu) keine feuerwehrtechnische Beladung verlastet. Diese wird aber durch die jeweiligen Abrollbehälter aufgenommen. Das Wechselladerfahrzeug Kran (WLF-Kr) hat darüber hinaus noch einen Ladekran angebaut. Dieser muss sich hinter dem Fahrerhaus befinden, weil er sonst die Funktion des Wechselgerätes stört. Das Fahrzeug ist am Kran mit ausfahrbaren Abstützungen versehen. Ein Kran kann auch mit einem Abrollbehälter, in der Regel eine halbhohe Mulde oder eine Pritsche, kombiniert werden. Hier ist er in der Regel vorn auf dem Abrollbehälter montiert. Die Abstützungen können sich dann abklappbar am Behälter in Höhe des Krans befinden. Alternativ dazu kann sich auch die für einen Kranbetrieb des Abrollbehälters nötige Abstützung am Fahrzeug befinden, in der Regel ebenfalls hinter dem Fahrerhaus. Es gibt auch Abrollbehälter, bei denen ein Ladekran und die klappbaren Stützen an anderer Stelle montiert sind, so z. B. mittig bei einem AB mit Gefahrgutbehältern der Berufsfeuerwehr Dortmund.
Wechselladerfahrzeug (WLF)
Das Wechselladerfahrzeug (WLF) ist ein Einsatzfahrzeug, das mehrere Hauptaufgaben in einem Fahrzeug vereint. Wechselladerfahrzeuge dienen dem Transport von in oder auf austauschbaren Abrollbehältern verlasteten, feuerwehrtechnischen Einsatzmitteln. Zur Aufnahme der jeweiligen Abrollbehälter verfügen die WLF über eine fest mit dem Fahrgestell verbundene Wechselladereinrichtung. Wechselladerfahrzeuge werden in der Regel auf Straßenfahrgestelle, teilweise aber auch auf allradgetriebene Fahrgestelle aufgebaut. Bei dreiachsigen Fahrzeugen kann der Normalantrieb 6 × 2 (6 Räder, 2 angetrieben) oder 6 × 4 (6 Räder, vier hinten angetrieben) sowie der Allradantrieb in den Varianten 6 × 6 (alle Räder angetrieben) oder 6 × 4 / 2 (Räder vorn und hinten angetrieben, eine nicht-angetriebene Stütz- oder Lenkachse hinten) vorkommen. Bei vierachsigen Fahrzeugen sind entsprechende Varianten denkbar, häufig sind jedoch 8 × 8 (Vollallradantrieb), 8 × 4 (nur hinten angetrieben) oder 8 / 2 × 6 (zweite Achse vorn nicht-angetriebene Lenkachse). In der Regel werden WLF auf zwei- oder dreiachsigen Fahrgestellen aufgebaut, wobei auch hier ein Trend zu größeren Fahrzeugen zu verzeichnen ist. Es werden LKW-Fahrgestelle beschafft, deren zulässige Gesamtmasse 18 t (bei Zweiachsfahrgestellen) oder 26 t (bei Dreiachsfahrgestellen) beträgt. Bei einigen Feuerwehren sind auch vierachsige Fahrgestelle anzutreffen, wo die Gesamtmasse dann 32 t beträgt. Im Gegensatz zu Fahrzeugen, die in der freien Wirtschaft eingesetzt werden, muss ein Feuerwehr-WLF bestimmte Kriterien erfüllen. Nach Norm muss ein WLF mit ausreichender Beleuchtung ausgestattet sein, ein Abrollbehälter muss mindestens in 90 Sekunden auf- und wieder abgesattelt sein, die Wechselladereinrichtung muss in der Lage sein, das 1,1-fache der Nutzlast des Fahrzeugs aufnehmen zu können. Auf dem Wechselladerfahrzeug ist an sich (nahezu) keine feuerwehrtechnische Beladung verlastet. Diese wird aber durch die jeweiligen Abrollbehälter aufgenommen.
Wechselsprechen
Eine Verkehrsart im Sprechfunkverkehr, bei der die beteiligten Funkstellen nur abwechselnd senden oder empfangen können. Diese Verkehrsart benötigt nur eine Frequenz (deshalb auch Simplex genannt) und wird besonders im 2 m-Bereich durchgeführt.
Werkfeuerwehr
Eine Werkfeuerwehr ist eine staatlich anerkannte Feuerwehr eines Betriebes oder einer Verwaltung. Sie schützt nicht die Allgemeinheit, sondern den entsprechenden Betrieb. Ihre Struktur, Ausstattung und Ausbildung entspricht dem Aufbau einer FF. In Nordrhein-Westfalen gibt es z. Z. 116 Werkfeuerwehren.

X

X – Leider noch keine Einträge

Y

Y – Leider noch keine Einträge

Z

Ziehfix
Vorrichtung zum Ziehen von Schließzylindern an Türen, um im Notfall in Gebäude zu gelangen. Mit dieser Vorrichtung werden die Schließzylinder durch Zug gebrochen und aus dem Schloss entfernt.

Zieh-Fix - Ziehgerät der Feuerwehr
Quelle: A. Wendt GmbH Sicherheits- und Aufsperrtechnik
Zimmermannsstich
Eine Leine wird um das Ende des Werkstückes geschlungen und das kurze Leinenende wird nun mehrmals um das lange Leinenende gewunden. Wird nun die Leine gezogen, ziet sich der Knoten zu und hält die Last durch die nun wirkende Seilreibung. Der Knoten hält nur auf Zug, und wenn die Last abgelegt wird, löst sich der Knoten schnell.

Bei der Feuerwehr wird er beispielsweise am Saugkorb der Saugleitung befestigt und Zimmermannsstich genannt.

Zimmermannsstich
Quelle: Keil 2000
Zisterne
Der Ausdruck Zisterne (v. lat.: cista Behälter) bezeichnet einen Sammelbehälter für Trinkwasser oder Nutzwasser

In Gebieten mit unregelmäßiger Trinkwasserversorgung werden Zisternen als Pufferbehälter für lokale Trinkwassersysteme (Haussysteme oder auch kleine Ortschaften) verwendet.

Weit häufiger sind jedoch Nutzwasserzisternen. Oft werden sie genutzt, um Regenwasser aufzufangen und bis zu weiteren Verwendung zu speichern. In Gebieten mit Trockenperioden hängt von ihnen die Wasserversorgung ab.

Es gibt verschiedene Ausführungen:
In südlichen wasserarmen Ländern sind teilweise kleinere Zisternen auf Dächern üblich, die das Regenwasser auffangen.

In Deutschland werden Zisternen meist unterirdisch angelegt. Kleinere Behälter (2-10 m²) sind als fertige Behälter aus Kunststoff oder als Betonfertigteil erhältlich. Sie dienen fast ausschließlich der Nutzung von Regenwasser. Oft werden auch offengelassene und gereinigte Klärgruben als Zisterne zur Gartenbewässerung verwendet, wenn das Haus an die Ortskanalisation angeschlossen wurde.

Zisternen dienen auch als Löschwasservorratsbehälter für die Feuerwehr im Brandfall. (siehe auch Löschwasserteich).

Historisches
Zisternen wurden schon in frühen Zeiten verwendet. Auch im Mittelalter findet sie oft bei Burgen auf Bergen, wo man nicht so tiefe Brunnen graben konnte. Ein Beispiel ist die Burg Hochosterwitz in Kärnten wo eine Zisterne ins Lavagestein geschlagen wurde. Das Regenwasser wurde durch Sandfilter in der Zisterne gesammelt. Durch die Sandfilter wurde das Wasser mit Mineralien angereichert und konnte so auch als Trinkwasser verwendet werden.

Löschwasserzisterne
Zivilschutz
Zivilschutz ist die Sammelbezeichnung für öffentliche und private Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung im Verteidigungsfall.
Zumischer
Eine Armatur zur Zumischung von Schaummittel zum Wasser, um Löschschaum zu erzeugen. Er ist aus Bronze gefertigt, da Schaummittel korrosiv wirken. Die Funktionsweise beruht darauf, dass das strömende Wasser in einer Verengung Unterdruck erzeugt (Venturirohr) und dadurch das Schaummittel ansaugt.

Zumischer
Das Funktionsprinzip des Zumischers

Zündtemperatur
Die Zündtemperatur oder der Zündpunkt ist jene Temperatur einer Flüssigkeit, bei der der Dampfdruck so hoch ist, dass sich das entstehende Gas/Luft-Gemisch ohne eine separate Zündquelle selbst entzündet. Allgemein haben alle brennbaren Stoffe, auch feste Stoffe, eine Zündtemperatur.

Als Zündpunkt wird auch beim Ottomotor jene Stellung des Kolbens bezeichnet, bei der die Zündung des Kraftstoffgemisches erfolgt.
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